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Herbert Malecha, eine berühmte Geschichte, ein unbekannter Mensch
Herbert Malechas Kurzgeschichte »Die Probe« kennt nahezu jeder. Seine zweite Geschichte »Prohaske und das große Leben« ist ein bemerkenswerter Text. Wer ist dieser Meister der Kurzgeschichte?"Druckpunkt" - Erzählung von Marcus Hammerschmitt
Kurzgeschichte über die berufliche Neuorientierung eines ScharfschützenLiteraturcommunity « Romanwettbewerb, Literatur, Schreibwettbewerb,
meine Erzählung : Neues vom LebenWeihnachtskrimi Weihnachtsessen Polizei Weihnachten Krimi Marcel Mellor
Tür 1 im Adventskalender :)Bruce und Cathy | Mister Wong
Bruce Bourker ging über die Straße. Er war diesen Weg schon oft gegangen, seine Füße fanden den Weg von allein. Er hatte Zeit seine Gedanken schweifen zu lassen, aber wohin? Wohin sollte er sie senden? Seine Gedanken könnten die Zukunft modellieren – unnütz. Seine Zukunft war vergeben, verplant. Von ihm selbst. Es war eine gesicherte Zukunft. Gepolstert, abgeschirmt gegen mögliche Unbill so gut es eben geht – alles das, was Geld an Schutz bieten kann, hatte er aufgeboten, um sich abzuschirmen gegen Eventualitäten und das Schicksal. Es sollte ihn nicht unvorbereitet treffen. Und nun dieses: Harmlos, gleichgültig näherte sich ihm etwas, was es nicht geben konnte – das Bild, was er vor Jahren verbannt hatte, die Frauengestalt, die ihm alles genommen und alles gegeben hatte – sie kam ihm entgegen. Bruce blieb stehen mitten auf der Straße. Cathy ging an ihm vorüber. Ihre Schulter berührte fast seinen Anzug, doch sie beachtete ihn nicht. Sie hatte Kopfhörer auf. „Cathy“, sagte er. Sie ging weiter. Er folgte ihr. Er berührte sie an der Schulter. Sie nahm ihre Kopfhörer ab und blickte ihn an. „Sie stören mich gerade bei meiner Prüfungsvorbereitung für mein Medizin-Studium. Wissen Sie, dass es gefährlich ist, Menschen herauszureißen aus ihren meditativen Mnemotechnikübungen? Ganz gefährliche Neuronenverbindungen können spontan zerreißen und nie wieder zusammenwachsen. Das ist kaum zu verantworten.“ Bruce betrachtete sie ausführlich und ging dabei etwas um sie herum. „Unglaublich, du bist Cathy – tadellos erhalten – du siehst genauso aus wie vor 20 Jahren. Wie machst du das?“ Cathy ging einen Schritt zurück von ihm. „Vor zwanzig Jahren sah ich mir gar nicht ähnlich. Das Embryonenhafte und meine jetzige Größe machen einen Vergleich äußerst schwierig. Es muss eine Verwechslung sein. Darf ich jetzt ungestört weitergehen oder muss ich hier noch länger stehen bleiben am Straßenrand, um irgendeine aberwitzige und irrelevante Verwechslung aufzuklären?“ Bruce sog die Luft tief ein und beugte seinen Kopf ihr entgegen. „Unglaublich, dieser Geruch. Ganz meine Cathy. Deine Stimme ist ein wenig anders. Rauer, aggressiver. Ist dir etwas Arges widerfahren? Schlimme Geschehnisse, an denen ich Schuld habe?“ Cathy drehte sich von ihm weg. Sie stand nun vor einer Schaufensterscheibe. In der Scheibe spiegelten sie sich und sie sah den gespiegelten Bruce an. „Eine unheimliche Anmache ist dieses, schauderhaft. Könnten Sie sich jetzt bitte entfernen. Sie sind uralt, ich habe keinerlei Interesse an Ihnen. Sie könnten mein Vater sein.“ Sie stupste Bruce mit ihrem Zeigefinger gegen die Brust und ließ ihn rückwärts gehen. „Ich habe hier mein Pfefferspray in meiner Umhängetasche. Das war es, mein Herr. Wenden Sie sich und gehen Sie brav ihren korrupten Geschäften nach. Denn das sind Sie doch, wenn ich es mir so betrachte: ein biederer Geschäftsmann mit Aktenköfferchen – die perfekte Verkleidung für die Korruption, die unseren Staat zersetzt, zerfrisst, wie eine hungrige Larve.“ Bruce lehnte sich gegen die Schaufensterscheibe und wischte sich über die Stirn. „Äußerlich Cathy und innerlich ein Dämon. Was ist geschehen? Wieso steht die Zeit still? Ich hatte dich verbannt! Deinen Anblick konnte ich nicht länger ertragen. In meinem Inneren hat die Erinnerung an dich gewütet berserkerhaft, vernichtet, was an gesundem Verstand noch übriggeblieben war – ich verkrafte deinen Anblick nicht! Ein gebrochenes Herz, eine gebrochene Seele – das hast du hinterlassen – und das wohl mehr als einmal. Bist du wie ein Schmetterling weiter geflogen zum Nächsten, hast ihn zerstört, dein grausames Werk verrichtet? Ach Cathy, ich habe dich geliebt.“ Bruce hatte Tränen in den Augen. Cathy reichte ihm ein Papiertaschentuch. „Sie ziehen alle Register! Erst der Trick mit dem vermeintlichen Wiedererkennen, dann der heulende Manager. Abgefahren! Allmählich finde ich Sie interessant. Hat Ihre Masche Erfolg? In meinem Psychologie-Seminar könnte ich eine Seminararbeit verfassen zu diesem Thema. Das wird ziemlich authentisch. Da befrage ich noch andere Freaks. – Wollen wir uns dort vor das Café setzen? Dieses freie Tischchen sieht doch sehr einladend aus.“ ...Bruce und Cathy
Bruce Bourker ging über die Straße. Er war diesen Weg schon oft gegangen, seine Füße fanden den Weg von allein. Er hatte Zeit seine Gedanken schweifen zu lassen, aber wohin? Wohin sollte er sie senden? Seine Gedanken könnten die Zukunft modellieren – unnütz. Seine Zukunft war vergeben, verplant. Von ihm selbst. Es war eine gesicherte Zukunft. Gepolstert, abgeschirmt gegen mögliche Unbill so gut es eben geht – alles das, was Geld an Schutz bieten kann, hatte er aufgeboten, um sich abzuschirmen gegen Eventualitäten und das Schicksal. Es sollte ihn nicht unvorbereitet treffen. Und nun dieses: Harmlos, gleichgültig näherte sich ihm etwas, was es nicht geben konnte – das Bild, was er vor Jahren verbannt hatte, die Frauengestalt, die ihm alles genommen und alles gegeben hatte – sie kam ihm entgegen. Bruce blieb stehen mitten auf der Straße. Cathy ging an ihm vorüber. Ihre Schulter berührte fast seinen Anzug, doch sie beachtete ihn nicht. Sie hatte Kopfhörer auf. „Cathy“, sagte er. Sie ging weiter. Er folgte ihr. Er berührte sie an der Schulter. Sie nahm ihre Kopfhörer ab und blickte ihn an. „Sie stören mich gerade bei meiner Prüfungsvorbereitung für mein Medizin-Studium. Wissen Sie, dass es gefährlich ist, Menschen herauszureißen aus ihren meditativen Mnemotechnikübungen? Ganz gefährliche Neuronenverbindungen können spontan zerreißen und nie wieder zusammenwachsen. Das ist kaum zu verantworten.“ Bruce betrachtete sie ausführlich und ging dabei etwas um sie herum. „Unglaublich, du bist Cathy – tadellos erhalten – du siehst genauso aus wie vor 20 Jahren. Wie machst du das?“ Cathy ging einen Schritt zurück von ihm. „Vor zwanzig Jahren sah ich mir gar nicht ähnlich. Das Embryonenhafte und meine jetzige Größe machen einen Vergleich äußerst schwierig. Es muss eine Verwechslung sein. Darf ich jetzt ungestört weitergehen oder muss ich hier noch länger stehen bleiben am Straßenrand, um irgendeine aberwitzige und irrelevante Verwechslung aufzuklären?“ Bruce sog die Luft tief ein und beugte seinen Kopf ihr entgegen. „Unglaublich, dieser Geruch. Ganz meine Cathy. Deine Stimme ist ein wenig anders. Rauer, aggressiver. Ist dir etwas Arges widerfahren? Schlimme Geschehnisse, an denen ich Schuld habe?“ Cathy drehte sich von ihm weg. Sie stand nun vor einer Schaufensterscheibe. In der Scheibe spiegelten sie sich und sie sah den gespiegelten Bruce an. „Eine unheimliche Anmache ist dieses, schauderhaft. Könnten Sie sich jetzt bitte entfernen. Sie sind uralt, ich habe keinerlei Interesse an Ihnen. Sie könnten mein Vater sein.“ Sie stupste Bruce mit ihrem Zeigefinger gegen die Brust und ließ ihn rückwärts gehen. „Ich habe hier mein Pfefferspray in meiner Umhängetasche. Das war es, mein Herr. Wenden Sie sich und gehen Sie brav ihren korrupten Geschäften nach. Denn das sind Sie doch, wenn ich es mir so betrachte: ein biederer Geschäftsmann mit Aktenköfferchen – die perfekte Verkleidung für die Korruption, die unseren Staat zersetzt, zerfrisst, wie eine hungrige Larve.“ Bruce lehnte sich gegen die Schaufensterscheibe und wischte sich über die Stirn. „Äußerlich Cathy und innerlich ein Dämon. Was ist geschehen? Wieso steht die Zeit still? Ich hatte dich verbannt! Deinen Anblick konnte ich nicht länger ertragen. In meinem Inneren hat die Erinnerung an dich gewütet berserkerhaft, vernichtet, was an gesundem Verstand noch übriggeblieben war – ich verkrafte deinen Anblick nicht! Ein gebrochenes Herz, eine gebrochene Seele – das hast du hinterlassen – und das wohl mehr als einmal. Bist du wie ein Schmetterling weiter geflogen zum Nächsten, hast ihn zerstört, dein grausames Werk verrichtet? Ach Cathy, ich habe dich geliebt.“ Bruce hatte Tränen in den Augen. Cathy reichte ihm ein Papiertaschentuch. „Sie ziehen alle Register! Erst der Trick mit dem vermeintlichen Wiedererkennen, dann der heulende Manager. Abgefahren! Allmählich finde ich Sie interessant. Hat Ihre Masche Erfolg? In meinem Psychologie-Seminar könnte ich eine Seminararbeit verfassen zu diesem Thema. Das wird ziemlich authentisch. Da befrage ich noch andere Freaks. – Wollen wir uns dort vor das Café setzen? Dieses freie Tischchen sieht doch sehr einladend aus.“ ....Leixoletti.de - Kurzgeschichten: Interpretationen, Inhaltsangaben, Texte
Hier gibt's Inhaltsangaben und Interpretationen zu Kurzgeschichten von bekannten Autoren wie Hemingway, Borchert, Böll etc. und Artikel zum Thema SchreibenSeeldini. Eine humorvolle SF-Story
Seeldini bietet in seinem großen Jahrmarktszelt Seelenreisen an. Seine Kunden inhalieren das Jupiter-Gas Demonium und ihre Körper befinden sich auf schwebenden Liegen. Sie tauchen ein in das innere Jenseits. Doch was wird geschehen, wenn sie dort auf Luzifer stoßen, den verstoßenen Engel? Wird Luzifer ihre Seelen an sich reißen - oder wird er selber Interesse an Seeldinis Technik haben und versuchen diese für seine dämonischen Pläne einzusetzen? *** »Treten Sie näher meine Damen und Herren, wenn Sie den Mut haben. Sie suchen Transformation, Loslösung von Ihrer bisherigen Existenz? Kein Problem. Die Wissenschaft hat es möglich gemacht. Hinter diesem Vorhang könnten Sie zu dem werden, was Sie vermissen, was Sie herbeisehnen, ohne konkret zu ahnen, was es ist. Auch ich kann Ihnen nicht sagen, was Sie erwartet; es liegt alleine in Ihnen selbst verborgen und wartet darauf hervortreten zu dürfen. Was Sie angesammelt haben im Laufe Ihres Lebens, Verdrängtes, Unbeachtetes – gestatten Sie ihm Kontakt aufzunehmen mit Ihrer bewussten Persönlichkeit. Selbstherrlich regiert der Verstand über ein Reich, was er nicht im Mindesten kennt. Sie wähnen sich als Herrscher, als Lenker ihrer Lebenspläne? Haben Sie den Mut und erkennen Sie ihre eigene Ohnmacht. Doch danach – wenn Sie aus diesem Zelt wieder hervortreten – könnten Sie in der Tat machtvoller sein, vertrauter mit sich selbst und Sie blicken ein wenig hinter die Kulissen von sich selbst und dieser Welt, wenn Sie hinter diesen Vorhang treten. Kommen Sie. Ja, so ist es recht. Nur hereinspaziert. Dort an der Kasse zahlen Sie nur unglaubliche 15 Dimes. Sie haben gewiss schon davon gehört: von dem geheimnisvollen Jupiter-Gas Demonium. Begehrt ist es und sündhaft teuer. Für Sie aber heute, werde ich großzügig sein, freigiebig über jedes vernünftige Maß hinaus: ich werde Ihnen 5 Milliliter zum Inhalieren zur Verfügung stellen, jedem Einzelnen, der jetzt durch dieses Zelt hineintritt. Und nun meine Garantie: Wer unzufrieden ist nach dieser Séance, dieser Sitzung und Kontaktaufnahme mit dem inneren Jenseits, der bekommt sein Geld zurück, die ganzen 15 Dimes! Und ich zahle ihm noch zusätzlich zwei Dimes dazu. Ja, wir sind auf dem Jahrmarkt – ja, und es gibt Betrüger unter uns fahrenden Leuten. Aber sehe ich aus wie ein heruntergekommener Jahrmaktsschreier? Nein. Meine Kleidung ist feinstes Nunx, der Güteklasse vier. Kugelsicher, wärme-isolierend, hitzebeständig. Ich wäre bereit für den Trip in die Hölle, wenn es denn so weit kommt. Aber bislang habe ich Glück gehabt, keiner meiner Gäste hat sich als derart tiefsinniges Wesen erwiesen: Keinen Kontakt mit Satan und Co hat es bislang in meinem Zelt gegeben. Doch wir sind gewappnet. Nicht wahr?« Seeldini blickte zu seiner Kassiererin Kassandra hinüber. Auch sie trug ein Nunx-Gewand. Das schwarze, große Jahrmarktszelt schwebte etwas über dem Boden und die eintretenden Besucher mussten eine Treppe benutzen um hineinzugelangen. »Haben alle Platz genommen auf Ihren schwebenden Liegen? Sie merken, wenn Sie sich umsehen, dass ich ein Faible habe für das Schweben. Sicherlich, man könnte auch bodenhaftende Möbel verwenden. Aber wozu haben wir die Wissenschaft, wenn sie uns nicht auch die Freude ermöglicht an kleinen Spielereien. Machen Sie es sich bequem! Denn es könnte sein, dass es gleich unbequem wird. Wer weiß, was da kommen mag. Meine Assistentin Kassandra wird Ihnen nun das Jupiter-Gas Demonium servieren. Den zugehörigen Inhalator finden Sie am Kopfende unter Ihrer Liege. Die Geräusche und den Lärm, das Störende blenden wir jetzt aus durch die Spezialbeschichtung meines Zeltes. – So, jetzt dringt kein Laut mehr vom Jahrmarkt dieser Welt zu uns. Wir sind ganz beieinander. Und auch das wird sich ändern. Denn gleich werden Sie nur noch sich selbst begegnen. Doch keine Sorge. Ich bin bei Ihnen, wenn Sie mich brauchen. Ich habe Rat und Erfahrung. Weiß Sie aus schwierigsten Situationen herauszulotsen. Ich bin ihr getreuer Lotse. Sei dieses Zelt mein Schiff. Wir werden jedes Riff sicher umschiffen. Doch gehen Sie nicht von Bord! Entfernen Sie sich nicht weit. Nicht das erste Mal. Ich sehe einige Gesichter, die ich kenne und die es zum wiederholten Male versuchen, die Grenzen Ihres Ichs auszudehnen immer weiter, bis sie übereinstimmen mit der gesamten Welt. Bis sie eines sind mit der Welt. Deckungsgleich. Doch Anfänger sind wir im Grunde alle, wenn es darum geht den Bereich des inneren Ichs auszuloten. Unermesslich will uns seine Tiefe erscheinen. Wie ein unerforschtes Höhlenlabyrinth. Wer sich dort verirrt, wann wird der zurückkehren? – Wenn Sie meine Hilfe benötigen oder die Hilfe meiner Assistentin Kassandra, dann drücken Sie auf Ihrer Liege den schwarzen, sternenförmigen Knopf. ...Kurzgeschichte "Kater und Herz"
Eine meiner ersten Kurzgeschichten. Ich habe sie damals auf www.neon.de veröffentlicht. Viel Spaß beim Lesen, freue mich über Feedback.LITERRA - Die Welt der Literatur | Herzlich wilkommen bei LITERRA!
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