Infos zum Thema elfenbeinküste
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- Leaked French Documents Show Cote d'Ivoire Strategy at UN of France on Liberia, Mali & Even San Franciscospeichern vor 409 Tagen
- In Westafrika hat die »internationale Gemeinschaft« einen Kriegsverbrecher an die Macht geschossen. Welle von UN-mandatierten Militärinterventionen seit 1992 --- Frankreich und die UNO, repräsentiert durch ihren Generalsekretär Ban Ki Moon, haben mit ihrem militärischen Handstreich einem Kriegsverbrecher zur Macht verholfen. Seit voriger Woche nahmen die Berichte über grausame Massaker zu, die die Milizen von Ouattara bei ihrem raschen Vormarsch aus dem Norden auf Abidjan, die bedeutendste Stadt des Landes, begangen haben. Das bezeugen ein umfangreicher Bericht der US-amerikanischen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), aber auch Untersuchungen des Internationalen Roten Kreuzes und des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen. Das 13 Seiten lange Papier von HRW, das sich hauptsächlich auf Gespräche mit geflüchteten Überlebenden stützt, ist im Internet zu finden. Die Erkenntnisse des UN-Büros beruhen auf der Untersuchung mehrerer Massengräber, die inzwischen gefunden wurden. Die Opfer waren zum Teil mit Macheten zerhackt, lebendig verbrannt oder in Brunnen geworfen worden. Zahlreiche Dörfer und Kleinstädte wurden geplündert und niedergebrannt. Wer nicht rechtzeitig flüchten konnte, vor allem Alte und Kranke, wurde ermordet. Viele Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt. Mehr als eine Million Menschen befinden sich innerhalb von Côte d’Ivoire auf der Flucht, 125000 haben sich über die Grenze nach Liberia gerettet. Zwar konstatieren die Berichte, daß Verbrechen von beiden Bürgerkriegsparteien begangen wurden. Einig sind sie sich aber darin, daß die meisten Taten auf das Konto von Ouattaras Milizen und seiner liberianischen Söldner gehen. Sie richteten sich hauptsächlich und ganz gezielt gegen eine ethnische Gruppe, die überwiegend auf der Seite von Laurent Gbagbo steht. Der Sieg von Ouattaras Milizen bedeutet für Hunderttausende fortdauernde Gefahr. Aber der frühere Manager des Weltwährungsfonds (IWF) mit mehreren Studienabschlüssen in den USA hat einen wichtigen Bonus: In diesem Bürgerkrieg ist er für die »internationale Gemeinschaft« und ganz besonders für den Westen der Gute. Die UNO sieht in ihm den rechtmäßigen Präsidenten des Landes und hat deshalb den blutigen Vormarsch seiner Milizionäre und Söldner auf Abidjan wohlwollend und passiv beobachtet, obwohl es schon länger solide Hinweise auf massenhafte Kriegsverbrechen gab. Die EU hatte Ouattara noch vor seinem Sieg mitgeteilt, daß sie die gegen Côte d’Ivoire verhängten Sanktionen in Kürze aufheben will. Im Irak hatte das nach dem Sturz Saddam Husseins mehrere Jahre gedauert.speichern vor 410 Tagen
- Hintergrund Elfenbeinküstespeichern vor 413 Tagen
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- Der Mann vom IWF - Outtaraspeichern vor 502 Tagen
- Mehr als zwei Drittel des weltweit verkauften Kakoas stammen aus der Elfenbeinküste. Dort werden 10-jährige Kinder eingesetzt, um Plantagen anzulegen, Pestizide zu versprühen, Pflanzen zu ernten. Kinder, die in Burkina Faso und Mali in die Fänge organisierter Menschenhändler geraten waren, um sich wenig später auf ivorischen Kakaopflanzungen wiederzufinden. Sie schufteten ohne Bezahlung und bekamen gerade so viel zu essen, dass sie nicht verhungerten. Nachts wurden sie eingesperrt. Sie präsentierten schwere Verletzungen – zugefügt von ihren „Arbeitgebern“. Kinder ernten die reifen Früchte des Kakaos mit der Machete, danach befreien sie die Samen von Hand aus der Schale. In manchen Gegenden werden die Kerne anschließend in Trockenöfen getrocknet, die bis zu 60 Grad aufgeheizt werden. Außerdem werden die Pflanzen mit Pestiziden gespritzt (z.B. Thiodan), meist ohne Schutzkleidung. Wie viele andere Kinder, die in der Landwirtschaft arbeiten, schuften Kinder auf Kakaoplantagen meist über zwölf Stunden am Tag, sieben Tage die Woche - und das bei glühender Hitze. Sie bekommen sie oft Rückenschmerzen und andere Beschwerden vom Schleppen der schweren Kakaobohnensäcke und vom Umgang mit der Machete. Zusätzlich schwächen die gesundheitsschädlichen Pestizide ihre Körper, oft erbrechen sie oder bekommen Fieber. Mehr als 600.000 Kinder arbeiten auf Kakao-Plantagen und erfahren keine Schulausbildung. Das gibt dem Produkt-Namen "Kinderschokolade" eine völlig neue Bedeutung! Das aktuelle Greenpeace-Magazin berichtet in seiner Druck-Ausgabe ausführlicher darüber Kinderschokolade, Nutella, Yogurette, Duplo, hanuta, Mon Cheri, Rocher, Raffaello u.a. (Hersteller: ferrero) enthalten Kakao, der von Kindersklaven hergestellt wurde. Quelle After Eight, Choco Crossies & Choclait Chips, KIT KAT, LION, NUTS, ROLO, SMARTIES (Hersteller: Nestle) enthalten Kakao, der von Kindersklaven hergestellt wurde. Quelle Milka und Suchard (Hersteller: Kraft Foods / Phillip Morris) enthalten Kakao, der von Kindersklaven hergestellt wurde. Quelle Super Dickmann’s (Hersteller: Storck GmbH) enthalten Kakao, der von Kindersklaven hergestellt wurde. Quelle Mars, Milky Way, Snickers, Twix, Amicelli, Balisto, Banjo, Bounty, M&M’s, Maltesers, Teasers, Dove (Hersteller Mars Inc.) enthalten Kakao, der von Kindersklaven hergestellt wurde. Quelle Die Fima Ritter Sport hat angekündigt, ab 2009 nur noch Kakao zu verwenden, der ohne Kinderarbeit hergestellt wird. Allerdings ist bisher nicht zu erfahren, ob und wie weit dieses auch umgesetzt wurde. Mein Brief an Ferrero (wer schreibt auch einen?) "Nutella" ohne Kindersklavereispeichern vor 531 Tagen
- Rückschau: Elfenbeinküste Schokolade ohne bitteren Beigeschmack? NDR, Sonntag, 19. September 2010 Mali - eines der ärmsten Länder der Welt. Es heißt, dass Kinder aus Mali verschleppt und an die Kakao-Plantagen der Elfenbeinküste verkauft werden, um dort zu arbeiten. Die Behörden in Mali bestreiten, dass von hier aus Kinder verschleppt werden. Offen wollen nur wenige reden, deshalb werde ich auch mit versteckter Kamera arbeiten. Wir haben gehört, dass von dieser Busstation aus Kinder an die Elfenbeinküste gefahren werden. Es ist ein Drehkreuz für den Handel zwischen Mali und dem Nachbarland. Wir wollen mehr darüber wissen. Deshalb gehen wir zur Busfahrer-Gewerkschaft der Stadt. Hier soll es jemand geben, der mit uns reden will. Kinderhandel existiert noch immer Gibt es hier Kinderhandel? "Kinderhandel hat es hier immer gegeben", sagt Idrissa Kanté. "Von der Bus-Station werden ständig Kinder weggefahren. Die Jungen, die an die Elfenbeinküste gebracht werden, sind zwischen zwölf und 14 Jahren alt, die Mädchen zwischen elf und zwölf." Das kleine westafrikanische Land Elfenbeinküste ist der weltgrößte Produzent von Kakao-Bohnen. Für unsere Schokolade sollen dort Kinder als Sklaven arbeiten, heißt es immer wieder. Wir teilen uns auf. Meine Mitstreiter reisen auf dem Landweg zu den Plantagen. Ich fliege in die Kakaohauptstadt im Süden: nach Abidjan. Abidjan ist eine Millionenstadt mit einem großen Hafen. Von dort aus wird der Kakao verschifft. Kakao-Exporteure bestreiten Kinderarbeit Hier finden wir sie, die großen Hersteller Nestlé, Cargill, ADM und Barry Callebaut. Sie alle haben hier ihre Hauptquartiere und kaufen fast die gesamte Kakaoernte der Elfenbeinküste. Hier werden 42 Prozent aller Kakaobohnen weltweit umgeschlagen. In Abidjan habe ich einen Termin bei SAF-Cacao, einem der größten Kakao-Exporteure der Welt. Die Firma exportiert in die USA und nach Europa. Diese Kakao-Säcke werden an Nestlé und andere Schokoladen-Produzenten geliefert. Der wichtigste Rohstoff für die drei Millionen Tonnen Schokolade, die jährlich weltweit verzehrt werden - ein Riesen-Geschäft. Ali Lakiss, SAF-Cacao: "Ich kann es der ganzen Welt versichern, nicht nur Amerika und Europa: Die Elfenbeinküste ist ein Land, in dem es keine Kindersklaven auf den Plantagen gibt. Es arbeiten keine Kinder auf den Plantagen. Das ist sicher." Kindersklaven sind einfach zu bekommen Es ist Erntezeit. Ich will jetzt selbst zu den Plantagen zu fahren, um mit meinen eigenen Augen zu sehen, was dort vorgeht. Ich wähle eine beliebige Plantage. Sie liegt in der Region, aus der SAF-Cacao seinen Kakao bezieht. Nach mehreren Stunden auf staubigen Straßen erreichen wir die Plantage. Wir gehen zu Fuß weiter. Wir wissen nicht, was uns erwartet. Bald finden wir eine Hütte und dort Männer und vier kleine Jungen mit Macheten. Sie kommen aus Burkina Faso. Ich erfahre, dass die Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren alt sind. Keines von ihnen besucht eine Schule oder spricht die Landessprache. Sie arbeiten hier, das steht außer Frage. Gemäß internationalem Recht ist Kinderarbeit aber illegal. Und die großen Schokoladen Produzenten haben uns Verbrauchern versprochen, dass es so etwas seit 2008 nicht mehr gibt. Wir setzen unsere Suche auf anderen Plantagen in der Gegend fort. Dort sehen wir noch viel mehr Kinder, immer mehr - beim Arbeiten. Wie funktioniert das System? Wie kommen die Plantagenbesitzer an die Kinder? Ich werde also wieder mit versteckter Kamera drehen. Vielleicht erfahre ich dann mehr. Da ist einer. Wir treffen auf jemandem, von dem sich Herausstellen wird, dass ihm diese Plantage gehört. "Guten Abend. Arbeiten Sie hier?" "Ja." "Was müssen wir tun, wenn wir Kinder suchen, die für uns auf einer Plantage arbeiten sollen?" "Mein Bruder ist hier. Wenn ihr ihm sagt, wie viele ihr braucht, dann besorgt er sie euch." "Und wie teuer ist es, ein Kind herzuschaffen?" "Ab 230 Euro." Ein Kind kostet 230 Euro - ein Preis, der sich vielleicht noch herunterhandeln ließe. Dafür bezahlt man die Reise des Kindes zur Plantage und dafür kann man es unbegrenzt ausbeuten. Man hat das Kind gekauft. Und das Kind selbst bekommt natürlich nichts für seine Arbeit.speichern vor 616 Tagen
- Au clair de la lune, Film von Leona Goldstein [08.08.2010] Au clair de la lune, Realités françafricaines Die Berliner Dokumentarfilmerin Leona Goldstein zeigt am Beispiel der westafrikanischen Staaten Mali, Burkina Faso und Côte d'Ivoire die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe, die Menschen zur Migration bewegen. Auf einer Reise durch Burkina Faso, Mali und die Elfenbeinküste fragt Leona Goldstein nach den europäischen Interessen an den afrikanischen »Krisen« und den Realitäten der globalen Bewegungsfreiheit. Sie zeigt korrupte Politiker und ihre teuren Wahlkampagnen, die Ausbeutung von Rohstoffen und von Menschen. Sie spricht mit Oppositionellen, Flüchtlingen und Arbeiterinnen in Steinbrüchen über ihren Alltag und die Beziehungen zwischen Süd und Nord. »Wenn jemand nichts zu essen hat, und ich kann ihm nichts geben, dann geht er weg. So einfach ist das«, sagt ein Protagonist. Die Reise führt sie bis an die europäische Südgrenze zwischen Marokko und Spanien. Der Zaun von Ceuta ist das Bollwerk, mit dem die EU die Ärmsten aussperrt. Archivmaterial aus den Lagern und Interviews mit Flüchtlingen an dieser Grenze zeigen die andere Seite Europas. Burkina Faso/Elfenbeinküste/Mali/Marokko 2006 38 Min. Buch, Regie, Kamera: Leona Goldstein Schnitt: Leona Goldstein, Valesca Peters, Constant Kabore In Zusammenarbeit mit M.B.D.H.P. Mouvement Burkinabé des Droits de l´Homme et des Peuples, Ouagadougou/Burkina Faso, ASA Programm der InWent gGmbH, Sergi Camara © ZAPANKA 2006/07 Leona Goldstein Fotojournalistin und Dokumentarfilmerin, Jahrgang 1976, studierte visuelle Kommunikation in Rom, Dortmund und Berlin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Menschen zwischen Ein- und Ausgrenzung. Themenschwerpunkte sind Soziale Bewegungen, Menschenrechte, Gender und Migration. Dazu arbeitete sie u.a. in Ruanda, Kambodscha, Indien, Kuba und der Elfenbeinküste.speichern vor 651 Tagen
- Zehn Kilogramm Schokolade verspeist der Deutsche jedes Jahr. Für diesen Genuss schuften in der Elfenbeinküste Kindersklaven, oft gerade mal zehn Jahre alt, unter katastrophalen Bedingungen.speichern vor 1078 Tagen




