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Telepolis: Ägypten: Auch die Armee foltert
Kommt der Putsch? Die Armee foltert, steht offenbar hinter Suleiman. ...... Der Bericht stützt sich auf Zeugenaussagen, die von Menschenrechtsgruppen bestätigt werden. Wieder freigekommene Gefangene berichten von lang andauernden Prügeln, Elektroschocks und anderen Brutalitäten, die ihnen von Armeemitgliedern zugefügt wurden.Bundeswehr abschaffen !
Initiative Bundeswehr abschaffen. Kriegsdienstverweigerung, Antimilitarismus, FriedenspolitikTP: Die ägyptische Armee als "zweiter Pharao"
Mubarak wurde von der Armee zur Seite gedrängt, aber die gleicht einem "Staat im Staat" mit eigenen wirtschaftlichen Interessen Die ägyptische Armee, die seit Freitag offiziell für die Amtsgeschäfte des Landes verantwortlich zeichnet, hat Hosni Mubarak einfach zur Seite geschoben. Indem sie einen der ihren von der Bühne entfernte, sorgte sie für Feierstimmung bei Millionen von Demonstranten, die die Regierungsgebäude umzingelt hatten. download Dem Schock vom Donnerstag, als Mubarak in seiner Ansprache ans Volk symbolische Veränderungen und die Übergabe von ein paar Funktionen an den ebenfalls verhassten Omar Suleiman versprach, folgte am Freitag die Erleichterung. Suleiman machte deutlich, dass Mubarak endlich zurücktreten und die Armee die Führung übernehmen würde. Was in den dramatischen Stunden geschehen war, beschrieb der Generalmajor Safwat Al-Sayat, offenbar ein Regime-Insider, laut der Zeitung [extern] Al-Ahram mit "einer tiefen Kluft zwischen den Streitkräften und dem Präsidentenpalast". Weder Mubaraks provokative Rede noch Suleimans ebenso wirklichkeitsfremder Aufruf an die Demonstranten, nach Hause zu gehen, seien mit der Armeeführung abgesprochen gewesen. Die Entscheidung der Armee, Mubarak seinen eigenen Abschied und dessen Bekanntgabe nahezulegen, war dieser Lesart nach und ziemlich wahrscheinlich also längst ausgemacht. War es seine Fehleinschätzung der Kräfteverhältnisse innerhalb der Armee, vielleicht das Hoffen auf Einschreiten seiner Präsidialgarde zu seinen Gunsten oder schlichtweg Altersstarrsinn, was Mubarak vom schnellen Abtritt abhielt? Und weshalb sekundierte ihm Omar Suleiman, der sonst gewiefte Ex-Geheimdienstchef und mit allen Wassern gewaschene CIA-Günstling? Eine mögliche Antwort ist, dass beide von der Armee hinters Licht geführt wurden, um eine schnelle und sanfte Machtübergabe zu ermöglichen. Mubarak selbst machte in einem Telefonat mit seinem israelischen Freund und Gesprächspartner, dem sozialdemokratischen Politiker und Ex-Minister Benjamin Ben-Elieser dafür Druck aus den USA verantwortlich. Darüber berichtete [extern] Haaretz. Mubarak wurde per Hubschrauber in den 400 Kilometer von Kairo entfernten Touristenort Scharm El-Scheich [extern] ausgeflogen ausgeflogen, wo er in den letzten Jahren so oder so die meiste Zeit auf seinem Urlaubssitz verbringt. Dort befindet er sich außer Reichweite lästiger Demonstranten und fünf Minuten entfernt von einem internationalen Flughafen. Außerdem ist es übers Rote Meer nur ein Katzensprung nach Saudi-Arabien oder in eines der Scheichtümer am Golf. Auch ein Abtauchen ins Exil nach Israel oder Jordanien über die nahe gelegenen Städte Eilat und Akaba ist denkbar – just in case. "Entsorgt" und damit machtlos, wie Wohlmeinende glauben, ist Mubarak damit aber nicht. Denn falls es stimmt, dass er und seine Familie über ein geschätztes Vermögen irgendwo zwischen 40 und 70 Milliarden Dollar verfügen, dann gehören die Mubaraks in die Liga von Bill Gates. Und das Vermögen stammt aus Liegenschaften und Investitionen in Ägypten, "geraubt", wie linke Blogger sagen. Und allen schönen Reden von der "Revolution" zum Trotz sind die Eigentumsverhältnisse bisher nicht angetastet worden. Mubarak versorgte in den 32 Jahren seiner Herrschaft die führende Militärkaste mit Zuwendungen, Begünstigungen, Verträgen, Kontakten und Profiten. Die beidseitigen Abhängigkeiten bestehen mit Sicherheit fort, Mubarak mischt von seinem Villenkomplex am Roten Meer aus weiter mit. In einem viel diskutierten [extern] Artikel von Pail Amar, Professor für internationale Beziehungen an der University of California, ist die Rede vom ägyptischen Militär als nationalem Wirtschaftsfaktor, das sich als stolzer "Nationalkapitalist" verstehe. Die Streitkräfte seien ein "Staat im Staate", Ägypten immer noch eine Militärdiktatur und ein Regime, das Anfang der 50er Jahre durch Nasser geschaffen wurde. Von den USA seit dem Camp-David-Abkommen Ende der 70er Jahre zum Frieden gedrängt, werde es mit US-Dollars gemästet. In den letzten Jahren, so Amar, habe das Militär "kollektiv ein wachsendes nationales Pflichtgefühl" und das Bedürfnis entwickelt, die "Ehre wiederherzustellen" – auf Seiten der Bevölkerung, angewidert von der Korruption der Sicherheitspolizei und dem globalisierten Geschäftemacherei etwa des Mubarak-Sohns Gamal. Innerhalb der Armee hätten sich die Luftwaffe und die Präsidialgarde hinter Mubarak gestellt, aber der große Rest hinter die Bevölkerung.Büro für antimilitaristische Maßnahmen / DFG-VK Berlin-Brandenburg
gemeinsame Seiten des Büros für antimilitaristische Maßnahmen (BamM) und des Landesverbands Berlin-Brandenburg der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen)Israelin Anat Kamm: Der Verrat, über den niemand schreiben darf - SPIEGEL ONLINE
Eine junge Frau aus Tel Aviv, soll Beweismaterial über Verbrechen der Armee an Reporter weitergegeben haben - jetzt droht ihr lebenslange Haft. Niemand in Israel darf über den Fall berichten.Israel: Erst schießen, dann fragen (Tageszeitung junge Welt)
Die israelische Armee agiert im Gazastreifen mit rücksichtsloser Brutalität. Jeder der 1,5 Millionen Palästinenser in Gaza wird demnach als »Feind« wahrgenommen und behandelt.Westjordanland: Ein Dorf im Widerstand (Tageszeitung junge Welt)
Westjordanland: Die israelische Armee agiert in Jayyous mit brutaler Gewalt

