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BUND - Bundesverfassungsgericht bestätigt Haftung der Gentec-bauern
"Abmahnung für die Befürworter einer genmanipulierten Landwirtschaft". Die höchstrichterliche Bestätigung der Haftung bei gentechnischen Verunreinigungen von Nachbarfeldern sei ein großer Erfolg, sagte die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer in Karlsruhe: "Die Interessen der gentechnikfrei wirtschaftenden Landwirte und Lebensmittelproduzenten werden mit diesem Urteil gewahrt. Haften muss, wer genmanipulierte Pflanzen in Umlauf bringt." Das Gericht habe deutlich gesehen, dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen die Existenz konventionell und ökologisch wirtschaftender Landwirte gefährde. Positiv sei auch der weiterhin gewährleistete öffentliche Zugang zum Standortregister, das alle Äcker mit Gentech-Pflanzen verzeichne. Hinter der 2005 vom Land Sachsen-Anhalt eingereichten Verfassungsklage habe neben dem Gentechnik-Riesen Monsanto auch die damalige CDU/FDP-Landesregierung gestanden, so Moldenhauer. Unter Missachtung berechtigter Interessen der Bevölkerung hätten sich beide Parteien damit zum wiederholten Mal zu Lobbyisten bestimmter Industriezweige gemacht. In Umfragen seien stabile Mehrheiten von über 80 Prozent der Deutschen gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion.Genmanipulierte Insekten im Anflug - Natur - derStandard.at › Wissenschaft
Im EU-Raum bereitet man sich auf Anträge zur Freisetzung gentechnisch veränderter Tiere - speziell Insekten - vor. Das Umweltbundesamt (UBA) hat federführend eine Risikoanalyse über wissenschaftlichen Stand und mögliche Risiken durch solche Organismen im Auftrag der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ausgearbeitet. Die Studie mit dem Titel "Defining Environmental Risk Assessment Criteria for Genetically Modified Insects to be Placed on the EU Market" wurde in Kooperation mit der Universität Bern und der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) durchgeführt. Experte Andreas Heissenberger, Mitautor der Studie, erklärte, liegen nach den bisher bekannt gegebenen Ergebnissen von Labor- und Glashausversuchen mit gentechnisch veränderten Insekten keine Hinweise auf unmittelbare Gefahren für Mensch oder Umwelt durch solche Organismen vor. Man sei aber auch noch weit davon entfernt, Entwarnung geben zu können, betonte Heissenberger. Im Gegensatz etwa zu Pflanzen und Mikroorganismen sei der Erkenntnisstand über Nutzen und Gefahren der genetischen Manipulation von Tieren vergleichsweise gering. Dazu kommt, dass etwa Firmen die Ergebnisse von Vorversuchen im Labor oder in geschlossenen Einheiten erst mit der Antragstellung zur Freisetzung bekanntgeben müssen.Immer mehr Lebensmittelhersteller vermeiden Gentechnik
Welche Unternehmen ihr Angebot an gentechnikfreien Produkten ausgeweitet haben, zeigt der neue Greenpeace-Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik.

