Infos zum Thema armenier
3 Webseiten
- speichern vor 167 Tagen
- Der Schriftsteller und Menschenrechtler Doğan Akhanlı ist am 10. August 2010 in die Türkei ein-gereist. Nicht heimlich, nicht auf Umwegen, sondern unter eigenem Namen, mit eigenem deutschen Pass und über den Istanbuler Flughafen. Er wollte seinen Vater und sein Heimatdorf besuchen. Seit dieser Stunde sitzt er in türkischer Haft. Die Staatsanwaltschaft will ihn lebenslang hinter Gitter bringen, unter verschärften Haftbedingungen. Der Vorwurf: Akhanlı sei Kopf einer bewaffneten linken Organisation gewesen, die die türkische Ordnung habe stürzen wollen. Deswegen habe er an einem Raubüberfall auf eine Wechselstube teilgenommen, der am 20. Oktober 1989 in Istanbul verübt und bei dem der Besitzer dieser Wechselstube getötet wurde. Doğan Akhanlı hat nichts davon getan. Tatsächlich hat die Staatsanwaltschaft auch keine Beweise gegen ihn in der Hand. Ihre beiden ehemaligen Zeugen haben im August 2010 bei Gericht und damit aktenkundig zu Protokoll gegeben, dass ihnen die Doğan Akhanlı belastenden Aussagen 1992 durch Folter abgepresst oder schlicht untergeschoben wurden. Zudem wurde die besagte militante Orga-nisation, deren Mitglied Akhanlı nicht einmal war, vom türkischen Innenministerium Mitte der 90er Jahre als nicht umsturzrelevant eingestuft.speichern vor 554 Tagen
- speichern vor 593 Tagen


