Infos zum Thema lesetechnik
2 Webseiten
- "Lesen ist keineswegs ein bloßes Dekodieren der Buchstaben, Wörter und Sätze eines Textes, sondern ein individueller Konstruktionsprozess. Der Leser bringt sein Wissen ein, aktiviert seine Vorkenntnisse zum Thema und greift auf frühere Leseerfahrungen zurück. Das Leseverstehen wird durch unterschiedliche Assoziationen, Gedankenspiele, Erinnerungen, Hypothesen, Empfindungen, Aha-Erlebnisse, aber auch durch Fragen, Widersprüche, Ängste, Verzweiflung und gar Empörung auf sehr individuelle Art begleitet. Leseverstehen als Gefühl des Verstanden-Habens stellt sich erst ein, wenn sich ein befriedigendes Sinnverständnis aufgebaut hat, wenn das Neue dem Alten passend zugeordnet ist, wenn Sinnlücken geschlossen sind und wenn Kohärenz erfahren wird, d.h. wenn alles zueinander passt. Ganz entscheidend ist das Gefühl 'etwas dazugelernt zu haben'. Dazu muss der Text eine geeignete 'kognitive Dissonanz' zum Wissen des Lesers bereithalten, die erfolgreich bewältigt wird. Wenn das geschieht, dann sagt der Leser: 'Der Text hat mir etwas gegeben.' Leseverstehen folgt auch dem Matthäus-Prinzip: Wer hat dem wird gegeben: Wer bereits über eine solide Wissensgrundlage verfügt, dem gibt der Text noch mehr." Leisen im Basisartikelspeichern vor 63 Tagen
- Glosse über den Unsinn, sich das Wichtigste merken zu müssen, Lesezeichen verwalten zu müssen... Das Internet ist zum Vergessen da!speichern vor 301 Tagen

