Infos zum Thema begegnung
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- Eine Entscheidung in Sekunden macht aus einem Menschen einen Helden oder einen Looser.speichern vor 225 Tagen
- Auch die Fahrt in einem Lift hält manche Erfahrung bereit.speichern vor 403 Tagen
- Bruce Bourker ging über die Straße. Er war diesen Weg schon oft gegangen, seine Füße fanden den Weg von allein. Er hatte Zeit seine Gedanken schweifen zu lassen, aber wohin? Wohin sollte er sie senden? Seine Gedanken könnten die Zukunft modellieren – unnütz. Seine Zukunft war vergeben, verplant. Von ihm selbst. Es war eine gesicherte Zukunft. Gepolstert, abgeschirmt gegen mögliche Unbill so gut es eben geht – alles das, was Geld an Schutz bieten kann, hatte er aufgeboten, um sich abzuschirmen gegen Eventualitäten und das Schicksal. Es sollte ihn nicht unvorbereitet treffen. Und nun dieses: Harmlos, gleichgültig näherte sich ihm etwas, was es nicht geben konnte – das Bild, was er vor Jahren verbannt hatte, die Frauengestalt, die ihm alles genommen und alles gegeben hatte – sie kam ihm entgegen. Bruce blieb stehen mitten auf der Straße. Cathy ging an ihm vorüber. Ihre Schulter berührte fast seinen Anzug, doch sie beachtete ihn nicht. Sie hatte Kopfhörer auf. „Cathy“, sagte er. Sie ging weiter. Er folgte ihr. Er berührte sie an der Schulter. Sie nahm ihre Kopfhörer ab und blickte ihn an. „Sie stören mich gerade bei meiner Prüfungsvorbereitung für mein Medizin-Studium. Wissen Sie, dass es gefährlich ist, Menschen herauszureißen aus ihren meditativen Mnemotechnikübungen? Ganz gefährliche Neuronenverbindungen können spontan zerreißen und nie wieder zusammenwachsen. Das ist kaum zu verantworten.“ Bruce betrachtete sie ausführlich und ging dabei etwas um sie herum. „Unglaublich, du bist Cathy – tadellos erhalten – du siehst genauso aus wie vor 20 Jahren. Wie machst du das?“ Cathy ging einen Schritt zurück von ihm. „Vor zwanzig Jahren sah ich mir gar nicht ähnlich. Das Embryonenhafte und meine jetzige Größe machen einen Vergleich äußerst schwierig. Es muss eine Verwechslung sein. Darf ich jetzt ungestört weitergehen oder muss ich hier noch länger stehen bleiben am Straßenrand, um irgendeine aberwitzige und irrelevante Verwechslung aufzuklären?“ Bruce sog die Luft tief ein und beugte seinen Kopf ihr entgegen. „Unglaublich, dieser Geruch. Ganz meine Cathy. Deine Stimme ist ein wenig anders. Rauer, aggressiver. Ist dir etwas Arges widerfahren? Schlimme Geschehnisse, an denen ich Schuld habe?“ Cathy drehte sich von ihm weg. Sie stand nun vor einer Schaufensterscheibe. In der Scheibe spiegelten sie sich und sie sah den gespiegelten Bruce an. „Eine unheimliche Anmache ist dieses, schauderhaft. Könnten Sie sich jetzt bitte entfernen. Sie sind uralt, ich habe keinerlei Interesse an Ihnen. Sie könnten mein Vater sein.“ Sie stupste Bruce mit ihrem Zeigefinger gegen die Brust und ließ ihn rückwärts gehen. „Ich habe hier mein Pfefferspray in meiner Umhängetasche. Das war es, mein Herr. Wenden Sie sich und gehen Sie brav ihren korrupten Geschäften nach. Denn das sind Sie doch, wenn ich es mir so betrachte: ein biederer Geschäftsmann mit Aktenköfferchen – die perfekte Verkleidung für die Korruption, die unseren Staat zersetzt, zerfrisst, wie eine hungrige Larve.“ Bruce lehnte sich gegen die Schaufensterscheibe und wischte sich über die Stirn. „Äußerlich Cathy und innerlich ein Dämon. Was ist geschehen? Wieso steht die Zeit still? Ich hatte dich verbannt! Deinen Anblick konnte ich nicht länger ertragen. In meinem Inneren hat die Erinnerung an dich gewütet berserkerhaft, vernichtet, was an gesundem Verstand noch übriggeblieben war – ich verkrafte deinen Anblick nicht! Ein gebrochenes Herz, eine gebrochene Seele – das hast du hinterlassen – und das wohl mehr als einmal. Bist du wie ein Schmetterling weiter geflogen zum Nächsten, hast ihn zerstört, dein grausames Werk verrichtet? Ach Cathy, ich habe dich geliebt.“ Bruce hatte Tränen in den Augen. Cathy reichte ihm ein Papiertaschentuch. „Sie ziehen alle Register! Erst der Trick mit dem vermeintlichen Wiedererkennen, dann der heulende Manager. Abgefahren! Allmählich finde ich Sie interessant. Hat Ihre Masche Erfolg? In meinem Psychologie-Seminar könnte ich eine Seminararbeit verfassen zu diesem Thema. Das wird ziemlich authentisch. Da befrage ich noch andere Freaks. – Wollen wir uns dort vor das Café setzen? Dieses freie Tischchen sieht doch sehr einladend aus.“ ...speichern vor 482 Tagen
- Bruce Bourker ging über die Straße. Er war diesen Weg schon oft gegangen, seine Füße fanden den Weg von allein. Er hatte Zeit seine Gedanken schweifen zu lassen, aber wohin? Wohin sollte er sie senden? Seine Gedanken könnten die Zukunft modellieren – unnütz. Seine Zukunft war vergeben, verplant. Von ihm selbst. Es war eine gesicherte Zukunft. Gepolstert, abgeschirmt gegen mögliche Unbill so gut es eben geht – alles das, was Geld an Schutz bieten kann, hatte er aufgeboten, um sich abzuschirmen gegen Eventualitäten und das Schicksal. Es sollte ihn nicht unvorbereitet treffen. Und nun dieses: Harmlos, gleichgültig näherte sich ihm etwas, was es nicht geben konnte – das Bild, was er vor Jahren verbannt hatte, die Frauengestalt, die ihm alles genommen und alles gegeben hatte – sie kam ihm entgegen. Bruce blieb stehen mitten auf der Straße. Cathy ging an ihm vorüber. Ihre Schulter berührte fast seinen Anzug, doch sie beachtete ihn nicht. Sie hatte Kopfhörer auf. „Cathy“, sagte er. Sie ging weiter. Er folgte ihr. Er berührte sie an der Schulter. Sie nahm ihre Kopfhörer ab und blickte ihn an. „Sie stören mich gerade bei meiner Prüfungsvorbereitung für mein Medizin-Studium. Wissen Sie, dass es gefährlich ist, Menschen herauszureißen aus ihren meditativen Mnemotechnikübungen? Ganz gefährliche Neuronenverbindungen können spontan zerreißen und nie wieder zusammenwachsen. Das ist kaum zu verantworten.“ Bruce betrachtete sie ausführlich und ging dabei etwas um sie herum. „Unglaublich, du bist Cathy – tadellos erhalten – du siehst genauso aus wie vor 20 Jahren. Wie machst du das?“ Cathy ging einen Schritt zurück von ihm. „Vor zwanzig Jahren sah ich mir gar nicht ähnlich. Das Embryonenhafte und meine jetzige Größe machen einen Vergleich äußerst schwierig. Es muss eine Verwechslung sein. Darf ich jetzt ungestört weitergehen oder muss ich hier noch länger stehen bleiben am Straßenrand, um irgendeine aberwitzige und irrelevante Verwechslung aufzuklären?“ Bruce sog die Luft tief ein und beugte seinen Kopf ihr entgegen. „Unglaublich, dieser Geruch. Ganz meine Cathy. Deine Stimme ist ein wenig anders. Rauer, aggressiver. Ist dir etwas Arges widerfahren? Schlimme Geschehnisse, an denen ich Schuld habe?“ Cathy drehte sich von ihm weg. Sie stand nun vor einer Schaufensterscheibe. In der Scheibe spiegelten sie sich und sie sah den gespiegelten Bruce an. „Eine unheimliche Anmache ist dieses, schauderhaft. Könnten Sie sich jetzt bitte entfernen. Sie sind uralt, ich habe keinerlei Interesse an Ihnen. Sie könnten mein Vater sein.“ Sie stupste Bruce mit ihrem Zeigefinger gegen die Brust und ließ ihn rückwärts gehen. „Ich habe hier mein Pfefferspray in meiner Umhängetasche. Das war es, mein Herr. Wenden Sie sich und gehen Sie brav ihren korrupten Geschäften nach. Denn das sind Sie doch, wenn ich es mir so betrachte: ein biederer Geschäftsmann mit Aktenköfferchen – die perfekte Verkleidung für die Korruption, die unseren Staat zersetzt, zerfrisst, wie eine hungrige Larve.“ Bruce lehnte sich gegen die Schaufensterscheibe und wischte sich über die Stirn. „Äußerlich Cathy und innerlich ein Dämon. Was ist geschehen? Wieso steht die Zeit still? Ich hatte dich verbannt! Deinen Anblick konnte ich nicht länger ertragen. In meinem Inneren hat die Erinnerung an dich gewütet berserkerhaft, vernichtet, was an gesundem Verstand noch übriggeblieben war – ich verkrafte deinen Anblick nicht! Ein gebrochenes Herz, eine gebrochene Seele – das hast du hinterlassen – und das wohl mehr als einmal. Bist du wie ein Schmetterling weiter geflogen zum Nächsten, hast ihn zerstört, dein grausames Werk verrichtet? Ach Cathy, ich habe dich geliebt.“ Bruce hatte Tränen in den Augen. Cathy reichte ihm ein Papiertaschentuch. „Sie ziehen alle Register! Erst der Trick mit dem vermeintlichen Wiedererkennen, dann der heulende Manager. Abgefahren! Allmählich finde ich Sie interessant. Hat Ihre Masche Erfolg? In meinem Psychologie-Seminar könnte ich eine Seminararbeit verfassen zu diesem Thema. Das wird ziemlich authentisch. Da befrage ich noch andere Freaks. – Wollen wir uns dort vor das Café setzen? Dieses freie Tischchen sieht doch sehr einladend aus.“ ....speichern vor 482 Tagen
- Eine kommentierte Linkliste zum Thema Interkulturelles Lernen auf dem Bildungsserver Hessen.speichern vor 826 Tagen

