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Tagebuch Frankreich
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Themen: frankreich schmidt Kategorie: Literatur/Texte/Lyrik
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| Autor: | |
| Veröffentlicht: | September 2008 |
| Hobby: | Reisen |
| Thema: | Sonstiges |
| Lizenz: | Public Domain (nicht urheberrechtlich geschützt) |
Textauszug aus diesem Dokument
Nach Jahren wieder einmal in Frankreich und auch wieder Verdun. Ende Oktober waren wir fast allein auf dem Fort Douaumont. Erschreckend waren die Stille und die absolute Sauberkeit. Es lässt sich bei der schönen und angenehmen Landschaft und noch dazu bei schönem Wetter schwer nachvollziehen, was hier vor knapp 100 Jahren los war. Schon der eine Friedhof war fast ohne Ende. Welch ein Wahnsinn. [...]
Am späten Nachmittag bei bestem Fotolicht erreichten wir Reims. Die Kathedrale lag im Abendlicht und erwartete unsere Fotokünstler. Schon von außen gab es viel zu entdecken, mythische Figuren wie gotisches Maßwerk. Steht man erst mal vor dem Westportal wird man von der Wucht der vielen Figuren erschlagen. Die gotischen Meister haben ihre Kunst gezeigt. Im Inneren verlieren sich die Massen, die sich durch das enge Eingangsportal gewunden haben. Beeindruckend waren besonders die Chagall Fenster, wie immer im besten Blau und voller Lebensfreude. Überraschenderweise gab es keinerlei Beschränkungen für das Fotografieren. Wein gab es zum Abschluss dieser kleinen Stippvisite. Jetzt sind alle weinselig und glücklich. [...]
Nach 18 Jahren wieder in Paris. Bei einer dreistündigen Stadtrundfahrt fand ich viele interessante Orte vor, die es wert waren, fotografiert zu werden. Immer wieder aber reizte es mich, Menschen zu fotografieren. Ob nun Touristen aus Japan, Andenkenverkäufer aus Afrika oder Verliebte an der Seine. Nur so richtigen Kontakt traute ich mich nicht herzustellen. Nur einmal in Notre Dame versuchte ich es. Das Leben in Paris ist hektisch und ruhig zu gleich.
Neben viel Verkehr gibt es unendlich viel Ruhe in den Cafes und Brasserieen und wie sie alle heißen. Am schönsten ist das Leben auf den Märkten. Hier wird gekauft, flaniert und getanzt. Nicht alle wollen gleich dafür bare Münze sehen. [...]
Am Tollsten fand ich das Radfahrsystem. Fahrrad leihen und los geht es. So würde ich auch gern einmal Paris entdecken wollen. [...]
An sich ein kleines Viertel voller Gegensätze, hier die Straßen der Touristen und dort die Straßen der Einheimischen und an manchen Stellen kreuzen sich die Wege. Maler, Straßenmusiker und Bistros, Brasserien ohne Ende und auch nette Leute gibt es hier. Eine Frage nach dem Porträtwunsch mit dem Fotoapparat wird meist bejaht. Sacre Coeur ist wohl neben dem Eiffelturm der Anziehungspunkt für Touristen. Auch hier lassen sich herrliche Porträts machen. In Sacre Coeur gab es ein Konzert oder eine Andacht mit Nonnen. Herrlichster Gesang. [...]
Paris ist wirklich eine Stadt der Liebe, in ihr habe ich so viele unterschiedliche Hautfarben Hand in Hand gesehen, wie noch nirgends auf der Welt, dass kann nur Liebe sein. Unwahrscheinlich in welcher Harmonie die einzelnen Rassen miteinander umgehen bei der Arbeit und in der Liebe. Die Pariser sind wirklich schon ein durchgemischtes Völkchen, selten einmal ganz weiße. Hier trifft sich wirklich die Welt. Jetzt verstehe ich das Wort Weltstadt. Paris ist auf jeden Fall eine Stadt der Liebe. [...]
Wir waren in Versailles gewesen, wohl einem der Orte, die doch viele mit dem Geschichtsunterricht verbinden. Die Erwartung war entsprechend hoch, und die Realität doch ernüchternd. Der Garten geöffnet, das Schloss geschlossen. Das Schloss ist viel kleiner als gedacht, der Garten viel größer als gedacht. Den Barock konnte man an einigen Stellen ganz gut erahnen. Das absolutistische Lebensgefühl merkt man am besten in der Nähe des Wassers und besonders in den verschlungenen Gärten. Hier kann man sicherlich herrlich Versteck spielen. [...]
Das zweite Schloss an einem Tag. Schon vom Äußeren ist hier eine ganz andere Welt. Das Schloss wurde von Franz I. im Renaissancestil erbaut. Die großen Schornsteine, die Wandelgänge, die vor Regen und zuviel Sonne schützen sollen, sind leicht erkennbar.
Der Garten ist wieder kolossal geraten, aber schon ein wenig farblos. Die künstlichen Becken sind ohne Fontänen, die Wege ohne barocken Schnickschnack. Hingucker auf und im Museum war die moderne Kunst und die Guillotine. Ein Hauch der ganz großen Geschichte weht einem hier überall entgegen. Schließlich war Napoleons Abdankung genau hier geschehen.
Das Innere ist sehr eng, aber sehr sehenswert. Nicht nur die moderne Kunst war interessant. Hier merkt man sofort, dass kein Krieg, kein Räuber jemals das Schloss besucht hat. Alles atmet hier Geschichte. Manche Räume waren Weltgeschichte, wie Napoleons Abdankung. Insgesamt eine Reise wert. Aufgefallen sind mir die vielen Schülerguppen mit ganz Kleinen wie auch Jugendlichen, die entweder mit Lehrer oder in einer Rallye das Schloss erkunden. Prima so. [...]
Ein kleiner Ort irgendwo in der französischen Provinz nördlich von Paris gelegen, war ein Ort der Künste. Tragisch wie das Leben so spielt, malte Vincent van Gogh 70 Bilder in 70 Tagen. danach erschoss es sich. Hier liegt er mit seinem Bruder zusammen begraben. Ein gottvergessener malerischer Ort voller Impressionen.
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Am späten Nachmittag bei bestem Fotolicht erreichten wir Reims. Die Kathedrale lag im Abendlicht und erwartete unsere Fotokünstler. Schon von außen gab es viel zu entdecken, mythische Figuren wie gotisches Maßwerk. Steht man erst mal vor dem Westportal wird man von der Wucht der vielen Figuren erschlagen. Die gotischen Meister haben ihre Kunst gezeigt. Im Inneren verlieren sich die Massen, die sich durch das enge Eingangsportal gewunden haben. Beeindruckend waren besonders die Chagall Fenster, wie immer im besten Blau und voller Lebensfreude. Überraschenderweise gab es keinerlei Beschränkungen für das Fotografieren. Wein gab es zum Abschluss dieser kleinen Stippvisite. Jetzt sind alle weinselig und glücklich. [...]
Nach 18 Jahren wieder in Paris. Bei einer dreistündigen Stadtrundfahrt fand ich viele interessante Orte vor, die es wert waren, fotografiert zu werden. Immer wieder aber reizte es mich, Menschen zu fotografieren. Ob nun Touristen aus Japan, Andenkenverkäufer aus Afrika oder Verliebte an der Seine. Nur so richtigen Kontakt traute ich mich nicht herzustellen. Nur einmal in Notre Dame versuchte ich es. Das Leben in Paris ist hektisch und ruhig zu gleich.
Neben viel Verkehr gibt es unendlich viel Ruhe in den Cafes und Brasserieen und wie sie alle heißen. Am schönsten ist das Leben auf den Märkten. Hier wird gekauft, flaniert und getanzt. Nicht alle wollen gleich dafür bare Münze sehen. [...]
Am Tollsten fand ich das Radfahrsystem. Fahrrad leihen und los geht es. So würde ich auch gern einmal Paris entdecken wollen. [...]
An sich ein kleines Viertel voller Gegensätze, hier die Straßen der Touristen und dort die Straßen der Einheimischen und an manchen Stellen kreuzen sich die Wege. Maler, Straßenmusiker und Bistros, Brasserien ohne Ende und auch nette Leute gibt es hier. Eine Frage nach dem Porträtwunsch mit dem Fotoapparat wird meist bejaht. Sacre Coeur ist wohl neben dem Eiffelturm der Anziehungspunkt für Touristen. Auch hier lassen sich herrliche Porträts machen. In Sacre Coeur gab es ein Konzert oder eine Andacht mit Nonnen. Herrlichster Gesang. [...]
Paris ist wirklich eine Stadt der Liebe, in ihr habe ich so viele unterschiedliche Hautfarben Hand in Hand gesehen, wie noch nirgends auf der Welt, dass kann nur Liebe sein. Unwahrscheinlich in welcher Harmonie die einzelnen Rassen miteinander umgehen bei der Arbeit und in der Liebe. Die Pariser sind wirklich schon ein durchgemischtes Völkchen, selten einmal ganz weiße. Hier trifft sich wirklich die Welt. Jetzt verstehe ich das Wort Weltstadt. Paris ist auf jeden Fall eine Stadt der Liebe. [...]
Wir waren in Versailles gewesen, wohl einem der Orte, die doch viele mit dem Geschichtsunterricht verbinden. Die Erwartung war entsprechend hoch, und die Realität doch ernüchternd. Der Garten geöffnet, das Schloss geschlossen. Das Schloss ist viel kleiner als gedacht, der Garten viel größer als gedacht. Den Barock konnte man an einigen Stellen ganz gut erahnen. Das absolutistische Lebensgefühl merkt man am besten in der Nähe des Wassers und besonders in den verschlungenen Gärten. Hier kann man sicherlich herrlich Versteck spielen. [...]
Das zweite Schloss an einem Tag. Schon vom Äußeren ist hier eine ganz andere Welt. Das Schloss wurde von Franz I. im Renaissancestil erbaut. Die großen Schornsteine, die Wandelgänge, die vor Regen und zuviel Sonne schützen sollen, sind leicht erkennbar.
Der Garten ist wieder kolossal geraten, aber schon ein wenig farblos. Die künstlichen Becken sind ohne Fontänen, die Wege ohne barocken Schnickschnack. Hingucker auf und im Museum war die moderne Kunst und die Guillotine. Ein Hauch der ganz großen Geschichte weht einem hier überall entgegen. Schließlich war Napoleons Abdankung genau hier geschehen.
Das Innere ist sehr eng, aber sehr sehenswert. Nicht nur die moderne Kunst war interessant. Hier merkt man sofort, dass kein Krieg, kein Räuber jemals das Schloss besucht hat. Alles atmet hier Geschichte. Manche Räume waren Weltgeschichte, wie Napoleons Abdankung. Insgesamt eine Reise wert. Aufgefallen sind mir die vielen Schülerguppen mit ganz Kleinen wie auch Jugendlichen, die entweder mit Lehrer oder in einer Rallye das Schloss erkunden. Prima so. [...]
Ein kleiner Ort irgendwo in der französischen Provinz nördlich von Paris gelegen, war ein Ort der Künste. Tragisch wie das Leben so spielt, malte Vincent van Gogh 70 Bilder in 70 Tagen. danach erschoss es sich. Hier liegt er mit seinem Bruder zusammen begraben. Ein gottvergessener malerischer Ort voller Impressionen.
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