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- "SZ: Was hat sie dann doch vom Fernsehen überzeugt? Simon: Die Mini-Serie 'The Corner'. Normale Sender hätte so etwas nicht mit der Kneifzange angefasst: eine Geschichte aus der Sicht von Abhängigen, Dealern und normalen Leuten aus einem Armenviertel? Unmöglich. Jeder Werbekunde wäre sofort abgesprungen. Zu dieser Zeit fing aber gerade ein ziemlich kleiner Filmkanal namens HBO damit an, sein eigenen Sachen zu produzieren. HBO war Bezahlfernsehen und darum nicht auf Werbung angewiesen. Das nutzten die Verantwortlichen aus und machten mit voller Absicht ein Gegenprogramm. Was dort lief war zum ersten Mal Fernsehen für Erwachsene. Vorher mussten wir uns ständig zurückhalten: Nichts Kompliziertes, die Leute sollten ja alle 12 Minuten aus dem Werbeblock zurückkommen. Alle 12 Minuten gingen sie weg, um sich kurz die neusten Autos und Damenbinden anzugucken. So erzählt man doch keine Geschichte. Ständig muss man die Leute bei der Stange halten. Zu düster geht nicht, zu zornig geht auch nicht, sonst werden sie unsicher und kaufen keine Autos und Damenbinden mehr. "speichern vor 603 Tagen
- "Alle Macht dem Autor: Ein Gespräch mit David Simon, dem Erfinder der Fernsehserien „The Wire“ und „Treme“ über die Zukunft des Fernsehens - und wie man auch ohne Millionenbudget Qualität abliefert."speichern vor 603 Tagen
- "Die Fernsehserie „The Wire“ ist als einzig- und großartig gepriesen worden. Zu Recht, denn sie ist große, tragische Literatur. Erkundung eines zeitlosen Phänomens"speichern vor 661 Tagen
- "Baltimore, Stück für Stück: Die Fernsehserie "The Wire" ist erzählerisches Experiment und politisches Lehrstück zugleich."speichern vor 889 Tagen


