Infos zum Thema wahrsagerin
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- In der Eingangshalle des Aladin Hotels würde gleich ein Schuss fallen. Samantha besaß die Gabe Verbrechen im Voraus zu erahnen, doch leider war ihre Zukunftssicht nicht immer so deutlich, wie sie es sich wünschte. Sie saß in einem der eleganten, roten Ledersessel und blickte sich in der Eingangshalle um. Zwei Männer saßen ihr gegenüber und zwei Frauen standen bei dem Portier am Empfangstresen. Samantha fixierte zunächst einen der Männer. Er sah sie lächelnd an und sagte: „Ihr Kleid passt farblich exakt zu den Ledersesseln. Welch sonderbarer Zufall.“ Samantha: „Kein Zufall. Ich wusste, wie es hier aussieht. Und in meinem Kleiderschrank habe ich genügend Auswahl. Diese Kleid hat die ideale Tarnfarbe. - Ich weiß mehr als die meisten Menschen, und ich weiß, dass Sie Hugh Wesley heißen.“ Der Mann reichte ihr seine Visitenkarte und sagte: „Stimmt tatsächlich. Sollte ich mich jetzt vor Ihnen fürchten? Sie sind mir weit im Vorteil: von Ihnen weiß ich nur, dass sie bezaubernd sind und dass sie mir gleich einen Korb geben werden. - Sehen Sie, ein wenig kann ich auch hellsehen.“ Samantha: „Wir können gleich weiter flirten. Jetzt muss ich erst mal ihre Aura untersuchen. Das Strahlungsfeld um einen Menschen herum verrät viel von seinen Plänen. Planen Sie einen Mord?“ Hugh verschluckte sich an seinem Whiskey. Er hustete. Der andere Mann, der neben ihm saß, ließ seine Zeitung sinken und sagte: „Ich muss bald einen Vortrag halten hier im Saal zwei des Aladin Hotels. Meine Hände flattern jetzt schon. Und mein Herz flattert. Könnten Sie bitte etwas Rücksicht nehmen auf mich?“ Samantha: „Ich weiß, Sie sind Wissenschaftler. Bitte blicken Sie mir direkt in die Augen – und wenden Sie den Blick nicht immer wieder ab von mir. So, jetzt kann ich direkt in Ihre Seele schauen. - Interessant. Sie sind auf sensationelle Forschungsergebnisse gestoßen. - Eine Batterie, sehe ich. Eine leistungsstarke Batterie. Wollen Sie darüber heute sprechen in ihrem Vortrag, Ramon Castellano?“ Der Mann zog seinen Krawattenknoten etwas nach unten. „Woher wissen Sie meinen Namen? Arbeiten Sie als Hotel-Detektivin? Ich habe für derlei Scherze momentan keine Nerven. Wollen Sie mich über mein Forschungsprojekt aushorchen?“ Ramon ließ sich von einer Hostess einen Whiskey bringen. Er sagte zu Samantha: „Ich trinke sonst nicht. Ich bin abstinent. Vor allem deshalb, weil meine Frau darauf besteht. - Na, das kann ja ein heiterer Vortrag werden.“ Ramon leerte sein Whiskey-Glas in einem Zug. Hugh prostete ihm zu. Samantha nippte an ihrem Tee. Dann ging sie hinüber zu den beiden Frauen, die am Empfangstresen mit dem Portier diskutierten. Sie sagte: „Entschuldigung wenn ich sie unterbreche, aber mich interessiert brennend ihre Aura. Darf ich sie beide bitten, sich für eine Weile nicht zu bewegen.“ ...speichern vor 482 Tagen

