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TP: "Zivilcourage offenkundig missbilligt"
Mouctar Bah, Gründer der Oury Jalloh-Gedenkinitiative, wurde von der Internationalen Liga für Menschenrechte ausgezeichnet – wenig später stand die Polizei vor seiner TüreDunkelfeld: Wenn Polizisten zu Tätern werden | Frankfurter Rundschau - Politik
Kurz nach Oury Jallohs Feuertod in Polizeigewahrsam, treffen sich in Halle 20 Führungskräfte der Polizei zu einer Besprechung. Polizeioberrat Reinhard S. sagt dabei: "Schwarze brennen eben malDer Vorgang Oury Jalloh
Der Vorgang Oury Jalloh Dessau 2005: An Händen und Füßen gefesselt verbrennt der Asylsuchende Oury Jalloh in einer Gewahrsamszelle. Zwei Jahre später sitzen Polizeibeamte auf der Anklagebank. War es unterlassene Hilfeleistung, Suizid oder ein rassistischer Mord? Der Ablauf der Ereignisse bleibt auch nach 59 Verhandlungstagen rätselhaft. Die Justiz steht überfordert vor einer Mauer aus Falschaussagen, Widersprüchen und Schweigen. Woher soll Licht ins Dunkel der deutschen Verhältnisse kommen? Köln 2010: Das Theater der Unterdrücker versucht den Fall zu rekonstruieren und setzt sich mit dem Komplex Asyl auseinander. Fest steht: Oury Jalloh starb dreimal. Es beginnt eine theatrale Suche nach dem Funken Wahrheit. Mit: Philipp Gramlich, Till Klein, Caro Kur und Patric Welzbacher Regie: Janosch Roloff Termine: 1., 2. und 3. September 19., 20. und 21. September 24., 25. und 26. Oktober 9., 10. und 11. November Beginn: 20:30 Uhr Ort: Theater Tiefrot Dagobertstr. 32, 50668 KölnOury Jalloh - Teaser
Der Tod Oury Jallohs ist mehr als ein Einzelfall, dahinter steckt mehr: Dessau und Sachsen-Anhalt haben Spitzenpositionen bei Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund, bezogen auf die Bevölkerungde.indymedia.org | Dessau, Oury Jalloh Demo 2.8.
300 Menschen beteiligten sich an der Demonstration in Dessau in Gedenken an den Mord an Oury Jalloh sowie um den öffentlichen Druck weiter aufrecht zu erhalten gegen die stattfindende Gerichts-FarceVerbrannter Asylbewerber Oury Jalloh: Was geschah in Gewahrsamszelle 5? | Frankfurter Rundschau
Oury Jalloh verbrannte vor sechs Jahren auf einer Polizeistation in Dessau, an Händen und Füßen auf dem Boden angekettet, am helllichten Tag, bei lebendigem Leibe. Ein Gericht versucht nun erneut, den skandalösen Fall aufzuklären. Bis sich der Name der Stadt Dessau zuallererst wieder mit dem Wörlitzer Gartenreich verbindet, mit Schlössern und Bauhaus-Kultur, wird noch viel Zeit vergehen. Nichts in der Stadt an der Elbe ist mehr, wie es war, seit am 7. Januar 2005 in der gefliesten Gewahrsamszelle Nummer 5 des örtlichen Polizeireviers der schwarze Asylbewerber Oury Jalloh, an Händen und Füßen auf dem Boden angekettet, am helllichten Tag bei lebendigem Leibe verbrannte. Und niemand ihn rettete. Weltweit erregte die Nachricht Aufsehen. Doch wie die Polizei, die Justiz, wie die Stadt mit dem furchtbaren Vorfall umgingen, beschädigt Dessaus Ruf bis heute. Die Polizei versuchte, die Umstände zu vertuschen. Die Stadt ignorierte den Tod, der damalige Bürgermeister ging nicht einmal zur Trauerfeier, der damalige Innenminister von Sachsen-Anhalt lehnte es ab, den Tatort, die Todeszelle, zu besichtigen. Mehr als zwei Jahre vergingen, bis gegen zwei am Unglückstag verantwortliche Polizisten ein Prozess eröffnet wurde, in dem sie der Mitschuld am Tod Jallohs angeklagt waren. Fast noch einmal so lange dauerte es, bis das Landgericht Dessau-Roßlau die beiden Beamten im Dezember 2009 freisprach. Und nun wird der Fall erneut verhandelt, diesmal vor dem Landgericht in Magdeburg. Beim ersten Prozess hatte der Vorsitzender Richter Manfred Steinhoff letztlich kapituliert: "Das hat mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun", rief er seinerzeit in den Gerichtssaal. Die befragten Polizisten hätten gelogen, verschwiegen und vertuscht und so den Rechtsstaat ausgehebelt. Deshalb sei eine Verurteilung unmöglich gewesen, versuchte er die aufgebrachten Zuschauer zu beruhigen. Besonders die Schwarzafrikaner aus Dessau, die den Prozess verfolgten und zunehmend aggressiver auf die Aussagen der Polizisten reagiert hatten, waren erbost. Bei der Bekanntgabe des Freispruchs schrien sie "Ihr Lügner, Ihr Mörder". Steinhoffs Ansprache sollte ihre Wut kappen. Seine schriftliche Ausführung des Urteils knapp drei Monate darauf sah freilich ganz anders aus. Da attestierte Richter Steinhoff den Angeklagten, sich "pflichtgemäß" verhalten zu haben. Zweifel an dem geschildertem Geschehen am Unglückstag kamen nicht mehr vor. Was den Richter veranlasst hat, das schriftliche Urteil so abzuschwächen, darüber spricht er nicht. Entsetzte Prozessbeobachter Vor einem Jahr, genau am fünften Todestag des Asylbewerbers Oury Jalloh aus Sierra Leone, hob der Bundesgerichtshof in Karlsruhe den Dessauer Freispruch gegen den Polizei-Dienstgruppenleiter Andreas S. wieder auf. Angehörige Jallohs und Freunde waren erleichtert. Die Vorsitzende Richterin Ingeborg Tepperwien ordnete an, den Fall komplett neu zu verhandeln, die Urteilsbegründung sei lückenhaft, die Beweisführung nicht nachvollziehbar und das Verhalten des Polizisten S. alles andere als pflichtgemäß. Deshalb steht Andreas S. ab heute wieder vor Gericht. Die Schwarzafrikaner aus Dessau werden wieder im Saal sitzen. Unter ihnen Mouctar Bah, ein Freund Oury Jallohs. Er hat Spenden gesammelt, um auch zu diesem Prozess die Mutter und den Bruder des Toten nach Deutschland zu holen. Er war es, der Jallohs Eltern damals anrief, um ihnen zu sagen: Euer Sohn ist tot, verbrannt in einer Polizeizelle. "Wie ist so etwas möglich, mitten in Deutschland?", fragte die Mutter. Sie konnte es nicht fassen. Mouctar Bah aus Guinea betrieb in Dessau ein Tele-Café, einen Telefonladen, in dem die Afrikaner nach Hause telefonierten, sich trafen, aßen, schwatzten. Er sorgte vor sechs Jahren dafür, dass der Fall Oury Jalloh öffentlich wurde, nachdem die Polizei zunächst den "Selbstmord eines Asylbewerbers" in einer Haftzelle meldete. Mit einigen Mitstreitern organisierte er Proteste, forderte die vollständige Aufklärung des Falls. Anti-Rassismus-Gruppen in ganz Deutschland schlossen sich an, internationale Menschenrechtsinitiativen sandten Beobachter zu dem Prozess nach Dessau - und waren bestürzt darüber, was sie dort erlebten. Mouctar Bahs Engagement schien in Dessau nicht willkommen. Man nahm ihm den Laden weg, angeblich, weil er Dealer in dem Tele-Café dulde. Die Vorwürfe konnten zwar nie erhärtet werden, dennoch, ein Deutscher übernahm den Laden. Anfangs arbeitete Bah noch dort mit. Als in der Zeitung stand, dass die Internationale Liga für Menschenrechte ihm für seine Zivilcourage die Carl-von-Ossietzky-Medaille verleihe, gab es gleich wieder eine Razzia im Laden. Man beschuldigte Bah, mit Diebesgut zu handeln. Auch dafür gab es keine Beweise, wie die Staatsanwaltschaft hinterher einräumen musste. Eine Reporterin des Deutschlandfunks recherchierte, dass die angeblich gesuchten Kleidungsstücke einem Modehaus gar nicht abhanden gekommen waren. "Die wollten mich hier eben loswerden", sagt Mouctar Bah.Umbruch Bildarchiv Fotos: Oury Jalloh - Demonstration am 6. Todestag in Dessau
Oury Jalloh - Prozeßbeginn am 12. Januar in Magdeburg Am 07.01.2005 verbrannte Oury Jalloh im Polizeigewahrsam. Gefesselt an einer feuerfesten Matratze soll er das Feuer selbst gelegt haben. Doch zahlreiche Indizien sprechen gegen diese Version: ein gebrochenes Nasenbein, eine verschwundene Videoaufzeichnung, ein erst nachträglich aufgefundenes Feuerzeug, eine verdächtige Flüssigkeit und das Ausschalten des Feueralarms in der Nacht. Der erste Prozess in Dessau war eine Farce, die beiden angeklagten Polizeibeamten wurden freigesprochen. In seiner Urteilsbegründung räumte der Vorsitzende Richter Steinhoff damals ein, daß die Verhandlung "trotz aller Bemühungen schlicht und ergreifend gescheitert" sei. Angesichts des Schweigens, der Lügen und Vertuschungen der befragten Polizeizeugen habe das Gericht keine Chance gehabt, den Fall aufzuklären. Nun wird in nächster Instanz verhandelt. Der Prozess gegen den verbliebenen Polizeibeamten Schubert beginnt am 12. Januar um 9.30 Uhr im Magdeburger Landgericht. Eine Mahnwache ist von 9 bis 16 Uhr angemeldet. Am Todestag von Oury Jalloh demonstrierten auch in diesem Jahr etwa 150-200 Menschen durch Dessau. Sie forderten Aufklärung und Gerechtigkeit und eine Anklage gegen die verantwortlichen Polizeibeamten wegen Mordes. Mit mitgetragenen Särgen erinnerten sie an die Namen weiterer Todesopfer rassistischer Gewalt: Dominique Koumadio, Halim Dener, Markus Omafuma, Mohammad Selah, Arumugasamy Subramaniam. Hier einige Bilder von der Demonstration. Weitere Prozesstermine: Fr, 14. Januar 2011, 9.30 Uhr, Fr, 21. Januar 2011, 9.30 Uhr, Fr, 4. Februar 2011, 9.30 Uhr, Do, 10. Februar 2011, 9.30 Uhr, Fr, 11. Februar 2011, 9.30 Uhr, Do, 3. März 2011, 9.30 Uhr, Fr, 4. März 2011, 9.30 Uhr, Do, 10. März 2011, 9.30 Uhr, Fr, 11. März 2011, 9.30 Uhr, Do, 31. März 2011, 9.30 Uhr, Fr, 1. April 2011, 9.30 Uhr, Do, 7. April 2011, 9.30 Uhr, Fr, 8. April 2011, 9.30 Uhr, Do, 14. April 2011, 9.30 Uhr, Fr, 15. April 2011, 9.30 Uhr, Do, 28. April 2011, 9.30 Uhr, Do, 5. Mai 2011, 9.30 Uhr, Do, 12. Mai 2011, 9.30 Uhr, Do, 19. Mai 2011, 9.30 Uhr, Do, 26. Mai 2011, 9.30 Uhr08.01.2010: Freispruch kassiert (Tageszeitung junge Welt)
Der Prozeß um den Tod des afrikanischen Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle muß neu aufgerollt werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag entschieden08.07.2009: »Polizisten haben gelogen, das Gericht hörte zu« (Tageszeitung junge Welt)
Ausstellung über den Tod des in Dessauer Polizeigewahrsam verbrannten Flüchtlings Oury Jalloh eröffnet in Berlin. Ein Gespräch mit Yufanyi MboloRöda Verb: Oury Jalloh: DAS WAR MORD!
Idag är det den femte årsdagen sedan Oury Jalloh mördades av tysk polis.26.3.10 19 Uhr Videokundgebung vor dem Justizzentrum Magdeburg (Breiter Weg)
Wir zeigen den Film „Der Tod in der Zelle – Warum starb Oury Jalloh“. Oury verbrannte in der Nacht zum 7.1.2005, an Händen und Füßen gefesselt in einer Zelle des Polizeireviers Dessau.Urteil im Jalloh-Prozess aufgehoben: Neuer Blick auf den Flammentod - taz.de
Der Bundesgerichtshof hebt den Freispruch für den Dessauer Polizisten auf. Er soll den Tod von Ouri Jalloh verursacht haben, der in seiner Zelle qualvoll verbrannte.Bundesgerichtshof verhandelt über den Fall Oury Jalloh - Aufruf zur Beobachtung | The Caravan
5 Jahre nach dem Tod des Flüchtlings Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle und 1 Jahr nach dem Freispruch der beteiligten Polizisten diskutiert am 17.12.09 der Bundesgerichtshof über RevisionBerlin: Ausstellung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh | The Caravan
Ausstellung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh mit Bildern von Umbruch Bildarchiv und Thomsen – Design Oury Jalloh ist Januar 2005 bei lebendigem Leibe im Polizeigewahrsam in Dessau verbranntDemo in Gedenken an OURY JALLOH, LAYE KONDE und alle anderen Opfer rassistischer Polizeibrutalität
3 Jahre, 11 Monate und 1 Tag nach Oury Jallohs Tod in Zelle Nr. 5 der Dessauer Polizei wurden zwei Polizeibeamte von der Schuld freigesprochen, zum unerklärten Tod von Oury Jalloh beigetragen zu habePolizeiaktion gegen Telecafe und Mouctar Bah vor Gerichtstermin im Fall OURY JALLOH | The Caravan
Mehrere Polizisten drangen am 16.12.09 in das Telecafe ein, wo nach dem grausamen Tod Oury Jallohs sein Freund Mouctar Bah zusammen mit anderen die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ gründeten.


