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    Textauszug aus diesem Dokument

    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Institut für Politikwissenschaft
    Hauptseminar: Der Wandel in der Europäischen Union: Maastricht (1992), Amsterdam (1997) und
    die Folgen
    Wintersemester 1997/98
    Mittwoch 14 - 16 Uhr
    Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Merkel
    Thema: Vorgeschichte: Warum kam es zum Vertrag von Maastricht?

    Tobias Daniel
    Rheinstraße 32
    55543 Bad Kreuznach
    Telefon: 0671/75741
    E-Mail: TobiasDaniel@web.de
    Politikwiss./M. u. N. Gesch./A. Gesch.
    (9/11/11)

    1. Einleitung
    Die Idee eines geeinten Europas blickt mittlerweile auf eine lange historische Tradition zurück. Bereits im Mittelalter sind entsprechende Föderations- und Konföderationspläne, wie Dantes Weltkaisertum, bekannt. Diese fanden auch ihren Niederschlag in den von Abbé Saint-Pierre entwickelten Zielsetzung
    der Vereinigten Staaten von Europa aus dem Jahre 1713 und dem von Immanuel Kant entwickelten Konzept eines Völkerbundes von 1795.1 In der Folge des Ersten Weltkrieges, der die Zerrissenheit Europas und den Schwund seiner weltpolitischen Rolle deutlich gemacht hatte, wurden die
    sogenannten „Paneuropa-Ideen” und Pläne zur Schaffung der „Vereinigten Staaten von Europa” nun auch öffentlich diskutiert. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Integrationsgedanke neu belebt, indem man diesen nun mit der Frage verknüpfte, wie eine friedliche Zukunft nach dem Ende des
    Krieges zu gestalten sei. Eine besondere Rolle spielte dabei auch der Verlust der traditionellen Machtposition der europäischen Nationalstaaten zugunsten der zwei Supermächte USA und Sowjetunion.
    Durch eine politische und wirtschaftliche Einigung Europas versprach man sich die Wiedergewinnung der Macht, welche die einzelnen Staaten nun endgültig verloren hatten.
    In dieser Hausarbeit soll sich mit dem europäischen Einigungsprozess näher beschäftigt werden. Folgende Fragestellung soll dabei zugrunde gelegt werden:

    • Welches sind die wichtigsten Stationen der europäischen Integration nach dem Ende des
    Zweiten Weltkrieges?
    • Was sind die entscheidenden europapolitischen Zielsetzungen der „drei großen” Akteure
    Deutschland, Großbritannien und Frankreich?
    • Was sind die entscheidenden Motive, Strategien und Leitideen der europäischen Einigung?

    Am Beginn dieser Hausarbeit soll zunächst ein historischer Rückblick über den europäischen Integrationsprozess gegeben werden. Dabei sollen die wichtigsten Etappen und Ereignisse, sowie die Bedeutung der deutschen Einheit für die Einigung Europas beleuchtet werden. Im zweiten Abschnitt sollen
    dann die unterschiedlichen europapolitischen Interessen und Handlungsmotive Deutschlands, Frankreichs und Großbritannien untersucht werden. Auf die eigentlichen Motive und Leitideen der europäischen Integration soll dann im letzten Abschnitt dieser Hausarbeit eingegangen werden. Es sollen
    dabei zunächst die verschiedenen integrationstheoretischen Ansätze erörtert und daraufhin die Frage beantwortet werden, warum es zum Vertrag von Maastricht kam.

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