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  • Hier finden Sie die aktuelle Broschüre zur K2-Fachtagung Krisenkommunikation mit allen Referenten, dem Tagungsprogramm und den drei scm-Workshops am Folgetag. Diese Tagung wird am 26. Oktober 2010 in Frankfurt am Main stattfinden.

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    Textauszug aus diesem Dokument

    Keine Krise ist wie die andere. Führt man sich
    die großen und kleinen Katastrophen vor Augen,
    die in den vergangenen Monaten Unternehmen
    und Organisationen erfasst haben, scheint es
    kaum Gemeinsamkeiten zu geben: Finanzmarktkrise,
    Aschewolken, sprudelnde Bohrlöcher,
    Schmiergeldzahlungen, Veruntreuung von Firmengeldern,
    einstürzende U-Bahn-Schächte, Palmöl,
    Missbrauch, Hitzechaos. Die Fälle zeigen aber eins:
    Es gibt kein Unternehmen und keine Organisation,
    die nicht von einer Krise erwischt werden
    könnte. Es sind eben nicht nur Konzerne in den
    sogenannten „High Risk“-Bereichen, etwa der Öl-,
    Chemie- oder Stromindustrie, wie derzeit BP,
    die sich entsprechend vorbereiten müssen. Auch
    hervorragend beleumundete Nichtregierungsorganisationen,
    Verbände oder Dienstleister können
    von Krisen betroffen sein, wie der Skandal um die
    katholische Kirche gezeigt hat. Alle Unternehmungen
    sind potentiell gefährdet, die Deutungshoheit
    über das eigene Handeln zu verlieren.
    Und noch eins ist allen Fällen gemein: Immer
    sind Krisen auch und vor allem mediale Krisen.
    Erst durch die massenhafte Veröffentlichung
    und Verbreitung entwickeln sich mitunter klar
    eingrenz-bare Probleme zu Szenarien, in denen
    letztlich nicht nur das Image einer Organisation
    auf dem Spiel steht, sondern im Extremfall die
    Organisation selbst, ihre „licence to operate“.
    Oft ist dabei nicht der eigentliche Missstand entscheidend
    für das öffentliche Urteil, sondern der
    Umgang mit Vorwürfen und Kritik. Hier kann und
    muss eine professionelle Kommunikation ansetzen.
    Es gilt, den Skandal im Skandal zu verhindern.
    Der Trend zur Skandalisierung in den Massenmedien
    ist auf Grund des verschärften Wettbewerbs
    ungebrochen. Hinzu kommt eine Vielzahl
    neuer digitaler Kanäle, die schneller als etablierte
    Medien arbeiten und eine enorme Reichweite
    aufweisen. Foren, Blogs, Twitter, Social Media –
    das Web 2.0 wird bisher noch immer und zu Unrecht
    als wenig relevant eingeschätzt. Fakt ist: Die
    Krisenanfälligkeit steigt. Bislang galt die Maßgabe,
    dass erst der Sprung in die etablierten Medien
    tatsächlich den Ausbruch einer Krise bedeutet.
    Die Greenpeace-Kampagne gegen die Verwendung
    von Palmöl in Schokoriegeln des Herstellers
    Nestlé ist jedoch eine Zäsur, da hier erstmals ein
    Unternehmen mittels einer orchestrierten Online-
    Kampagne zu einer Verhaltensänderung gezwungen
    wurde – auch weil es die Kontrolle über
    seine eigene Internetseite bei Facebook verlor.
    Die Gründe für eine Unternehmenskrise mögen
    vielfältig sein - Korruption, Missmanagement, Arbeitsplatzabbau,
    Übernahmen oder Produktfehler,
    etc. - eines jedoch ist immer gleich: Der Kampf
    um die Deutungshoheit in der Öffentlichkeit muss
    schnell und effektiv geführt werden. Abwiegeln,
    Ignorieren oder Verharmlosen sind keine Erfolg
    versprechenden Optionen. Informationen
    sollten schnell, direkt und mittels Multiplikatoren
    an die Öffentlichkeit weitergegeben werden.
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