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alle bleiben!
In ganz Deutschland gibt es Organisationen, die das Bleiberecht für Roma in Deutschland durchsetzen wollen und hierfür unter dem Motto „alle bleiben“ bundesweit zusammenarbeitenUNDP OFFICIAL SITE
Romafrauen spielen eine große Rolle in ihren Gemeinschaften. Die hohe Geburtenrate widerspiegelt also den Wunsch der Frauen, nicht ihre Unterdrückung.Foto-Ausstellung "Die Romareise": Dreck, Elend, Stolz
Sieben Jahre, sieben Länder: Für eine Langzeitreportage über die Roma reiste der dänische Fotograf Joakim Eskildsen durch Europa und Indien.RromaAKT Berlin-Neukölln 12045 Boddinstrasse 5. Rroma Aether Klub Theater und Cafe
„Ich habe keine Heimat außer dem Theater“ – dieser Ausspruch von George Tabori spiegelt die Leitidee des Rroma Aether Klub Theaters widerhttp://www.roma-treffen.de/
Kampf um Aufenthalt ist für alle Flüchtlinge, besonders die Angehörigen der Roma-Minderheit, ein langer Weg. Mit diesem neuen Blog entwickeln die Roma-Treffen jetzt einen zentralen Infopunkt im NetzYouTube - Alle Roma Bleiben! Demo am 21.8.10 in Bremen
Samstag 21. August 2010 um 14 Uhr Bremen Bahnhofsvorplatz http://thecaravan.org/node/2517 Hunderte Roma flohen in den neunziger Jahren vor den Kriegen in Ex-Jugoslawien nach Bremen. Viele bekamen hier Kinder. Doch bis heute drohen Roma vor allem im Kosovo Pogrome und Übergriffe. Sie leben dort im absoluten Elend. 2009 unterzeichnete die Regierung ein "Rücknahmeabkommen" mit Deutschland. Jetzt beginnt eine der größten Abschiebewellen seit vielen Jahren. Noch ist es hier nicht wie in Niedersachsen oder NRW, wo viele Roma-Familien in den letzten Monaten nachts aus den Betten gezerrt und von der Bundespolizei ins Flugzeug nach Pristina gesteckt wurden. Aber auch hier ist der Druck enorm: „Hier bitte unterschreiben! Sonst können wir nichts für sie tun," heißt es auf der Ausländerbehörde, wenn man den Familien eine Erklärung zur „freiwilligen Ausreise" unter die Nase hält. Einige konnten dem Druck nicht mehr standhalten und haben unterschrieben -- doch von „freiwillig" kann keine Rede sein. Denn wer im Kosovo ankommt, kann dort nicht überleben. Es gibt für Roma keine Jobs, keine Wohnungen und keinen Schutz vor gewalttätigen Übergriffen. Die meisten der in das Nato-Protektorat abgeschobenen Roma müssen schnell wieder fliehen und landen in Mazedonien oder Serbien. Doch als "illegale Ausländer", haben sie auch dort keine Rechte und müssen oft vom Müll auf der Straße leben. Im Juli stellte eine UNICEF-Studie fest, dass die 5.000 Roma-Kinder, die aus Deutschland ins Kosovo abgeschoben werden sollen, kaum Aussicht auf Schulbildung, medizinische Versorgung und gesellschaftliche Integration haben. Stattdessen drohe den meist in "Nacht-und-Nebel- Aktionen" abgeschobenen Familien "Perspektivlosigkeit, extreme Armut, Heimatund Identitätslosigkeit". Während der NS-Zeit wurden bis zu 500.000 Sinti und Roma von den Nazis ermordet. Heute aber weigert Deutschland sich, sie zu schützen. Statt dessen werden sie in den Kosovo abgeschoben, einen Staat, der im Zuge einer „ethnischer Säuberungen" geschaffen wurde. Die meisten Flüchtlinge in Deutschland sind von ähnlichen Sorgen geplagt, wie die Roma. Es gibt auch mit dem Folterstaat Syrien ein Rückübernahmeabkommen. Bisher gab es von der rot-grünen Regierung Bremens nur Lippenbekenntnisse. Doch sie muss praktisch unter Beweis stellen, dass sie sich von CDU und FDP unterscheidet: Wir fordern einen konsequenten Abschiebestop und Aufenthaltsrecht! karawane für die rechte der flüchtlinge und migrantInnen http://.thecaravan.org! bündnis roma solidarität bremen http://www.alle-bleiben.info bremer friedensforum http://www.bremerfriedensforum.de flüchtlingsrat bremen http://www.nds-fluerat.org/bremenBulgaria: Sofia Mulls Law Curbing Roma Birth Rate - Novinite.com - Sofia News Agency
Hat das Meeting stattgefunden ?alle bleiben! Deutschland schaut weg und schiebt ab
Dass Roma während der Herrschaftszeit der Nationalsozialisten aus rassistischen Motiven diskriminiert, verfolgt und ermordet wurden, ist mittlerweile anerkannt und auch allgemein bekannt. Das dies aber auch unter Befehl der deutschen Besatzer im Balkan geschah, ist weit weniger Menschen bewusst. Jugoslawien wurde im Jahr 1941 schnell besiegt und von da an von Deutschland und seinen Verbündeten besetzt. Auf den Zerfall Jugoslawiens folgten Partisanenkämpfe und die Unterdrückung der Bevölkerung. Beim Verdacht der Kooperation mit Partisanen wurden ganze Dörfer zerstört und die Bewohner ermordet oder verschleppt. Vernichtungslager gab es in Sajmiste, Bajnica, Crveni Krst und Jasenovac. Letzteres wurde wegen seiner Größe auch „Auschwitz des Balkans“ genannt. Gefangene wurden für getötete deutsche Soldaten, im Verhältnis von 100 für einen, als Vergeltung ermordet. Unter den Opfern waren auch zahlreiche Roma, die wie Juden aufgrund der nationalsozialistischen Rassenideologie als minderwertig angesehen und verfolgt wurden. Insbesondere für die Roma ist eine Schätzung der Opferzahlen aber schwierig, da sie meist nicht als Roma registriert wurden und oft direkt am Ort ihrer Aufgreifung als „Partisanen“ oder „Spione“ ermordet wurden. Es wird davon ausgegangen, dass um die 100.000 Roma während der deutschen Besatzung im Gebiet Jugoslawiens ihr Leben verloren. Helfer fand die Wehrmacht in Kroatien bei der faschistischen Armee der Ustascha und durch die neu gegründete, unter deutscher Führung stehende Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ (kroatische Nr. 1) und im Kosovo durch die Waffen-Gebirgs-Division der SS „Skanderbeg“ (albanische Nr. 1). Alle diese Truppen waren für ihre große Grausamkeit, mit der sie zahlreiche Kriegsverbrechen verübten, gefürchtet. Die überlebenden Roma wurden oft den Rest ihres Lebens von den Schreckenserlebnissen begleitet oder litten am Verlust ihrer Angehörigen. Gerechtigkeit gab es für sie keine. Auch nach dem Krieg blieben sie eine stark diskriminierte weitgehend rechtlose Minderheit. Als 1998 wieder Krieg ausbrach lebten noch einige Roma, für die die Erinnerungen an den 2. Weltkrieg noch präsent waren. Nach der Bombardierung durch die Nato unter deutscher Beteiligung und der darauf folgenden Rückkehr der zuvor vertriebenen Albaner kam es vielerorts zu Racheaktionen der UCK. Hierdurch erlebten diese Menschen eine weitere Katastrophe in ihrem Leben. Von Seiten extremistischer Albaner wurden die Roma der Kollaboration mit den Serben verdächtigt und vertrieben, verschleppt und ermordet. Der Rassismus gegen Roma hat in Kosovo bis heute eine große Verbreitung und Extremisten zeigen eine hohe Gewaltbereitschaft und große Verachtung gegenüber Minderheiten. Die Verbrechen an Roma im Jahr 1999 und danach wurden bis heute nicht richtig verfolgt und die Täter blieben unbestraft. Sichtbar wurde dies durch die jüngsten Enthüllungen über die Verstrickung des kosovarischen Regierungschefs, Hashim Thaci, in mafiöse Strukturen und Organhandel. Unter den Opfern dieses Organhandels sollen sich auch zahlreiche Roma befunden haben. Viele sind einfach verschwunden und gelten seitdem als vermisst. Ihre Hinterbliebenen leben oft bis heute unter Trauer und Angst, sind geflüchtet oder haben sich zum Schutz in Enklaven zurückgezogen. Weite Teile der Extremisten-Elite gelangten nach der Unabhängigkeit Kosovos an ranghohe Posten in Politik, Wirtschaft und Polizei. So kommt es, dass die von der UCK begründeten kriminellen Netzwerke, geschützt durch weit verbreitete Korruption und international einflussreiche Befehlshaber bis heute andauern. Noch 2008 gab es nachweißlich illegale Organtransplantationen in der Medicus-Klinik in Priština. Verständlich, dass sich viele Roma fürchten in dieses Land abgeschoben zu werden und dort ihren früheren Peinigern in mächtigen Positionen wieder zu begegnen. Abschiebung und Auslieferung in derartige Verhältnisse ist ein Verbrechen und angesichts der deutschen Vergangenheit besonders anrüchig. Möchten SIE in einem Land leben, das ihnen keine Sicherheit bietet und in dem Kriminelle an der Macht sind? Wohl kaum! Wir dürfen daher nicht zusehen, wie die Menschen, die hier Schutz gesucht haben, erneut einem Schicksal von Gefahr und Diskriminierung ausgesetzt werden. Es ist nötig, hier lebende Roma beim Aufbau einer Existenz in ihrer neuen Heimat Deutschland zu unterstützen anstatt ihnen Steine in Form von ausgrenzenden Sondergesetzen in den Weg zu legen. Es wird höchste Zeit für einen fairen Umgang mit den Roma! Sonst droht die Zerstörung der Zukunft vieler Unschuldiger. Alle Roma müssen die Möglichkeit bekommen ein Leben in Sicherheit und als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft zu führen. alle bleiben!Mobilisierungsveranstaltung in Berlin gegen Abschiebung von Roma nach Kosovo | The Caravan
Veranstaltung mit dem Roma-Aktivisten Miman Jasarovski ein. Er wird über die Vorbereitungen für Aktionen gegen die geplante Abschiebung von Roma nach Kosovo berichtenRoma-Abschiebung: Das verlorene Glück von Hiddestorf | Politik - Frankfurter Rundschau
Sie spielten im Fußballverein oder waren bei der Freiwilligen Feuerwehr - nun müssen sie in einer verlassenen Armeegarage leben: Wie zwei Roma-Jungen, aufgewachsen in Deutschland, in einem Lager im Nord-Kosovo landeten. Der Papa hat sich seinen kleinen Sohn auf die Schulter gesetzt. Beide lachen fröhlich in die Kamera. Der Weihnachtsbaum leuchtet bunt. Die Mama, hochschwanger, sitzt auf dem Sofa unter der Stehlampe und strahlt. Erinnerung an ein kleines Glück in Hiddestorf bei Hemmingen, Niedersachsen. Das Album mit dem Bild von Weihnachten 1997 steckt in einem säuberlich aufgeschichteten Stapel unter Omas Bett in Leposavic. Ordnung muss sein, wenn man zu zwölft auf fünfzehn Quadratmetern schläft. Die Familie aus Hemmingen lebt jetzt in der verlassenen Armeegarage einer Kleinstadt im Norden des Kosovo. Notdürftig eingezogene Pappwände trennen die Verschläge, in denen die Familien die Nächte und die meisten Tage verbringen. Im dritten Zimmer rechts wohnen die Hasanis. Sie haben die zugigen Ritzen des Betonschuppens mit knallbunten Decken verhängt. Sonnenlicht dringt hier keines ein. Sedat, der kleine Junge auf dem Foto, ist inzwischen 13, sein Bruder Nazmir ist zwölf. Beide sind in Hemmingen aufgewachsen. Jetzt sitzen sie im Schneidersitz auf einem Teppich und bewegen sich wie in Zeitlupe. Wenn sie erzählen, dann von früher. „Ich war gut in Mathe“, sagt Sedat. „Ich war bei der Freiwilligen Feuerwehr“, sagt Nazmir. Sie reden wie alte Männer über ihre Jugend. Was die beiden Jungen für ihr Leben hielten, endete jäh an einem Oktobertag 2009. Polizisten kamen in ihre schöne große Wohnung in Arnum bei Hemmingen und nahmen sie mit. Die Mutter musste ins Gefängnis, sagt Nazmir, „und wir kamen in so ein Jugendheim mit Gittern vor den Fenstern.“ Das Verhängnis kam plötzlich. Um sie nicht zu beunruhigen, hatte die Mutter nichts erzählt. Was den beiden Jungen aus Hemmingen widerfuhr, heißt „freiwillige Ausreise“. 1993, lange vor ihrer Geburt waren Mutter Halimi und Vater Mifai aus Jugoslawien nach Deutschland gekommen. Weil in ihrer Heimat Krieg herrschte, durften sie bleiben. Aus einem Übergangslager in Braunschweig wurden sie nach Hemmingen geschickt. Zwei Söhne wurden geboren, Nachkömmlinge. Die Eltern trennten sich, als beide noch klein waren, hielten aber Kontakt. Irgendwann war der Krieg aus. Mifai, der immer Arbeit hatte und inzwischen mit einer deutschen Partnerin ein Kind mit deutscher Staatsangehörigkeit hat, fiel unter das neue Bleiberecht. Die Mutter, die bei den Kindern geblieben war, nicht. „Die Behörden haben richtig Druck gemacht“, sagt Klaus Rudolph, der Anwalt der Familie in Laatzen. Als die Polizei kam, konnte er schon nichts mehr tun. Unter den Papieren, die Halime Hasani bei der Polizei unterschrieb, muss wohl eines mit dem Titel „freiwillige Ausreise“ gewesen sein. Das Lager in Leposavic liegt versteckt hinter der Hauptstraße. Die kahlen Flure zwischen den Verschlägen gehören den kleinen Kindern. Unter schwachen Glühbirnen toben sie herum, ein kleiner Junge pinkelt in hohem Bogen auf den Boden. Alle 187 Bewohner sind Roma oder Ashkali, wie die albanischsprachigen Zigeuner sich nennen. Das heißt nicht, dass sie einander verstehen würden. Einige sprechen Albanisch, andere Serbisch, wieder andere Romanes – oder Deutsch, wie Sedat und Nazmir. Seit das Kosovo unter internationaler Verwaltung stand, wurde alles immer gut dokumentiert. Nur geändert hat sich nichts. Viele bekommen Diclofenac, ein Rheumamittel, andere Akineton gegen Schüttellähmung. Von den Vätern hat kein einziger Arbeit. Roma-Abschiebungen Rund 10.000 Roma aus dem Kosovo sind „ausreisepflichtig“ und müssen damit rechnen, aus Deutschland abgeschoben zu werden. Die Hälfte von ihnen sind Kinder – wie es oft ihre Eltern waren, als sie Anfang der 90er Jahre mit Zehntausenden anderer Kosovaren in die Bundesrepublik kamen. Die Familiensprache ist in der Regel Deutsch. Während die Albaner nach Kriegsende 1999 alle zurückkehren mussten, durften die Roma bleiben. Das damals zuständige UN-Flüchtlingshilfswerk nahm sie nicht zurück, weil ihre Sicherheit nicht garantiert werden konnte. Im Frühjahr schloss die Bundesrepublik mit dem jetzt unabhängigen Kosovo ein Rücknahmeabkommen. Inzwischen ist eine ganze Generation in Deutschland herangewachsen. Fälle wie die Familie Hasani sind nicht selten. Der kosovarische Anwalt Hil Nrecaj, der die „Rückkehrer“ betreut, weiß von einer neunköpfigen Familie, bei der der Vater mit den Kindern nach Mazedonien, die Mutter aber ins Kosovo abgeschoben wurde. Der Vater landete in der Psychiatrie. Die Kinder dürfen nicht ins Kosovo. Einzig Nordrhein-Westfalen hat für den kalten Kosovo-Winter einen Abschiebestopp erlassen. Abgeschoben wird von den übrigen Ländern, wer kein Einkommen von 30 Prozent über dem Sozialhilfesatz nachweisen kann.wo bitte geht's hier zu den fakten? | gwr 343 | november 2009
10.000 Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, sollen demnächst in ihr Herkunftsland abgeschoben werden.Plenardebatten - Mittwoch, 3. Dezember 2008 - Europäische Roma-Strategie (Aussprache)
Daniel Cohn-Bendit im EU-Parlament zum Thema "Roma in der EU" - ganz aufschlußreich !




