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    Textauszug aus diesem Dokument

    Geschichten haben die Menschen schon immer fasziniert. Ob es um Jahrhunderte alte Märchen geht oder um Harry Potter, wir lassen uns gerne fesseln von Erzählungen, die unsere Phantasie anregen und uns so zum Mitmachen auffordern. Viele von uns verbinden mit solchen Geschichten Erinnerungen an die Kindheit, in denen uns Märchen vorgelesen wurden oder wir uns irgendwo mit einem Buch verkrochen haben und längere Zeit nicht mehr ansprechbar waren.Die Zeiten haben sich geändert, Geschichten werden nicht mehr nur über das Medium Buch transportiert, sondern über eine Vielzahl höchst unterschiedlicher Medienkanäle. Film, Comic oder Hörspiel, ja sogar über Spiele lassen sich Geschichten erzählen. Während wir die verschiedenen Medienformate früher meist nebeneinander und unabhängig voneinander nutzten, erleben wir nun, wie sie sich immer mehr annähern. Als das Internet aufkam, sahen viele das Ende des Buches als gekommen. Weit gefehlt, unter dem Stichwort Medienkonvergenz subsumieren wir eine Entwicklung, die nicht zu einem Verdrängungswettbewerb führt, sondern versucht, die verschiedenen Formate sinnvoll miteinander zu verbinden.Das ist eine der Voraussetzungen für Transmedia Storytelling, das Erzählen einer Geschichte mit Hilfe verschiedener Medienformate, so eine zugegeben etwas saloppe Erklärung. Ist Transmedia Storytelling nun einfach nur ein Hype, der vorübergehen wird? Wie funktioniert Transmedia Storytelling genau und handelt es sich dabei um eine Entwicklung, die vor allem die Film und Buchbranche interessiert und damit etwa an Theatern und Museen vorbei gehen wird?Um diese und viele andere Fragen wird es auf der stARTconference gehen, die Mitte November 2011 zum dritten Mal in Duisburg stattfinden wird. Dieses eBook soll Ihnen einen ersten Einblick in die Welt des [...]
    Seite 6Transmedia Storytelling vermitteln. Dafür haben kulturkurier inside, Kulturmanagement Network sowie das Team der stARTconference fünf spannende Artikel herausgesucht und hier zusammengefasst.Christian HennerFehr beschreibt im ersten Beitrag dieses eBooks die theoretischen Grundlagen für Transmedia Storytelling. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Dorothea Martin am Beispiel von Das wilde Dutzend. Dahinter verbergen sich Loge und Verlag für Rätselhaftes und Verborgenes und die Idee, rund um die Schreckenschronik Die Guten, die Bösen und die Toten des 1899 plötzlich verschwundenen Totenfotografen Johan von Riepenbreuch eine transmediale Welt zu kreieren. Wie aber entwickelt man eine solche transmediale Welt? Während Christian HennerFehr in seinem Artikel auf die theoretischen Grundlagen von Transmedia Storytelling eingeht, erklärt Frank Tentler, welche digitalen Werkzeuge sich dafür nutzen lassen. Und wie sieht das dann in der Praxis aus? Anna E. Rentsch hat sich das PergamonProjekt von Yadegar Asisi angeschaut und zeigt, wie sich Kulturgeschichte vermarkten lässt. Klingt unmöglich? Dann lassen sie sich überraschen. Welche Rolle dabei das Internet spielt, beschreibt Manuel Scheidegger, der als Gründer eines Startups eine WebAnwendung entwickelt hat, die es jedem User möglich macht, verschiedene Webinhalte zu kombinieren und zu inszenieren.Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieses eBooks und freuen uns, wenn wir mit diesem Dokument auch Ihre Freunde, Kollegen und weitere Interessierte für das Thema Transmedia Storytelling begeistern können.Anna E. Rentsch kulturkurier insideDirk Schütz Kulturmanagement NetworkChristian HennerFehr stARTconference
    Seite 7Die Kunst des digitalen Erzählens Christian HennerFehrGeht es um Geschichten, fällt uns allen etwas dazu ein. Ob es die Geschichten selbst sind oder Geschichten über Geschichten, meist handelt es sich um Erlebnisse, die sich durch eine besondere Atmosphäre auszeichnen und uns auch aus diesem Grund in Erinnerung geblieben sind. Wem es gelingt, seine Zuhörer auf diese Weise zu verzaubern, macht seine Geschichten unvergesslich. Davon träumen wir alle und sind deshalb bemüht, unsere Inhalte, wenn es irgendwie geht, in Geschichten zu packen. Aber natürlich sind wir nicht alle erfolgreich und so geraten viele Geschichten wieder in Vergessenheit.Geblieben ist aber die Frage nach dem ErfolgsGeheimnis von Geschichten, um die eigenen Erlebnisse unvergesslich zu machen.
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