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de.indymedia.org | Kungebung vor Lager in Horst
11 Tage ist es her das ein junger Mann aus dem Lager in Horst beschlossen hat aus Protest gegen die unhaltbaren Zustände und die menschenunwürdige Unterbringung in einem Lager in den Hungerstreik zu treten. Nachdem sich weitere Flüchtlinge dem Protest anschlossen und auch ausserhalb des Lagers Menschen sich solidarisch erklärten wurde der öffentliche Druck gegen die Lagerleitung in Horst und die verantwortlichen Schreibtischtäter_innen immer größer. Gestern nun lud die Lagerleitung zu einer Besichtigung ein um dem Bild welches sich die Öffentlichkeit in den vergangenen Tagen von Horst machen konnte ihre Propaganda entgegenzusetzten. Die Lagerleitung lud die Opfer ihrer PR-Aktion für Mittwoch um 14:00 zu einer Besichtigung des Lagers ein. Unter Ihnen waren Vertreter_innen der Innenbehörde Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, verschiedene Vertreter_innen der Parteien, Delegierte der Flüchtlingsräte HH und MV sowie ausgewählte Pressevertreter_innen. Auffällig war das es sich bei den Vertreter_innen der Medien ausschliesslich um Journalist_innen jener Medien handelte welche jüngst eher Schlechtes über das Lager berichtet hatten. Ein Fotograph und eine Journalistin vom Spiegel sowie weitere große Agenturen mussten sich, dem nicht weiter eklärten, Besuchsverbot der Lagerleitung beugen und vor versclossener Tür ausharren was zu einigem Frust führte. Solidaritätsgruppen aus verschiedenen Städten hatten ab 13:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Lager angemeldet um sicherzustellen das die Delegation auch die Forderungen der Hungerstreikenden und der anderen Flüchtlinge wahrnehmen würde und um sich weiter solidarisch neben die Menschen im Lager Horst zustellen. Kaum war die Anlage ausgepackt und die ersten Stoffbahnen für Transparente aus den Autos geholt kamen Flüchtlinge um beim Aufbau zu helfen. Kinder verschönerten den Parkplatz mit Kreide und andere hängten Transparente an den Zaun. Kurz darauf wurden die Forderungen der Flüchtlinge über die Anlage verlesen. Es gab sehr schnell den Wunsch sie auch in diverse andere Sprachen zu übersetzten. So folgten Farsi, Serbokroatisch, Englisch, Französisch und Arabisch. Da die Menschen aus dem Lager zum Teil sogar zum Arzt ohne Übersetzer_in gehen müssen waren sie sehr froh das sie nun verstehen konnten. Die Forderungen laut durch die Anlage zu höhren gab ihnen Kraft und Freude. Als anschliessend die erste Live Musik durch die Boxen schallte begannen kleine Roma Jungs zu tanzen und umstehende unterstützen den Tanz durch lautes klatschen. Es dauerte nicht lange und aus der applaudierenden Menge formte sich eine große Tanzzone, wo all die Menschen die wir in den vergangenen Tagen entweder hinter dem Zaun oder davor kennen gelernt haben, die uns Ihre Befürchtungen über ihre Gesundheit und ihre Sorgen mitteilten, plötzlich alle Ihre Sorgen für einen Moment wegtanzen konnten. Es wurde zu Liedern wie "Willkommen in Europa" und zu von den Flüchtlingen mitgebrachter Musik getanzt. Langsam war der Zaun voll mit Transparenten und die Stimmung auf dem Höhepunkt. Es fehlte nur noch die Delegation. Die kam dann pünktlich um 14:00 in teuren Anzügen und mit nicht weniger teuren Karossen vorgefahren. Sie wurden sofort reingeführt um bloß nicht in Kontakt mit den draussen stehenden Flüchtlingen zu kommen. Die Flüchtlinge gingen aber mit Transparenten hinter her und suchten den Kontakt zur Delegation um mit ihnen über die Zustände in Horst und ihre Forderungen zu reden in der Hoffnung gehört zu werden. Die Delegation verschwand sehr schnell hinter einem Gebäude. Als wir sie suchten konnten wir sie von ausserhalb des Zaunes zusammengequetscht stehend vor der Krankenstation finden. Dort wurde Ihnen mitgeteilt das die Lagerleitung eine bestimmte Route vorbereitet hätte welche sie nicht verlassen sollten. Von außen entstand stark der Eindruck das die Lagerleitung die Delegationsmitglieder vor den Flüchtlingen "schützen" wollte um ein direktes Gespräch zu verhindern. Erste Station war dann die Krankenstation, welche natürlich klinisch rein, aufgeräumt und blitze-blank war. Was die Delegation in der Krankenstation nicht sah: Das dies der Ort ist wo seit Jahren eine Ärztin ihre Pflicht verletzt und ständig mehr Geschichten ans Licht kommen. Wo schwer kranke Menschen von ihr nicht ernstgenommen und missachtet werden. Wo schwere Erkrankungen zu spät oder ausschliesslich mit Schmerztabletten "behandelt" werden.de.indymedia.org | Hungerstreikende in Horst /Nostorf [Tag 10]
Zehn Tage nach Beginn des Hungerstreikes im Flüchtlings Lager Horst fanden sich auch heute wieder viele der Flüchtlinge zur Mittagszeit vor der, wie üblich hoffnungslos überfüllten, Kantine ein um Ihren Forderungen weiter Nachdruck zu verleihen. Auch wenn die vielen Tage Hungerstreik bereits deutliche Spuren bei den Menschen hinterlassen haben ist Ihnen doch ein ungebrochener Wille zum weitermachen anzusehen. Die Lagerleitung versucht Ihrerseits mit repressiven Maßnahmen, Drohungen und Abschottung den Hungerstreik zu beenden. Wurde zu Beginn den Streikenden zur Strafe die Arbeit im Lager entzogen und wurden die gemeinsamen Zimmer der Beteiligten aufgelöst und von einander getrennt, notieren sich mittlerweile die Wärter Namen von Flüchtlingen welche mit der Presse reden. Ebenfalls wird ganz offen Seitens der Lagerleitung mit Abschiebung bzw. deutlichen Nachteilen im Asylverfahren gedroht. Dennoch solidarisierten sich auch heute wieder zahlreiche Menschen mit Ihren kämpfenden Nachbarn. Unterstützt wurden Sie dabei von Aktivist_innen aus verschiedenen Städten. In den vergangenen Tagen ist es den Flüchtlingen gemeinsam mit vielen Aktivist_innen gelungen auf Ihre katastrophale Lage Aufmerksam zu machen. So treffen täglich mehr Pressevertreter_innen ein um sich ein Bild der Lage zu machen. Bereits am Samstag war Mehmet Yildis (die Linke) gemeinsam mit Journalist_innen vor Ort und wollte die Lager Bewohner_innen besuchen. Der Zutritt wurde Ihnen jedoch verwehrt. Als Grund wurde genannt das vom Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern ein Besuchsverbot bis einschließlich Montag 08:00 für das Lager verhängt wurde. Offensichtlich hält das Verbot immer noch an da auch heute wieder der Presse und anderen Besuchern der Einlass verwehrt wurde. Wegen des Besuchsverbotes mussten die angereisten Aktivist_innen auf dem angrenzenden Parkplatz stehen, welcher mit einem etwa zwei Meter hohen Zaun vom Lagergelände getrennt ist. In vielen Gesprächen am Zaun wurde immer deutlicher wie brisant die Lage für die Flüchtlinge geworden ist. Besonders erschreckend waren die Informationen über die medizinische Unterversorgung. Mehrfach wurde berichtet das fast alle Beschwerden, ob chronisch oder akut, mit Paracetamol-Tabletten behandelt werden. Ein junger Mann berichtete das er vor einiger Zeit, nachdem er im Lager zusammengebrochen war, in ein Krankenhaus in Boizenburg gebracht wurde. Er berichtete dem Arzt von starken Schmerzen in der Brust und von seinen, seit längerem auftretenden, Herzschmerzen. Nach Abschluss der Untersuchung gab Ihm der Arzt den Rat er solle mehr Sport machen, sich mehr bewegen und vielleicht mal Fahrrad fahren. Auf die Aussage hin das er kein Fahrrad habe und sich auch keines leisten kann sagte der Arzt nur: „Dann hast du wohl Pech gehabt!“. Bei den Gesprächen am Zaun lernten wir eine Familie mit zwei kleinen Kindern kennen von denen der eine Junge schwer behindert ist und bereits fünf Operationen hinter sich hat. Weitere werden folgen müssen, trotzdem sind er und seine Familie in Horst untergebracht wo eine nötige Behandlung nicht erfolgen wird. Nicht nur die Flüchtlinge halten diese Zustände für unerträglich auch wir sind der Meinung Horst und alle anderen Lager gehören versenkt! Wir werden weiterhin an der Seite der Menschen in Horst stehen um Sie zu unterstützen und gemeinsam mit Ihnen zu kämpfen! Das war vor dem Hungerstreik so, das wird während des Streikes so sein und wird auch nach dem Hungerstreik so bleiben! Heute wurde uns erzählt wie wichtig die Unterstützung für die Menschen vor Ort ist und es wurde um weitere Unterstützung gebeten! Morgen wird es zu weiteren Solidaritätskundgebungen vor Ort kommen und es wäre wichtig und schön wenn sich noch mehr Menschen auf den Weg nach Horst machen würden um die Streikenden zu stärken. Morgen findet die Begehung des Lagers mit VertreterInnen der Innenbehörden von HH und MV statt. Die Flüchtlingsräte MV und HH sind dazu eingeladen worden. Bereits heute beobachteten wir ein reges Kommen und Gehen verschiedener Zulieferer-Betriebe die offensichtlich das Bild einer „menschenwürdigen Unterbringung für Asylbewerber“ [Zitat: Herr Trzeba, Lagerleiter Horst] herzustellen versuchen. Freedom of Movement and the right to stay for all!Pelzig spricht mit Horst Seehofer
Pelzig unterhält sich mit Horst Seehofer, Sahra Wagenknecht und Karen Heumann.Migration: Totgeburt nach "Umverteilung" - taz.de
Asylbewerberin bringt totes Baby zur Welt, nachdem Krankenstation der Flüchtlingsunterkunft Horst auf Beschwerden nicht reagierte Flüchtlingsorganisationen nennen sie seit Längerem "miserabel": Die medizinische Betreuung in der mecklenburgischen Flüchtlingsunterkunft Horst (Kreis Ludwigslust) hat offenbar ein Todesopfer gefordert. Eine 41-jährige hochschwangere Ghanaerin wurde von den dortigen examinierten Krankenschwestern nach einem Blasensprung ohne weitere Untersuchung weggeschickt. In der Folge kam das Kind drei Tage später tot zur Welt. Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai dieses Jahres: Die hochschwangere Grace A., die illegal nach Deutschland eingereist war, weil der Vater ihres werdenden Kindes in Hamburg lebt, war von Hamburgs Innenbehörde kurz zuvor nach Horst "umverteilt" worden. Dort wird sie am 5. Mai im Krankenhaus untersucht, und als voraussichtlicher Geburtstermin ein Zeitraum zwischen dem 15. und 20 Mai errechnet. Anzeige Am 11. Mai erfährt Grace A., dass sie am folgenden Tag erneut verlegt werden soll: in die Unterkunft Jürgensdorf im Landkreis Demmin im Osten des Bundeslandes. Am selben Tag teilt sie auf der Krankenstation der Horster Unterkunft zwei Krankenschwestern mit, sie habe "Wasser verloren". Die Unterkunft Horst Die Unterkunft Horst liegt isoliert auf freiem Feld nahe der früheren innerdeutschen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Boizenburg und Lauenburg (Schleswig-Holstein). Rund 330 Flüchtlinge leben derzeit in Horst. 110 davon sind in Hamburg registrierte Flüchtlinge, die dort zur höchstens dreimonatigen Erstaufnahme untergebracht sind. Die Frau weiß nicht, dass das ein Zeichen für einen Blasensprung und der Fötus in höchster Gefahr ist - nun müsste die Geburt zwingend innerhalb von 24 Stunden eingeleitet werden. Nach Angaben von Grace A. fragen die Krankenschwestern - die nur radebrechend Englisch sprechen - ob sie "pain", also Schmerzen habe. Als A. verneint, wird sie weggeschickt. Sie solle wiederkommen, wenn doch noch Schmerzen kämen. Als das passiert, ist die Frau längst in Jürgensdorf: Am frühen Morgen des 13. Mai wacht sie in ihrer neuen Unterkunft mit starken Schmerzen auf und wird vom Notarzt ins Demminer Kreiskrankenhaus gebracht. Dort können die Ärzte nur noch den Tod des Kindes feststellen. Fast zehn Stunden quält sich die 41-Jährige, bis sie einen leblosen Jungen zur Welt gebracht hat. Das mecklenburgisch-vorpommersche Innenministerium in Schwerin schildert die entscheidende Begegnung zwischen der Ghanaerin und den Krankenschwestern in einer schriftlichen Stellungnahme anders: "In diesem Gespräch" habe A. geäußert "dass sie Wasser verloren hätte. Der medizinische Dienst nahm diese Aussage zum Anlass und bot Frau A. an, Sie noch am gleichen Tage nochmals beim Frauenarzt in Boizenburg vorzustellen. Dieses Angebot lehnte Frau A. ab und verließ den medizinischen Dienst." Das habe ihm seine Mandantin "ganz anders berichtet", sagt A.s Anwalt Mark Nerlinger. Doch sogar, wenn die Version des Ministeriums stimmen würde, "hätten die Krankenschwestern meine Mandantin nicht einfach fortschicken dürfen, sondern ihr klar machen müssen, dass sie sofort in die Klinik muss, um eine Geburt einleiten zu lassen". Nerlinger hat Strafanzeige wegen "unterlassener Hilfeleistung" und aller "infrage kommenden Delikte" gestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Glaubt man den betroffenen Frauen, ist es um die Sorgfalt gegenüber schwangeren Flüchtlingen in Horst insgesamt schlecht bestellt. Bei einem Pressetermin in der Unterkunft berichteten in der vergangenen Woche mehrere schwangere Bewohnerinnen der taz, dass ihnen jede gynäkologische Voruntersuchung verweigert worden sei. Schwangerschaftsbeschwerden würden in aller Regel nur mit Paracetamol behandelt. Inzwischen hat sich auch die Hamburger Ärztekammer in den Fall eingeschaltet: Laut Hamburger Ärzteblatt kritisierte sie den Umgang mit schwangeren Flüchtlingen gegenüber der Hamburger Innenbehörde "aufs Schärfste". Offenbar eine erfolgreiche Intervention: Die Behörde sagte zu, dass in Hamburg geduldete Frauen ab der 26. Schwangerschaftswoche zukünftig weder in andere Bundesländer umverteilt noch der Außenstelle Horst in Mecklenburg zugewiesen werden. "Wir freuen uns sehr über das Ergebnis", erklärt Hamburgs Ärztekammerchef Ulrich Montgomery. Er fügt aber auch hinzu: "Es sollten nun auch in anderen Fragen Taten folgen, um die medizinische Versorgung von Illegalen in Hamburg zu verbessern." Die Hamburgische Bürgerschaft beschäftigte sich auf Antrag der Linksfraktion mit der Unterkunft in Horst. Der Abgeordnete Mehmet Yildiz beklagte "die mangelhafte medizinische Versorgung", die darin gipfele dass "Frauen, die hochschwanger sind, von keinem Arzt betreut" würden. Während die CDU dort "keine menschenunwürdigen Zustände" feststellen konnte, bezeichnete die Innenexpertin des grünen Koalitionspartners, Antje Möller, Horst als "Einrichtung die nicht Integration" fördere - "sondern Isolation".Odenwald-Journal Odenwälder Heimat Zeitung ODW-Echo Online Darmstadt
Die Suchbegriffe "Thomas Gottschalk, Horst Schnur, Geburtstag, Krankheit, Zecken, SPD, Kreistag, Odenwaldkreis, Korruption und OREG" bringen mich nicht weiter.Kein Krieg! - Drohender Kriegsschauplatz Iran
Eine gelungene Infektion Über die Funktion eines Horst Mahler in der kriegsvorbereitenden Propagandakampagne gegen denLinke will eigenen Kandidaten aufstellen
Auch die Linkspartei will einen Kandidaten ins Rennen um die Wahl zum Bundespräsidenten schicken.Urban Dictionary: Define Your World
Urban Dictionary is a slang dictionary with your definitions. Define your world

