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  • Deutsche Übersetzung der Reaktion von "La Quadrature du Net" auf den Fragebogen der EU‐Kommission zur Neutralität im Netz

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Textauszug aus diesem Dokument

Zeit für EUweite Regulierung der Neutralität im Netz  Reaktion auf den Fragebogen der EUKommission zur Neutralität im Netz.  Über La Quadrature du Net  La Quadrature du Net ist eine in Frankreich ansässige Interessensvertretung, die die Rechte und  Freiheiten der Bürger im Internet fördert. Genauer gesagt, sie setzt sich für die Anpassung der  französischen und europäischen Gesetzgebung unter Beachtung der grundlegenden Prinzipien des  Internets, vor allem dem freien Austausch von Wissen ein. Als solche greift La Quadrature du Net in  öffentlichpolitischen Debatten ein, die zum Beispiel die Freiheit der Rede, Urheberrecht, die  Regulierung der Telekommunikation und OnlinePrivatsphäre betreffen.    Neben der Lobbyarbeit will die Gruppe auch ein besseres Verständnis der rechtlichen  Prozesse unter den Bürgern fördern. Durch gezielte und relevante Informationen und Werkzeuge  hofft  La Quadrature du Net, die Beteiligung der Bürger an der öffentlichen Debatte über die Rechte  und Freiheiten im digitalen Zeitalter zu ermutigen. Sie können uns hier kontaktieren:  [EMail Adresse entfernt]
Zusammenfassung  La Quadrature du Net begrüßt den Fragebogen der Europäische Kommission zur Neutralität im Netz.  Als Interessensvertretung, die in die Debatte über die Telekommunikation 2009 involviert war,  schätzen wir EUKommissarin Kroes Engagement für die Wahrung der Neutralität im Netz, und den  laufenden Konsultationsprozess, von dem wir hoffen dass er in der Adaption eines EUweiten  Rahmens für den Schutz dieses grundlegenden Prinzips des Internets resultiert.    Unser Beitrag richtet sich an die meisten Punkte, die im Fragebogen aufgeführt werden.  Nach dem Hervorheben der positiven externen Effekte, die durch Neutralität im Netz bewirkt werden  unterstreichen wir, dass Neutralität im Netz in Europa derzeit sehr gefährdet ist, indem wir konkrete  Beispiele für die verschiedenen kommerziellen Strategien, welche diese illegitimen diskriminierenden  Praktiken im TrafficManagement bewegen, aufführen. Diese Beispiele zeigen tendenziell, dass der  derzeitige Rechtsrahmen, der nur auf Transparenz und Wettbewerb setzt, scheitern wird die neutrale  Natur der physischen Infrastruktur des Internets zu gewährleisten.    Durch unsere Antworten auf die folgenden Fragen empfehlen wir verschiedene Elemente,  die eine EUweite Regulierung der Neutralität im Netz beinhalten sollte. Genauer gesagt sind wir der  Ansicht, dass alle InternetZugänge sich an den Grundsatz der Neutralität im Netz halten sollten, und  die Ausnahmen zu dieser Regel einen Bewertungsrahmen beachten, der sicherstellt, dass jegliche  Praxis im TrafficManagement tatsächlich die Freiheit der Kommunikation der Endnutzer die sie  beeinflusst, unterstützt. Wir betonen auch, dass die Entwicklung von sogenannten \"Managed  Services\" nicht an und für sich im Widerspruch mit dem Schutz der Infrastruktur und einer offenen  Kommunikation steht, sondern dass die Behörden ordnungspolitische Instrumente entwickeln  müssen, um sicherzustellen, dass diese nicht das Ökosystem Internet aus dem Gleichgewicht bringen.  Wir schließen mit weiteren Bemerkungen zu weiteren Fragen, die strukturell der Neutralität im Netz  verwandt sind.    Wir hoffen, dass unsere Eingabe ihre Fragen beantworten wird, und stehen Ihnen für jegliche  weiteren Rückfragen gerne zur Verfügung.
Vorbemerkung: Warum Neutralität im Netz sozioökonomischen Fortschritt fördert.  Im Kern der Debatte über Neutralität im Netz steht der Schutz der architektonischen Gestaltung des  Internets, insbesondere das EndtoEnd Prinzip, welches erklärt, dass die Kontrolle über Internet Kommunikation an seinen Endpunkten geschehen sollte. In dieser Architektur üben die  Verbundnetze, die die physische Infrastruktur des weltweiten Internets formen, sehr wenig Druck auf  das Verhalten der Endnutzer aus und maximieren somit ihre Freiheit der Kommunikation. Diese  \"ÜbertragungsPipeline\" diskriminiert weder die Quelle noch das Ziel oder den tatsächlichen Inhalt  der im Netzwerk übermittelten Daten. In diesem Sinne sind die Netze dazu angehalten, neutral zu  sein und sämtliche IPkompatible Kommunikation gleich zu behandeln.   
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