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Reimhilfe
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Themen: reimhilfe howto Kategorie: Literatur/Texte/Lyrik
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| Autor: | |
| Veröffentlicht: | August 2010 |
| Art des Textes: | Kritik/Rezension |
| Thema: | Biografie/Sachtext/Kritik |
| Lizenz: | Public Domain (nicht urheberrechtlich geschützt) |
Textauszug aus diesem Dokument
Reimen mit der Reimhilfe Reimen ist eines der ältesten sprachlichen Spiele der Menschheit und hatte zu Beginn eine ganz fundamentale Funktion: So wurden Gedichte, Geschichten und Überlieferungen weitergegeben in Zeiten, in denen die meisten Menschen noch nicht lesen und schreiben konnten. Die Reime dienten als Gedächtnishilfe, um das Erlernte leichter und schneller an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Während in Ländern wie China diese Praxis weit verbreitet war, fanden die Dichter der römischen und griechischen Antike den Reim unpassend, zwei gleichklingende Worte galten als ästhetisch unschön. Erst im 12. Jahrhundert fängt der Siegeszug des Reims auch in der europäischen Dichtkunst an. Mittlerweile ist die Lyrik als eigene Kunstform aus der Literatur und Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken. Moderne Formen des Reimens finden sich in Musikstilen wie Rap und HipHop wieder, in der Schule werden Gedichte und Reime auch wenn sich Gedichte nicht notwendigerweise reimen müssen nach wie vor analysiert. Die Position, die ein Reim in einem Satz oder Vers einnehmen kann, ist dabei ganz unterschiedlich und so werden dann auch die unterschiedlichsten Reimformen voneinander differenziert. Beispiele sind der End und Anfangsreim, der Binnen oder Schlagreim, der Schüttelreim, Stabreim, Paarreim oder Kreuzreim. Welchen dieser Reime man für seine Kompositionen benutzt, ist letztlich dem Dichter überlassen. Doch bevor dieser schlau kombinieren kann, muss er den passenden Reim erst finden. Hilfe bekommt er dabei von der Reimhilfe. Dies sind meist kostenlose Programme im Internet, die die Endungen verschiedener Wörter abgleichen. Da es keine phonetische Suche ist, kann es vorkommen, dass sich bestimmte Wörter nicht reimen, da wie schon erwähnt, die Endungen abgeglichen werden. Sucht man beispielsweise einen Reim auf Teller werden einem auch Ergebnisse wie Killer oder Abfüller angezeigt, da die letzten vier Buchstaben gleich sind. Nützlich ist sie trotzdem allemal, da man im normalen Wörterbuch nur nach den Anfangsbuchstaben suchen kann, nicht aber nach den Endungen. Beim Reimen braucht man eine hohe Assoziationsfähigkeit und Wortgewandtheit: Ein gutes Beispiel hierfür ist die Göttliche Komödie von Dante Alighieri, die er zwischen 1307 und 1321 schrieb: [...]
Dante benutzt hier den Kettenreim, eine Reimform, die er selbst erfand. In dreizeiligen Versen reimen sich jeweils das letzte Wort der ersten und der letzten Zeile. Diese Gedichtform bezeichnet man auch als Terzine. Was auffällig ist, ist, dass die Wörter immer einen Großteil der Buchstaben gemeinsam haben und nur der erste Buchstabe unterschiedlich ist, wie in sagen und Zagen, in Tod und bot, nur fand und abgewandt fallen hier aus der Reihe. Letztlich kann man sich jedoch in vielen Fällen auf die berühmten drei oder vier letzten Buchstaben verlassen. Auch im deutschen Rap und HipHop wurde diese Technik angewandt, um Reime zu finden: [...]
Die norddeutsche HipHopBand Fettes Brot hat hier mit dem Paarreim sowie mit dem Schlagreim gearbeitet. Der Paarreim, in dem sich Neunzehnsechsundneunzig und bräunt sich reimen, wird mundartlich ausgesprochen, weshalb ein Reim entsteht. Dies ist einer der Reime, die eine Reimhilfe nicht gefunden hätte, da es bei ihr keine mundartliche Suche gibt. Im nachfolgenden Paarreim und darauffolgenden Schlagreim enden alle Worte mit ein, so dass eine Abundanz an reimenden Wörtern entsteht. Diese Zeilen zeigen auch, wie frei man als Dichter oder Texter schreiben kann, ohne viel über die bestehenden Reimformen nachdenken zu müssen. Wichtig ist mit den Wörtern zu spielen, auch mal out of the box zu denken und Freude an Wort und Sinn oder Unsinn zu haben. Die Reimhilfe kann dann als Inspiration dienen oder über Denk und Schreibblockaden hinweghelfen, den kreativen Geist kann sie nicht ersetzen.
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Dante benutzt hier den Kettenreim, eine Reimform, die er selbst erfand. In dreizeiligen Versen reimen sich jeweils das letzte Wort der ersten und der letzten Zeile. Diese Gedichtform bezeichnet man auch als Terzine. Was auffällig ist, ist, dass die Wörter immer einen Großteil der Buchstaben gemeinsam haben und nur der erste Buchstabe unterschiedlich ist, wie in sagen und Zagen, in Tod und bot, nur fand und abgewandt fallen hier aus der Reihe. Letztlich kann man sich jedoch in vielen Fällen auf die berühmten drei oder vier letzten Buchstaben verlassen. Auch im deutschen Rap und HipHop wurde diese Technik angewandt, um Reime zu finden: [...]
Die norddeutsche HipHopBand Fettes Brot hat hier mit dem Paarreim sowie mit dem Schlagreim gearbeitet. Der Paarreim, in dem sich Neunzehnsechsundneunzig und bräunt sich reimen, wird mundartlich ausgesprochen, weshalb ein Reim entsteht. Dies ist einer der Reime, die eine Reimhilfe nicht gefunden hätte, da es bei ihr keine mundartliche Suche gibt. Im nachfolgenden Paarreim und darauffolgenden Schlagreim enden alle Worte mit ein, so dass eine Abundanz an reimenden Wörtern entsteht. Diese Zeilen zeigen auch, wie frei man als Dichter oder Texter schreiben kann, ohne viel über die bestehenden Reimformen nachdenken zu müssen. Wichtig ist mit den Wörtern zu spielen, auch mal out of the box zu denken und Freude an Wort und Sinn oder Unsinn zu haben. Die Reimhilfe kann dann als Inspiration dienen oder über Denk und Schreibblockaden hinweghelfen, den kreativen Geist kann sie nicht ersetzen.
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