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  • Eine Lehrerfortbildung und gleichzeitig ein Präventionsprojekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen für das gesamte Jahr 2011.

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  • Eine Lehrerfortbildung und gleichzeitig ein Präventionsprojekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen für das gesamte Jahr 2011.

Textauszug aus diesem Dokument

LandesstelleJugendschutzNiedersachsen Information für die Medien Hamburg, 07.04. 2011 Grenzgebiete Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen Neues Präventionsprojekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen für Schule und Jugendarbeit Sexuelle Gewalt in Beziehungen: Mit Nachdruck Nein sagen Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen geschehen in der Schule, im Sportverein, auf Partys, in Wohngruppen, zu Haus. Oft kennen Täter und Opfer einander. Sie flirten vielleicht, haben eine Verabredung gehabt oder eine Beziehung angefangen bevor die Situation gekippt ist. Ein Date Rape, also ein sexueller Übergriff in einer Beziehung, beginnt oft in gegenseitigem Einvernehmen. Aber wenn aus einem Flirt eine aggressive Anmache wird, ist das der Zeitpunkt für ein klares Nein. Gegenüber dem Flirt oder Freund fällt dies oft besonders schwer. Sexuelle Attacken in Gruppen Viele jugendliche Täter üben sexuelle Gewalt im Kontext von Gruppenaktivitäten aus. Zwangsküssen, Eierkneifen, Strippoker, Gangbang im Umfeld der Clique werden Jungen und Mädchen zu Handlungen gezwungen, die nur den Tätern Spaß machen. Häufig wissen auch Unbeteiligte Bescheid. Dennoch ist es unter dem sozialen Druck der Gruppe schwer, über solche Demütigungen zu sprechen. Prävention Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen LJS will mit einem Theaterprogramm für Jugendliche und mit Fortbildungen für Erwachsene dazu beitragen, sexuelle Übergriffe rechtzeitig zu erkennen, zu benennen und zu verhindern. Ein brisantes Thema Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen wird in der öffentlichen Wahrnehmung häufig verharmlost. Dabei wird ein Drittel aller Fälle von sexuellem Missbrauch von kindlichen oder jugendlichen Tätern begangen. Etwa 60 der befragten Mädchen zwischen 17 und 20 Jahren haben Erfahrungen mit Erpressungen, Drohungen oder gewaltsamen sexuellen Handlungen. Auch Jungen sind von sexueller Gewalt durch Gleichaltrige betroffen. Zur Prävention sexueller Gewalt hat die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen das Projekt Grenzgebiete entwickelt. Es umfasst ein Theaterprogramm für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen sowie eintägige Workshops für Erzieherinnen, Fachkräfte aus der Jugendarbeit und Lehrkräfte. Ebenfalls angeboten werden InfoVeranstaltungen zum Thema sexuelle Gewalt unter Jugendlichen. Grenzgebiete die Projektinhalte: 1. Ein Tritt ins Glück: Das Theaterprogramm Die Produktion der theaterpädagogischen Werkstatt gGmbH Osnabrück soll Schüler der 7. 9. Klassen ansprechen. Mädchen und Jungen sollen darin gestärkt werden, die eigenen Grenzen zu erkennen und die Grenzen anderer zu respektieren. Wie erkennt man bei
Sexueller Anmache und sexueller Gewalt rechtzeitig, dass die Situation kippt? Wie stellt man mit Nachdruck klar, dass ein nein kein jein ist? Was kann man tun, um anderen zu helfen, wenn aus Spaß plötzlich Gewalt und aus einer Rangelei ein verletzender Übergriff wird? 2. Fortbildungen: Unterstützung und Aufmerksamkeit durch Erwachsene Mit dem Projekt Grenzgebiete will die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen auch Fachkräfte aus der Jugendarbeit, Erzieherinnen, Schulsozialarbeiter und Lehrkräfte für das Thema sensibilisieren. In Fortbildungen erfahren sie, wie sie sich verhalten können, wenn sie sexuelle Übergriffe beobachten oder vermuten. Wie schafft man einen Anlass, über sexuelle Übergriffe zu sprechen und wie findet man die richtigen Worte dafür? 3. InfoVeranstaltungen: Kompakte Informationen Die InfoVeranstaltungen wenden sich an alle Erwachsenen Eltern, Lehrkräfte, Haupt und Ehrenamtliche die für Kinder und Jugendliche verantwortlich sind. Hier sollen grundlegende Informationen vermittelt werden. Und auch hier geht es darum, wie Erwachsene Jugendliche darin unterstützen können, sich gegen Grenzverletzungen zu wehren und über Erfahrungen mit sexueller Gewalt zu sprechen. Über eine Berichterstattung würden wir uns freuen. Gern stehen wir für nähere Auskünfte zur Verfügung und laden Sie zu einer Projektvorstellung ein. Bitte melden Sie sich hierzu verbindlich an. Die Termine für die Projektvorstellungen sind: 04. Mai 2011 Lutherhaus, Osnabrück 16. Mai 2011 Akademie des Sports, Hannover 26. Mai 2011 Kulturzentrum PFL, Oldenburg Kontakt / Weitere Informationen Andrea Buskotte [EMail Adresse entfernt] Tanja Opitz [EMail Adresse entfernt] Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, Leisewitzstraße 26, 30175 Hannover. T: 0511 85 87 88 F: 0511 283 49 54 Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration unterstützt.

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