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  • Seminararbeit zum Thema Unternehmenskultur im interkulturellen Kontext. Solide Seminararbeit mit Beispielen von IKEA und Co.

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    Textauszug aus diesem Dokument

    Mit dem Slogan Wohnst Du noch oder lebst Du schon? wirbt IKEA in Deutschland. Auffällig daran ist das ungewöhnlich erscheinende Duzen der Kunden. Das entstammt zum einen aus der schwedischen Kultur, inder das Siezen an Bedeutung verloren hat und im alltäglichen Gebrauch kaum noch verwendet wird und zum anderen passt das Duzen aus deutscher Sicht zur gesamten Philosophie IKEAs. Schaut man sich die Unternehmenskultur des schwedischen Möbelunternehmens an, macht der Slogan durchaus Sinn. IKEA legt intern als auch extern viel wert auf die unternehmenseigene Kultur. Bei IKEA duzt man sich intern vom Geschäftsführer bis zum untersten Angestellten. Die Schweden sehen sich als große Familie die Kundschaft nicht ausgeschlossen. Werte wie Gemeinsamkeit, Einfachheit und Offenheit prägen das Bild von IKEA und tragen maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Unternehmens bei. Das Interessante daran ist, dass diese Unternehmenskultur auch auf interkultureller Ebene zu funktionieren scheint. [2: http://www.ikea.com/ms/de_AT/jobs/join_us/ikea_values/index.html, am 14.3.09 ]
    Im Rahmen dieser Seminararbeit möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, ob man die Unternehmenskultur bei Expansion in andere Kulturkreise transportieren kann bzw. ob sie standardisierbar ist. Im Verlauf dieser Arbeit werde ich mich im Bereich der Unternehmenskultur an Edgar H. Schein und dessen theoretischen, viel zitierten Überlegungen orientieren. Im Bereich des interkulturellen Kontextes und der dazugehörigen Theorie werde ich mich mit Geert Hofstede befassen, der etliche Forschungsarbeit auf diesem Gebiet durchgeführt hat. Zunächst werde ich im Kurzen die grundlegenden Begrifflichkeiten zusammenfassen. [...]
    Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass im Rahmen dieser Arbeit es mir leider nicht möglich die ganze Komplexität des Kulturbegriffs darzustellen. Daher beschränke ich mich auf zwei Theoretiker, deren Definitionen zu beschreiben versuchen, was Kultur vom lat. cultura=Veredelung, Anbau, Bearbeitung ausmacht. Ward H. Goodenough, ein nordamerikanischer Anthropologe, beschreibt Kultur wie folgt:
    \"Culture is not a material phenomenon: it does not consist of things, people, behavior, or emotions. It is rather an organization of these things. It is the form of things that people have in mind, their models for perceiving, relating, and otherwise interpreting them.\"
    Diese Einschätzung beschreibt, dass erst die Gesamtheit und der Umgang mit verschiedenen Werten, Prämissen, Standards und Verhaltensweisen eine Kultur ausmachen. Dieses Wissen und diese Herangehensweisen mit gegebenen, nichtgreifbaren Umständen umzugehen lässt erst eine scheinbar abzugrenzende Gesellschaft aus verschiedenen Individuen entstehen. Geert Hofstede sieht diese vermeintlichen Grenzen zwischen verschiedenen Kulturen interagierend. So entstehen beispielsweise durch verschiedene Interpretationen neue Subkulturen, die wiederum anderen ähneln und sich annähern. Eine klare Trennung ist nicht möglich.
    Hofstede gliedert seine Kulturvorstellung in vier Begrifflichkeiten: Symbole, Helden, Rituale, Werte. Diese Begriffe sind die Grundelemente und fundamentalen Bindungsglieder einer Kultur. [3: vgl. Hofstede 2006, S. 7 ff.] [...]
    Symbole sind Worte, Gesten und Bilder, denen Bedeutungen unterliegen, die nur bestimmten Kulturen bekannt sind. Das können beispielsweise Fachsprachen, Kleidung, Flaggen oder Statussymbole sein. Symbole sind, wie im Zwiebelmodell angedeutet, die oberflächlichsten Kulturmanifestationen. Helden sind Persönlichkeiten, die Eigenschaften besitzen, die in der Gesellschaft angesehen sind. Sie sind daher Verhaltensvorbilder. Rituale sind Tätigkeiten, die als sozial notwendig gelten. Das beinhaltet z.B. die Form des Grüßens oder das wöchentliche Zusammentreffen einer Gruppierung. [4: Ebd., S.7][5: Ebd., S.8][6: Ebd., S.8] Symbole, Helden und Rituale hat Hofstede dem Oberbegriff Praktiken untergeordnet. Der Begriff beschreibt, dass diese Praktiken innerhalb der Kultur ausgeführt werden, weil sie in sich sinnig, nötig und verständlich sind. Für Außenstehende jedoch sind die kulturellen Eigenheiten nicht sichtbar. Im Kern einer jeden Kultur sieht Hofstede die Werte. Diese sind nicht angeboren, sondern werden im Laufe der Entwicklung eines Menschen erlernt. Werte liefern die Grundlage für jegliche Handlungen, Motivationen und Interpretationen innerhalb und außerhalb einer Kultur, da der Mensch durch Werte lernt Schlechtes und Gutes abzuwägen. [7: Ebd., S.4] [...]
    Um als Unternehmen erfolgreich agieren zu können, gilt es interne Problematiken zu unterbinden bzw. im Keim zu ersticken. Um z.B. der Bildung konkurrierende Subgruppen entgegenzuwirken, ist eine funktionierende Unternehmenskultur unerlässlich. Diese lässt sich aber nicht so einfach entwickeln. Sie muss heranwachsen. Ein Auszug aus Scheins Definition von Unternehmenskultur:

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