Infos zum Thema tunesien
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- Am 17. Dezember 2010, nach der Selbstverbrennung von Mohamed Bouazizi in Sidi Bouzid, hat die tunesischen Revolution begonnen, die zum Sturz des menschenverachtenden und korrupten Regimes von Ben Ali geführt hat. Zu diesem Anlass versammeln wir uns vor den tunesischen Konsulat in Hamburg, um unsere Märtyrer zu würdigen und im Andenken an die Ziele der Revolution, nämlich „Würde und Freiheit“, für die unsere Märtyrer gestorben sind und an die zahlreiche Verletzten. In diesem Zusammenhang bekunden wir unsere uneingeschränkte Solidarität. Wir sind zuversichtlich, dass die neue gewählte Regierung den Märtyrern und die Verletzten eine Priorität einräumen wird. Wir stehen auf diese Gedenkstunde, um mit darüber zu wachen, dass die Versprechen umgesetzt werden. Dies schulden wir all denen, die mit ihren Einsatz uns ermöglicht haben, in Würde zu leben und als tunesische Bürger über sich selbst frei zu bestimmen. Majd Hani, einer der tunesischen Verletzten ist als erster, zwecks Behandlung, seit September 2011 in Hamburg. Vor dem Sturz des Regimes wurde Majd Hani von einer Tränengasbombe, als er mit der Jugendlichen seiner Stadt auf die Straße gegen das gestürzte Regime ging, an seinen Augen getroffen. Majd hat unwiederbringlich das Augenlicht seines linken Auges verloren und das rechte wurde ebenfalls verletzt. Eine Operation und eine Prothese sind notwendig. Im Rahmen dieser Gedenkstunde appellieren wir an die zuständigen tunesischen Behörden, nicht zuletzt an den tunesischen Konsul, seine Angelegenheit (der von Majd Hani) ernsthaft anzunehmen. Es ist höchste Zeit, dass er sich in Behandlung begibt. Die Kosten für die Behandlung müssen bereitgestellt werden. Inzwischen hat sich von „Helft Tunesien e.V.“ und „Yalla – Initiative für Freiheit und Demokratie“ für die Behandlung von Majd Hani ein Spendenaufruf gebildet: Helft Tunesien e.V. Spendenkonto Verwendungszweck "Majd" Sparkasse KölnBonn Konto-Nr.: 1929982708 BLZ: 370 501 98 Lieber Tunesier nutzt diesen Spendenaufruf um Majd zu helfen und nutzt diese angemeldete Gedenkveranstaltung zum 1. Jahrestag der tunesischen Würde-Revolution um ihren Beitrag in der Würde-Revolution zu leisten. • 11:00 Uhr – 12:00 Uhr: Versammeln vor der tunesischen Konsulat (Lübecker Str. 1, 22087 Hamburg) • 12:00 Uhr: Fatiha für die Märtyrer zitieren und Bittgebet für die Verletzten und anschließend Schweigeminute. • Anschließend wollen wir Majd Hani besuchen.speichern vor 57 Tagen
- Tunesien Reisen Buchen und Reiseanfragen für Urlaub am Mittelmeerspeichern vor 92 Tagen
- Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind 1674 Flüchtlinge im Kanal von Sizilien ertrunken. Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer verschärft sich - und Europa schaut zu. Wir wollen ein anderes Europa. Ein Europa, das wirklich für die Ideen der Humanität und Freiheit aller Menschen steht. Erstunterzeichner: medico international | Pro Asyl | Amnesty International | Brot für die Welt | borderline-europe | Komitee für Grundrechte und Demokratie | Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten | MIGREUROP | BUKO - Bundeskoordination Internationalismus | Afrique Europe Interact | Netzwerk MiRA Mit dieser öffentlichen Aktion wollen wir Druck auf die Politik ausüben und einen gesellschaftlichen Diskurs anstoßen. Über die Aktion und ihr Engagement wird in der taz - und sicherlich auch in anderen Medien - berichtet werden. Bis zur Herbstkonferenz der Innenminister im Dezember in Frankfurt am Main kann das Manifest unterzeichnet werden. Die gesammelten Unterschriften werden an die Innenminister übergeben.speichern vor 126 Tagen
- Trunisia ist ein Weblog über Tunesien nach der Jasminrevolution. In Deutschland leben über 23.000 Tunesier, viele von ihnen sind in Deutschland aufgewachsen und zur Schule gegangen. Die Verbundenheit mit den Wurzeln, ist vielen dabei erhalten geblieben. In diesem Weblog berichte ich über soziale Projekte, sowie andere Themen, die Tunesien auf dem Weg in einen demokratischen und modernen arabischen Staat begleiten. Feedback, Anregungen und konstruktive Kritik sind erwünscht! Die Autorin: Ghaya Hachani bloggt im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Hochschule Darmstadt, über die Entwicklungen in Tunesien nach Ben Alis Flucht aus Tunesien. Das Thema liegt ihr als Halbtunesierin auch persönlich sehr am Herzen, da sie sich für die Zukunft ihres Heimatlandes interessiert.speichern vor 253 Tagen
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- Michel Collon about the intervention in Libya and the "media-lies" of Occident - Video French with English Subtitlesspeichern vor 303 Tagen
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- Tage des Zorns Hintergrund. Zum Stand der Proteste in Nordafrika und der arabischen Welt Von Karin Leukefeldspeichern vor 315 Tagen
- Die Dämonisierung von Gaddafi in der westlichen Pressehurerei nach dem Motto: “Ein bißchen Wahrheit vermischt mit einer Menge Lügen” lässt nur zu deutlich darauf schließen, wer hinter der “Libyschen Revolution” steckt. Analyse der Nahost-Revolutionen und der sogenannten "humanitären Intervention" in Libyen: Bei nüchterner Analyse halten die Propagandablasen der westlichen Medien einer Überprüfung nicht stand.speichern vor 318 Tagen
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- Tunesien Reisen 2011 - Badeurlaub im Sommer am Mittelmeer einfach Reiseangebote anfordernspeichern vor 347 Tagen
- Der Kampf um den Rücktritt des tunesischen Interimspremiers Ghannouchi - Augenzeugenbericht von drei Italienischen Aktivisten. "Eine Revolution ohne Anführer und ohne Waffen machen ist keine leichte Sache, das muss erfunden werden, die Tunesier und Tunesierinnen sind aber stolz darauf, dem Drama dieser Tage zum Trotz. Das Fehlen einer Mitte offenbart sich in einem vermeintlichen Chaos, das sich tatsächlich aber gerade durch die Vielfalt der Lebensformen ein weiteres Mal als kollektive Kraft und Intelligenz erweist". Ben Ali ist abgehauen, seine Köter sind aber noch da... Nach dem Präsident Ben Ali am 14. Januar durch den Druck des Volkszorns geschasst wurde, ist Tunesien wieder in Bewegung, der politische und soziale Transformationsprozess ist auf die gesamte arabische Welt und darüber hinaus über gesprungen findet weiter bei hoher Intensität statt: zur gleichen Zeit gibt es Revolten in Ägypten, Algerien, Marokko, Bahrain, Iran, Libyen, Libanon. Auf der anderen Seite des Meeres wird Griechenland weiter durch ein unstillbares anti-regierungsfieber erschüttert. In Libyen schließlich, ist der im Gang befindliche Bürgerkrieg gleichzeitig eine politische Revolution gegen eine korrupte und blutrünstige Diktatur. Von hier aus begann, was wider besseres Wissen die "Jasminrevolution" genannt wurde, die in Wahrheit eine Absetzungsbewegung ist, die darum kämpft, zu einer politischen Revolution gegen die Versuchungen einer unmöglichen Rückkehr zur Normalität zu werden. Seit dem 25. Februar haben sich die Straßen erneut gefüllt und den Rücktritt des Ministers Ben Alis Ghannouchi, einem altgedienten Mann des Regimes, Banner der Reaktion und der Ordnungspartei gefordert. Seit Sonntag, dem 20. Januar ist die Kasbah der Medina, das historische und politische Zentrum von Tunis erneut besetzt. Das Gleiche findet in den anderen Städten Tunesiens statt, wo die Medinen - zentrale Orte der Städte - insgesamt durch Tausende Menschen belebt werden, die behaupten, dass sie "gewillt seinen, bis zum Tod zu bleiben, wenn nicht alle Mitglieder des alten Regimes zurücktreten und Tunesien frei sein wird". "Keinen Schritt zurück" ist das, was diese neue Demonstrationsform des tunesischen Volkes kraftvoll behauptet. Der Tahir-Platz ist zur Methode geworden, ähnlich dem lateinamerikanischen "Planton". Überall finden Proteste statt und die Konfliktmomente mit der verhassten Regimepolizei nehmen Tag für Tag zu. Am 25. Januar hatte eine Demonstration mindestens 200000 Menschen auf die Straße gebracht - für ein kleines Land wie Tunesien, eine gigantische Zahl. Insgesamt ist im ganzen Land eine Million Menschen af die Straße gegangen. Auf der Straße rufen viele "Degage!" ("Geh!", d.Ü.) und sie begleiten den Ruf mit einer aussagekräftigen Bewegung des Armes- Eine neue Deklination des "Que se vayan todos" das wir während der ersten tiefen Krise des neoliberalen Modells kennen gelernt haben. Wenn es alle zusammen rufen, wirkt es so, als würde eine Welle über den Platz rollen, die erhobenen Arme bewegen sich hin und her und versprühen Wut und Freude. Der Gedankengang ist einfach, er impliziert aber gleichzeitig die Bewusstwerdung der Schwierigkeit und der Radikalität eines revolutionären Wandels: die Macht muss an die Basis zurück, an das Volk. In einem Land, in dem 40% der Bevölkerung von einem Dollar am Tag lebt ist es kein Zufall, dass es die Jüngeren sind, die am lautesten schreien. Sie haben nicht viel zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Zuerst hat das Volk den Platz der Kasbah durch kleine Menschenströme gefüllt, die ihn zu Fuß aus den Gassen und den Alleen der Ringstraße ansteuerten, dann sind Tausende wieder zurück, sie sind aus der von den Rebellen in eine Festung umgewandelten Altstadt raus und daraufhin zum Palast des Innenministeriums gezogen, einem großen, grauen Gebäude, Sitz der Folterer Ben Alis. Mindestens 5000 Leute haben die Gitterabsperrungen und den Stacheldraht der Armee entfernt, und den Palast friedlich blockiert. Es gab junge Männer und Frauen, die auf dem Boden saßen und sangen. Andere standen auf Fenstersimsen, weitere noch waren auf Militärfahrzeuge geklettert. Alle forderten mit Nachdruck den sofortigen Rücktritt Ghannouchis. Plötzlich würden die ersten Maschinengewehrsalven in die Luft geschossen, als Antwort gab es Steine, Wut, und dann ein Hagel aus Steinen und Tränengaspatronen, auf den erste Schüsse in die Menge um weh zu tun folgten. Am Abend gab es schon Verletzte auf der Straße und brennende Barrikaden um die zentral gelegene Avenue Bourghiba. Erst am späten Abend erreicht uns eine genauere Verletztenbilanz: drei durch Feuerwaffe, 30, die durch Antirioteinheiten verletzt wurden und ein Toter, einem 17-jährigen Jugendlichen Namens Mohammed Hanchi, den ein Gewehrschuss am Hals traf. Der Lärm der Schüsse ist so laut, wie das Schweigen der offiziellen tunesischen Medien Ohrenbetäubend ist. Die italienischen tappen ihrerseits auf eine Art im Dunklen, die den Beigeschmack bösen Willens hat.speichern vor 348 Tagen
- Seit wenigen Wochen stehen weite Teile einer Welt Kopf, die Jahrzehnte lang nicht vom Fleck zu kommen schien. Noch ist kaum abzusehen, wohin die Aufstände der Araber führen. Genau darin liegt aber eine Chance für Millionen junger Menschen, die das Jetzt präsentieren und noch die halbe Zukunft stellen – sofern man sie für sich sprechen lässt. download Kurz nach Diktator Mubaraks Sturz erschien auf Al Jazeera English ein Artikel mit dem Titel [extern] "The Resurrection of Pan-Arabism". Seine Autorin, die palästinensisch-amerikanische Journalistin Lamis Andoni, nimmt darin einen neuen Pan-Arabismus wahr, der weniger jenes "Nein zum Imperialismus!" neu auflege, das unter Ägyptens einstigem Führer [extern] Gamal Abdel Nasser dominierte. Vielmehr erteile der Pan-Arabismus des 21. Jahrhunderts jenen Diktatoren eine Absage, die zwar einen anti-imperialistischen Nationalismus vorkäuen, de facto aber gemeinsame Sache mit dem Westen machen. Was in der arabischsprachigen Region geschah und geschieht, sei die Verabschiedung des Heuchlertums und die Einforderung echter, demokratisch geprägter Nationalkurse.speichern vor 348 Tagen
- Im Fernsehen sah Khadiga Mhiri die Bilder verzweifelter Libyer, die über die Grenze nach Tunesien flüchteten. Schon wenige Stunden später machte sich die 32-jährige Apothekerin aus Tunis mit dem Bus auf die achtstündige Reise in den Süden, um den libyschen Flüchtlingen zu helfen. Wie Mhiri strömten in den vergangenen Tagen Hunderte Tunesier in die Grenzregion zu Libyen - eine wahre Welle der Solidarität aus dem Land, das mit seinem Volksaufstand den Grundstein legte für die Proteste in zahlreichen anderen arabischen Ländern.speichern vor 349 Tagen
- On February 16th a comment was posted on the wall of the "We are all Khaled Said" Facebook page administered by Wael Ghonim. By that time it had been there for about 21 hours. The comment referred to a news item reporting that European governments were under pressure to freeze bank accounts of recently deposed members of the Mubarak regime. The comment said: "Excellent news … we do not want to take revenge on anyone … it is the right of all of us to hold to account any person who has wronged this nation. By law we want the nation’s money that has been stolen … because this is the money of Egyptians, 40% of whom live below the poverty line." By the time I unpacked this thread of conversation, 5,999 people had clicked the "like" button, and about 5,500 had left comments. There were also a few by regime supporters, and others by people who dislike the personality cult that has emerged around Mr. Ghoneim. This Facebook thread is symptomatic of the moment. Now that the Mubarak regime has fallen, an urge to account for its crimes and to identify its accomplices has come to the fore. The chants, songs, and poetry performed in Midan al-Tahrir always contained an element of anger against haramiyya (thieves) who benefited from regime corruption. Now lists of regime supporters are circulating in the press and blogosphere. Mubarak and his closest relatives (sons Gamal and 'Ala’) are always at the head of these lists. Articles on their personal wealth give figures as low as $3 billion to as high as $70 billion (the higher number was repeated on many protesters’ signs). Ahmad Ezz, the General Secretary of the deposed National Democratic Party and the largest steel magnate in the Middle East, is supposed to be worth $18 billion; Zohayr Garana, former Minister of Tourism, $13 billion; Ahmad al-Maghrabi, former Minister of Housing, $11 billion; former Minister of Interior Habib Adli, much hated for his supervision of an incredibly abusive police state, also managed to amass $8 billion — not bad for a lifetime civil servant. Such figures may prove to be inaccurate. They may be too low, or maybe too high, and we may never know precisely because much of the money is outside of Egypt, and foreign governments will only investigate the financial dealings of Mubarak regime members if the Egyptian government makes a formal request for them to do so. Whatever the true numbers, the corruption of the Mubarak regime is not in doubt. The lowest figure quoted for Mubarak’s personal wealth, of "only" $3 billion, is damning enough for a man who entered the air force in 1950 at the age of twenty two, embarking on a sixty-year career in "public service." A systemic problem The hunt for regime cronies’ billions may be a natural inclination of the post-Mubarak era, but it could also lead astray efforts to reconstitute the political system. The generals who now rule Egypt are obviously happy to let the politicians take the heat. Their names were not included in the lists of the most egregiously corrupt individuals of the Mubarak era, though in fact the upper echelons of the military have long been beneficiaries of a system similar to (and sometimes overlapping with) the one that that enriched civilian figures much more prominent in the public eye such as Ahmad Ezz and Habib al-Adly. Such exploitation is surely an outrage against Egyptian citizens, but calling it corruption suggests that the problem is aberrations from a system that would otherwise function smoothly. If this were the case then the crimes of the Mubarak regime could be attributed simply to bad character: change the people and the problems go away. But the real problem with the regime was not necessarily that high-ranking members of the government were thieves in an ordinary sense. They did not necessarily steal directly from the treasury. Rather they were enriched through a conflation of politics and business under the guise of privatization. This was less a violation of the system than business as usual. Mubarak’s Egypt, in a nutshell, was a quintessential neoliberal state. What is neoliberalism? In his Brief History of Neoliberalism, the eminent social geographer David Harvey outlined "a theory of political economic practices that proposes that human well-being can best be advanced by liberating individual entrepreneurial freedoms and skills within an institutional framework characterised by strong private property rights, free markets, and free trade." Neoliberal states guarantee, by force if necessary, the "proper functioning" of markets; where markets do not exist (for example, in the use of land, water, education, health care, social security, or environmental pollution), then the state should create themspeichern vor 350 Tagen



