Infos zum Thema flughafen
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- Kaisersesch - Die in Kaisersesch aufgewachsenen Geschwister Alik (14) und Kristina (15) wurden im Juni mit ihrem Vater nach Armenien abgeschoben. Gestern durften sie zur Mutter Sarina zurückkehren. Endlich wieder zusammen: Nach Wochen des Wartens sitzt die Familie Muradjan-Heirapetjan - Alik, Kristin, sarina und Vater Albert - mit Freunden und Helfern zusammen um den Tisch in Kaisersesch. Die seit zehn Jahren in Kaisersesch lebende Flüchtlingsfamilie Muradjan-Heirapetjan, die Anfang Juni auseinandergerissen wurde, weil Vater Albert mit seinen Kindern Alik (14) und Kristina (15) nach Armenien abgeschoben wurde, ist wieder glücklich vereint. Die Rückkehr der Familie hat das armenische Innenministerium veranlasst, weil dieses die armenische Staatsangehörigkeit der Familie ausschließt (die RZ berichtete). Albert, Alik und Kristina werden am Flughafen sehnlich von Mutter Sarina und Kristinas Freundinnen, Christiane, Lara und Steffi erwartet. Holger Haupt aus Cochem hat sie alle nach Frankfurt gefahren. Gute Nerven brauchen die Abholer, um die vierstündige Wartezeit zu überstehen, bis die Rückkehrer endlich von der Flughafenpolizei entlassen werden. Zum Empfangskomitee gehört auch Wanda Wahnsiedler, Mitarbeiterin der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die die Rückkehr der Familie erreicht hat. Am Abend kommt die ganze Gruppe in Kaisersesch an, wo sie von Freunden, Verwandten und Nachbarn erwartet wird. Die Küche ist mit Girlanden und Willkommensschild geschmückt, der Esstisch festlich gedeckt. Doch die Kinder haben keinen Blick für die kaukasischen Köstlichkeiten. Alik stürmt in sein Zimmer und beginnt hektisch, seinen Koffer auszupacken. Er ist auffallend still, und seine kleinen Freunde Alex und Alina hocken ebenso schweigsam neben ihm auf dem Boden. Auch Kristina zieht sich mit ihren Freundinnen in ihr Zimmer zurück. Sie beginnt zu erzählen, und ihre Freundinnen machen große Augen bei ihrem Bericht: In Eriwan stehen sie ohne Papiere da. Die Flughafenpolizei lässt sie nach einer Nacht „in einem Zimmer ohne Betten“ schließlich gehen. Aber wohin? Sechs Wochen „wohnt“ die Familie im Flughafen, verkauft ihre Kleider, um sich Essen kaufen zu können. Später lässt sie ein mitleidiger Taxifahrer in einem verfallenen Gartenhaus wohnen. Kristina: „Es war ein Albtraum, aus dem ich jetzt erwache.“speichern vor 499 Tagen

