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Möglichkeiten des Nichtpropositionalen I Hausarbeit
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Themen: sprache philosophie gedanken hausarbeit Kategorie: Hausarbeiten
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| Autor: | |
| Universität: | Freie Universität Berlin |
| Thema: | Philosophie |
| Lizenz: | Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen |
Textauszug aus diesem Dokument
In meiner Arbeit möchte ich mich an zwei Texten orientieren dem Text von Martin Seel und dem fünften Abschnitt aus Christoph Demmerlings Sinn, Bedeutung, Verstehen , da diese Analysen die Interdependenz des Propositionalen und Nichtpropositionalen bzw. die Möglichkeiten des Nichtpropositionalen im menschlichen Denken und Sprechen sowie in der Wahrnehmung am deutlichsten hervorbringen auch wenn dies nicht das eigentliche Ziel der zu besprechenden Analysen ist. Seels Text beschäftigt sich mit dem Begriff des Erkennens und der Bestimmtheit der Welt. Demmerling fokussiert mit dem Raum des Verstehens auf das Zusammenspiel verschiedener Elemente, um zu einem Verständnis von uns selbst oder anderen zu gelangen aber dazu gleich mehr. Die Texte sollen also in den für mich wichtigen Punkten skizziert werden und anschließend möchte ich eine Zusammenführung der Modelle versuchen. [...]
Der Raum des Verstehens ist ein Ansatz, der von Anfang an klar seine Grenzen des Propositionalen aufweist, da er selbst keine eigentlichen Grenzen besitzt, unerschöpflich ist. Demmerling lässt verlauten, dass sich keine Theorie des Verstehensraums formulieren lässt. Hier lässt sich bereits vermuten, dass ein Modell entsteht, welches den bisher sehr oft in Extremen platzierten Ansichten entgegenwirkt und endlich Platz schafft für eine Symbiose zwischen Gedanken und Sprache, die sich in unsere Erfahrung und in unseren intuitiven Sprachgebrauch einfindet.
Dabei ist der Raum des Verstehens durchaus auch sprachlich strukturiert und selbst das, was nicht sprachlich ist, kann jedenfalls zum Teil sprachlich erfasst werden. Dieser beschriebene Raum ist also keineswegs ein irrationaler Grund all unserer Verstehensleistungen , weil das Modell so betrachtet nur wieder eine extreme Position darstellen würde, die das Primat der Sprache aus der Analyse drängt nicht aber einen Raum schaffen schaffen könnte, indem die Interdependenz von Sprache und Gedanken deutlich hervortritt. Zusätzlich muss bedacht werden, dass nicht alles, was propositional zugänglich ist, in dem Moment des Wahrnehmens, Denkens und so fort, auch propositional präsent ist.
Wir haben hier also zum einen das Propositionale und zum anderen das Nichtpropositionale. Und dann gibt es noch ein Zwischenfeld es ist das Nichtpropositionale, welches eine Möglichkeit der propositionalen Erfassbarkeit aufweist. Die Attribute dieses Zwischenfeldes werden oft dem Nichtpropositionalen zugeschrieben, was bei einer genaueren Betrachtung einer sinnvollen Definition dieses Begriffs nicht mehr greift: Das Nichtpropositionalen wird bei Demmerling in einer weiter gefassten Definition verwendet. Das bedeutet, dass der Begriff eher keine Elemente darstellt, die unterhalb der Satzebene oder unterhalb der Ebene einer vollständigen Überzeugung, die mit einem daßSatz ausgedrückt werden kann, anzusiedeln sind. Denn bei solch einer satznahen Definition des Nichtpropositionalen bestünde eine viel zu starke Kopplung an Sprache und ähnlich propositional strukturierte Systeme; hätten wir immer schon einen Verweis von dem Nichtpropositionalen auf das Propositionale als nächsten Entwicklungsschritt vom undefinierbar Verschwommenen zum Klaren und Konkreten. Aber genau diese Unterscheidung ist wichtig: Einzusehen, dass nicht alles Nichtpropositionale grundsätzlich nur noch nicht Sprache ist, sondern einen Bereich einzuräumen, für den gilt, dass dieser niemals Sprache werden muss oder werden wird. Das, was noch nicht Sprache ist gehört in das oben beschriebene Zwischenfeld. Dieses darf man sich allerdings nicht als separates Gebiet vorstellen, sondern als Teilgebiet des Nichtpropositionalen, welches vorsprachlich ist. Für diesen Bereich würde ich gerne den Begriff des Nochnichtpropositionalen festlegen.
Demmerling zählt in der Analyse verschiedene Formen des praktischen Wissens, phänomenales Wissen von sich, affektive Bezogenheit auf eine Situation, Elemente der sinnlichen Wahrnehmung und alles was nicht oder nicht zur Gänze prädikativ strukturiert ist zum erweiterten Begriff des Nichtporpositionalen.4
Doch lernen wir diesen Raum nun erst einmal kennen: Was beinhaltet er denn nun? Er enthält alles, was wir denken, sagen, erfahren oder tun.5 Das heißt also, dass dieser Raum einer ist, in dem der Mensch nicht nur denkt und spricht sondern auch wahrnimmt und tätig wird.
Nur wenn wir uns mit anderen in diesem Raum befinden können wir uns selbst und andere verstehen. Schon die einfachsten Handlungen und Verhaltensweisen benötigen diesen Raum um Sinn zu machen. Man könnte hier noch weiter gehen und sagen, um überhaupt vollzogen werden zu können. [...]
Es ist Abend, ich werde müde und möchte schlafen gehen. Ich sitze im Wohnzimmer der Wohnung einer Freundin.
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Der Raum des Verstehens ist ein Ansatz, der von Anfang an klar seine Grenzen des Propositionalen aufweist, da er selbst keine eigentlichen Grenzen besitzt, unerschöpflich ist. Demmerling lässt verlauten, dass sich keine Theorie des Verstehensraums formulieren lässt. Hier lässt sich bereits vermuten, dass ein Modell entsteht, welches den bisher sehr oft in Extremen platzierten Ansichten entgegenwirkt und endlich Platz schafft für eine Symbiose zwischen Gedanken und Sprache, die sich in unsere Erfahrung und in unseren intuitiven Sprachgebrauch einfindet.
Dabei ist der Raum des Verstehens durchaus auch sprachlich strukturiert und selbst das, was nicht sprachlich ist, kann jedenfalls zum Teil sprachlich erfasst werden. Dieser beschriebene Raum ist also keineswegs ein irrationaler Grund all unserer Verstehensleistungen , weil das Modell so betrachtet nur wieder eine extreme Position darstellen würde, die das Primat der Sprache aus der Analyse drängt nicht aber einen Raum schaffen schaffen könnte, indem die Interdependenz von Sprache und Gedanken deutlich hervortritt. Zusätzlich muss bedacht werden, dass nicht alles, was propositional zugänglich ist, in dem Moment des Wahrnehmens, Denkens und so fort, auch propositional präsent ist.
Wir haben hier also zum einen das Propositionale und zum anderen das Nichtpropositionale. Und dann gibt es noch ein Zwischenfeld es ist das Nichtpropositionale, welches eine Möglichkeit der propositionalen Erfassbarkeit aufweist. Die Attribute dieses Zwischenfeldes werden oft dem Nichtpropositionalen zugeschrieben, was bei einer genaueren Betrachtung einer sinnvollen Definition dieses Begriffs nicht mehr greift: Das Nichtpropositionalen wird bei Demmerling in einer weiter gefassten Definition verwendet. Das bedeutet, dass der Begriff eher keine Elemente darstellt, die unterhalb der Satzebene oder unterhalb der Ebene einer vollständigen Überzeugung, die mit einem daßSatz ausgedrückt werden kann, anzusiedeln sind. Denn bei solch einer satznahen Definition des Nichtpropositionalen bestünde eine viel zu starke Kopplung an Sprache und ähnlich propositional strukturierte Systeme; hätten wir immer schon einen Verweis von dem Nichtpropositionalen auf das Propositionale als nächsten Entwicklungsschritt vom undefinierbar Verschwommenen zum Klaren und Konkreten. Aber genau diese Unterscheidung ist wichtig: Einzusehen, dass nicht alles Nichtpropositionale grundsätzlich nur noch nicht Sprache ist, sondern einen Bereich einzuräumen, für den gilt, dass dieser niemals Sprache werden muss oder werden wird. Das, was noch nicht Sprache ist gehört in das oben beschriebene Zwischenfeld. Dieses darf man sich allerdings nicht als separates Gebiet vorstellen, sondern als Teilgebiet des Nichtpropositionalen, welches vorsprachlich ist. Für diesen Bereich würde ich gerne den Begriff des Nochnichtpropositionalen festlegen.
Demmerling zählt in der Analyse verschiedene Formen des praktischen Wissens, phänomenales Wissen von sich, affektive Bezogenheit auf eine Situation, Elemente der sinnlichen Wahrnehmung und alles was nicht oder nicht zur Gänze prädikativ strukturiert ist zum erweiterten Begriff des Nichtporpositionalen.4
Doch lernen wir diesen Raum nun erst einmal kennen: Was beinhaltet er denn nun? Er enthält alles, was wir denken, sagen, erfahren oder tun.5 Das heißt also, dass dieser Raum einer ist, in dem der Mensch nicht nur denkt und spricht sondern auch wahrnimmt und tätig wird.
Nur wenn wir uns mit anderen in diesem Raum befinden können wir uns selbst und andere verstehen. Schon die einfachsten Handlungen und Verhaltensweisen benötigen diesen Raum um Sinn zu machen. Man könnte hier noch weiter gehen und sagen, um überhaupt vollzogen werden zu können. [...]
Es ist Abend, ich werde müde und möchte schlafen gehen. Ich sitze im Wohnzimmer der Wohnung einer Freundin.
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