Infos zum Thema piraterie
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- Hintergrundinformationen zu verschiedenen Problemen des afrikanischen Landes. Giftmüllmafia, Mogadishu in Trümmern, Piraterie, Land im Chaos. Traurig aber dennoch sehenswert!speichern vor 263 Tagen
- Vier Jugendliche und sechs Männer aus Somalia stehen ab Montag den 22.November 2010 vor dem Landgericht Hamburg – es ist der erste Piratenprozess seit 400 Jahren. Im 14. Jahrhundert war es Klaus Störtebecker, heute sind es bisher namenlose Menschen aus Somalia. Eines haben beide gemeinsam: es geht darum, den Reichtum gleichmäßiger auf dieser Welt zu verteilen. Bis zur Intervention von IWF und Weltbank zu Beginn der 80er Jahre basierte die sozioökonomische Struktur Somalias auf dem wechselseitigen Austausch zwischen nomadischen Hirten und traditionellen Bauern. Bis zu den 70er Jahren versorgte sich Somalia nahezu vollständig selbst. Von Mitte der 70er bis zur Mitte der 80er Jahre nahm die Lebensmittelhilfe zu und der billige überschüssige Weizen verdrängte die lokalen Produzenten vom Markt. Vom IWF verordnete Sparmaßnahmen deregulierten den Getreidemarkt und führten zu massiver Verarmung der Bauern. Die Sparmaßnahmen trafen auch die Hirten und ihr Vieh. Die Kommerzialisierung des Wasser setzte Bauern und Hirten zusätzlich unter Druck … Die Ausgaben im Gesundheitsbereich sanken um 75% von 1975 bis 1989. Der Schulbesuch sank um 41% und das führte zur Schließung von einem Viertel aller Grundschulen. Die realen Einkommen im öffentlichen Dienst sanken um 90%. Der totale Zusammenbruch des öffentlichen Sektors war die unausweichliche Konsequenz. …. Hungersnöte und der Zusammenbruch der Zivilgesellschaft führte dazu, dass Flüchtlinge und Milizen in die Hauptstadt Mogadischu strömten und schließlich zum Bürgerkrieg. Die dramatische Berichterstattung über Bürgerkrieg und Militärintervention ging so gut wie nie auf die eigentlichen Ursachen des Konfliktes ein, nämlich die sozioökonomische Desintegration als Folge der Strukturanpassungsprogramme des IWF. Entnommen: Globalisierung und Krieg von Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung IMI) Eine erste der vielen offenen Fragen lautet, ob der Vorwurf des Angriffs auf den Seeverkehr sowie versuchten erpresserischen Menschenraubs gegenüber diesen Menschen, die zum Zeitpunkt Ihrer Festnahme zum Teil völlig unterernährt und Minderjährig waren, tatsächlich schwerwiegender ist als der Vorwurf der Ausbeutung Afrikas durch neo-kolonialistische Länder. Ist institutionalisierter Diebstahl nicht viel schlimmer als Mundraub? Ist die Piraterie vor Somalia nicht eine Überlebensstrategie und eine Selbstverteidigung gegen das grenzenlose Freibeutertum der Großkonzerne und gegen die Interventionen der westlichen Mächte? Aus welcher Quelle schöpft der dritte Strafsenat des Hamburger Landgerichts seine Legitimität über die Jugendlichen und die Familienväter aus Somalia zu richten? Es ist seit Jahren bekannt, dass nicht nur der industrielle Fischfang sowohl die Fauna vor Somalia als auch die Arbeitsplätze der lokalen Fischer zerstört, sondern auch, dass Somalia und die Gewässer vor Somalia von der europäischen Industrie als Mülldeponie genutzt werden. Dies ist u.a. vom UnoUmweltschutzpropgramm Unep bestätigt. Tausende europäischer Soldaten, inklusive über 1400 deutscher Soldaten, und deren Kriegsschiffe werden von den europäischen Regierungen dafür bezahlt, dass Sie die Interessen der hiesigen Industrie schützen, also die Ausbeutung von Mensch und Natur in Afrika. Damit schützt das europäische Militär vorrangig nicht nur die Profite der Konzerne, sondern auch den Status Quo des Human Development Indexes – Reichtum in Europa durch Ausbeutung Afrikas. Über eine Million Flüchtlinge aus Somalia, also ca. 10% der Bevölkerung, gibt es bereits. Frontex sorgt dafür, dass diese mehrheitlich nicht nach Europa kommen, indem Flüchtlingsboote von der europäischen Grenzpolizei angegriffen und im Zweifel versenkt werden. Die Folgen der Ausbeutung Afrikas werden so noch verstärkt und Hoffnungen auf ein besseres Leben zerstört. GEGEN DIE NEOKOLONIALE AUSBEUTUNG AFRIKAS FÜR EINEN PARITÄTISCHEN EINSATZ DER WELTRESSOURCEN Montag den 22. November 2010 – 8:30 vor dem Landgericht Hamburg - Sievekingplatz 1 Aufruf der afrikanischen Diaspora in Hamburg und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnenspeichern vor 454 Tagen
- Kommerzielle Fischerboote wagen sich nicht mehr in Küstengewässer vor, melden afrikanische Fischer Laut Angaben des Fischereiverbandes der kenianischen Küstenstadt Malindi waren im vergangenen Jahr die Fänge besser als in den Jahren zuvor. Athan Seif, der Vorsitzende des Verbandes, führt die im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP darauf zurück, dass sich ausländische Fischkutter wegen der Piratengefahr nicht mehr in küstennahe Gewässer wagen. Über alle Fischarten hinweg gebe es eine erhebliche Vergrößerung der Bestände, erklärte der Inhaber des Unternehmens Kenya Deep Sea Fishing, Howard Lawrence-Brown. "Wir hatten im vergangenen Jahr die beste Speerfisch-Saison, die es je gab." Fisch wird billiger Auf dem Fischmarkt der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat das gestiegene Angebot laut AP sogar einen Preisverfall ausgelöst, weswegen sich die Händler über größere Umsatzzahlen freuen können. Eine 2009 veröffentlichte Studie der singapurischen Rajaratnam School of International Studies geht davon aus, dass vor der Küste Somalias jedes Jahr Fisch für 90 bis 300 Millionen Dollar illegal gefangen wird. Diese Menge entspricht laut FAO mehr Proteinen, als die internationale Gemeinschaft in Form von Hilfslieferungen ins Land bringt. Ein Drittel der zehn Millionen Somalier ist auf Lebensmittelhilfe angewiesen. 700 Schiffe aus aller Welt Insgesamt sind laut Angaben der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO 700 Schiffe aus aller Welt beteiligt, die in mehreren Fällen einheimische Fischer mit Hochdruckschläuchen, kochendem Wasser und sogar Schusswaffen abgedrängt haben. Clive Schofield, der Verfasser der Studie, sieht "eine besondere Ironie" darin, dass sich unter den Ländern, die Kriegsschiffe für die Piratenbekämpfung abstellen, auch Staaten befinden, deren Fischereiflotten an der Plünderung der somalischen Küstengewässer beteiligt sind. Dies rechtfertige keinesfalls Überfälle auf ausländische Schiffe. Die illegale Fischerei sei aber einer der Gründe für den Anstieg der Piraterie in den letzten Jahren. "Nicht die einzigen Piraten" Ohne Gewaltakte auf hoher See gutzuheißen, müsse man festhalten, dass die Somalier "nicht die einzigen Piraten, die in diesen Gewässern operieren" seien. Wenn man gegen die illegale Fischerei vorgehe, so Schofield, würde die die Legitimation der Piraten schwächen und zu einer besseren Ernährung der somalischen Bevölkerung beitragen. Auf ein schnelles Ende der Piratenüberfälle kann man laut Schofield trotzdem nicht hoffen: mit der Seeräuberei verdienen die Kriminellen, die derzeit über zehn Schiffe und 200 Seeleute in ihrer Gewalt haben, mehr, als sie mit geregelter Arbeit verdienen könnten. Solange es nicht gelinge, Frieden, Stabilität und Sicherheit in Somalia zu garantieren, werde es Überfälle geben.speichern vor 509 Tagen
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- Bachelorarbeit zum Thema "Musikkonsum im Zeitalter der Digital Natives", Piraterie und neue Habitualisierungen im Bereich Internet und digitales Zeitalter.speichern vor 552 Tagen
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- Das Zeitalter der Musikpiraten macht laut der Musikindustrie alles zunichte, was vorher jahrzehntelang einwandfrei funktionierte: die herkömmliche CD und die Vorstellung, dass man mit digitalisierter Musik als MP3 kein Geld machen kann. Dieser Artikel zeigt auf, dass Musikpiraten keineswegs alles kostenlos, schnell und sofort haben wollen. Viel eher nutzen sie die ihn gegebenen Möglichkeiten um sich in neue Musik reinzuhören. Bei Gefallen wir der Künstler mit dem legalen Kauf des Titels oder des ganzen Albums unterstützt.speichern vor 600 Tagen
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