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Iran unter den Safawiden - Entwicklungen und Reformen um die Wende des 16. zum 17. Jh.
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Themen: iran Kategorie: Hausarbeiten
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| Autor: | |
| Veröffentlicht: | Oktober 2010 |
| Note: | 1,0 |
| Thema: | Geschichte |
| Lizenz: | Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung |
Textauszug aus diesem Dokument
In meinem Essay wird es um die Entwicklungen und Veränderungen in Iran
zwischem dem 16. und 17. Jahrhundert unter der Safawiden-Dynastie gehen.
Vor allem möchte ich dabei Schah ÝAbbās Handeln betrachten, der Iran von
seinem nomadischen Erbe entfernte, wenn nicht gar befreite und weitreichende
Reformen in Angriff nahm, die vor allem das Militär und die Verwaltung des
Reiches betrafen. Seine eingeleiteten Reformen griffen teilweise frühere
Entwicklungen auf und entwickelten diese weiter und schufen bis zum Ende der
Safawiden-Dynastie ein stabiles Staatsgebilde in Iran.
Die Frage dabei wird sein, welche Veränderungen Iran ein neues Gesicht gaben
und inwiefern sich der safawidische Iran sich von seinen Vorgängern unterschied.
Außer Acht lassen möchte ich Erläuterungen zum Begriff der Moderne, da dieser
Begriff zu weitreichend ist und aus seiner europäischen Bedeutung heraus nur
schwer auf andere Länder übertragbar ist. Auch den Begriff der Nation bzw.
Nationalstaat werde ich hier nicht in Bezug auf Iran thematisieren.
Ich werde einige Einrichtungen und Themengebiete herausstreichen und ihren
Wandel im fraglichen Zeitraum beleuchten.
Als Primärquelle werde ich mich Savorys „Iran under the Safavids“ bedienen.
Im folgenden werde ich für das Staatsgebilde der Safawiden den Begriff „Iran“
und für die Angehörigen des Volkes „Iraner“ verwenden; für die Turkvölker in
Iran den Begriff „Turkmenen“.
Bei persischen Begriffen und Namen werde ich mich an der DMG-Umschrift
orientieren.
Ausschaltung der Qïzïlbaš und Überwindung des Tribalismus
Zu Herrschaftsantritt des Schah ÝAbbās hatten die turkmenischen Emire, die u.a.
als Provinzgouverneure der Safawiden dienten, noch immer ihre starke Stellung
in Iran inne. Durch den Herrschaftscharakter Irans als eine Meritokratie, bezogen
sie nach wie vor Ansehen und Macht aus den Taten ihrer turkmenischen
Vorfahren. Sie besetzten militärische Ämter, Statthalterpositionen und waren
Erzieher safawidischer Mündel.
Der Begründer der Safawiden-Dynastie, IsmāÝīl I., war als Ordensmeister des
Òūfī-Ordens aus Ardabīl eng mit den turkmenischen Qïzïlbaš, die eifrige und
kampfkräftige Unterstützer dieses Ordens waren, verbunden. Auch Schah ÝAbbās
war noch ihr nominelles Oberhaupt, wobei sich diese Verbindung mittlerweile zu
einem Problem für die Safawiden-Schahs entwickelte, die ein gefestigtes Staatswesen
anstrebten. Die Qïzïlbaš hatten sich unter Schah Óahmāsp zu einer Art
Prätorianer-Garde nach altrömischem Vorbild entwickelt, die nahe des iranischen
Herrschers ihre militärische und politische Vormachtstellung zur Geltung
brachten. Die loyalen Kämpfer von einst, standen bald einer sich herausbildenden
iranischen Zentralmacht und selbstbewußten Krone im Weg.
Auf der einen Seite standen sich nun nomadische Turkmenen, die vorrangig das
Militär stellten und auf der anderen Seite seßhafte Iraner, die die Verwaltung und
Bürokratie übernahmen, gegenüber.
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zwischem dem 16. und 17. Jahrhundert unter der Safawiden-Dynastie gehen.
Vor allem möchte ich dabei Schah ÝAbbās Handeln betrachten, der Iran von
seinem nomadischen Erbe entfernte, wenn nicht gar befreite und weitreichende
Reformen in Angriff nahm, die vor allem das Militär und die Verwaltung des
Reiches betrafen. Seine eingeleiteten Reformen griffen teilweise frühere
Entwicklungen auf und entwickelten diese weiter und schufen bis zum Ende der
Safawiden-Dynastie ein stabiles Staatsgebilde in Iran.
Die Frage dabei wird sein, welche Veränderungen Iran ein neues Gesicht gaben
und inwiefern sich der safawidische Iran sich von seinen Vorgängern unterschied.
Außer Acht lassen möchte ich Erläuterungen zum Begriff der Moderne, da dieser
Begriff zu weitreichend ist und aus seiner europäischen Bedeutung heraus nur
schwer auf andere Länder übertragbar ist. Auch den Begriff der Nation bzw.
Nationalstaat werde ich hier nicht in Bezug auf Iran thematisieren.
Ich werde einige Einrichtungen und Themengebiete herausstreichen und ihren
Wandel im fraglichen Zeitraum beleuchten.
Als Primärquelle werde ich mich Savorys „Iran under the Safavids“ bedienen.
Im folgenden werde ich für das Staatsgebilde der Safawiden den Begriff „Iran“
und für die Angehörigen des Volkes „Iraner“ verwenden; für die Turkvölker in
Iran den Begriff „Turkmenen“.
Bei persischen Begriffen und Namen werde ich mich an der DMG-Umschrift
orientieren.
Ausschaltung der Qïzïlbaš und Überwindung des Tribalismus
Zu Herrschaftsantritt des Schah ÝAbbās hatten die turkmenischen Emire, die u.a.
als Provinzgouverneure der Safawiden dienten, noch immer ihre starke Stellung
in Iran inne. Durch den Herrschaftscharakter Irans als eine Meritokratie, bezogen
sie nach wie vor Ansehen und Macht aus den Taten ihrer turkmenischen
Vorfahren. Sie besetzten militärische Ämter, Statthalterpositionen und waren
Erzieher safawidischer Mündel.
Der Begründer der Safawiden-Dynastie, IsmāÝīl I., war als Ordensmeister des
Òūfī-Ordens aus Ardabīl eng mit den turkmenischen Qïzïlbaš, die eifrige und
kampfkräftige Unterstützer dieses Ordens waren, verbunden. Auch Schah ÝAbbās
war noch ihr nominelles Oberhaupt, wobei sich diese Verbindung mittlerweile zu
einem Problem für die Safawiden-Schahs entwickelte, die ein gefestigtes Staatswesen
anstrebten. Die Qïzïlbaš hatten sich unter Schah Óahmāsp zu einer Art
Prätorianer-Garde nach altrömischem Vorbild entwickelt, die nahe des iranischen
Herrschers ihre militärische und politische Vormachtstellung zur Geltung
brachten. Die loyalen Kämpfer von einst, standen bald einer sich herausbildenden
iranischen Zentralmacht und selbstbewußten Krone im Weg.
Auf der einen Seite standen sich nun nomadische Turkmenen, die vorrangig das
Militär stellten und auf der anderen Seite seßhafte Iraner, die die Verwaltung und
Bürokratie übernahmen, gegenüber.
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