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  • Nach einer wahren Geschichte.
    Sorgfältig recherchiert,
    ausführlich aufbereitet
    und psychologisch analysiert.
    Nicht nur zur Erbauung,
    auch zur Ermahnung
    betroffener Personen.

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    Textauszug aus diesem Dokument

    [Erstes Kapitel Goldene Jugendzeit] Nach einer wahren Geschichte. Sorgfältig recherchiert, ausführlich aufbereitet und psychologisch analysiert. Nicht nur zur Erbauung, auch zur Ermahnung betroffener Personen. Seite 3 [...]
    [Erstes Kapitel Goldene Jugendzeit] VorSätze Du musst vorsichtig sein. Wenn du zu viel über dich und dein Leben erzählst, wird man dir eines Tages alle Verfehlungen vorhalten spätestens am Tag des Jüngsten Gerichts. Und dieser Tag kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche. Heribert Härry Hohlberg Es wird viel über Paul van Cres adlige Herkunft gemunkelt. Manch einer behauptet, dass Pauls strohblonde Mutter in früheren Zeiten nur den schnöden Nachnamen Crewitzke trug und vielleicht sogar aus polnischen Gefilden stammen würde, aber in den Nachkriegswirren aus ungeklärten Umständen und einem wohlwollend gezogenen Strich zur behördlicherseits bekannten Monique van Cre aus dem französischen Ort St. Martin wurde. Von Seite 5
    [Aus meinem Roman TREUFLEISCH] Paul van Cre werden solche Verdächtigungen vehement und unter Vorlage eines druckfrischen Stammbaums und seiner amtlichen Papiere geleugnet. Paul ist mit Salome, geborene Treufleisch verheiratet. Die gemeinsame und einzige Tochter ist Tabea van Cre. Aber auch deren biologische Abstammung liegt wie manch Anderes in meiner Geschichte im zwischenmenschlichen Dunkeln. Pauls unumstössliches Lebensmotto lautet: Glück ist berechenbar und wer gewinnen will muss investieren. Die richtige Mischung mach ich doch mit links.Erwähnen möchte ich noch, dass mir meine juristischen Berater zu einem kleinen Hinweis geraten haben: Wer sich in meinem Buch wiederzuerkennen glaubt, hat sich geirrt, oder will mir wegen meiner blühenden Phantasie schmeicheln. Alle Personen, Namen, Firmen, Zeiten und Orte sind von mir frei erfunden. Seite 6
    [Erstes Kapitel Goldene Jugendzeit] Goldene Jugendzeit Ich habe lange darüber nachgedacht, warum meine Frau meine einfachsten Grundbedürfnisse nicht verstehen will. Es hat etwas mit meiner Jugend und ihren geistigen Möglichkeiten zu tun. Meine Erlebnisse mit sinnlichen Frauen, gegen die ich mich mit fast übermenschlichen Anstrengungen nicht wehren konnte, haben mich geprägt und zu dem gemacht was ich heute bin. Trotz aller Anfechtungen und darauf bin ich stolz habe ich mich zu einem Menschen mit hohen moralischen und ethischen Werten entwickelt. Heute und nur durch meine Erfahrungen kann ich zwischen Richtig und Falsch unterscheiden. Meine Frau ist anders. Sie bildet sich ein, dass ihre Lebenseinstellung etwas Besonderes und darum der universelle Richtwert wäre, an dem ich mich gefälligst zu orientieren habe. Aber wenn ich es richtig bedenke, dann ist ihre schmückende Tugend nur ein anderes Wort für Unlust, die sich mit Gleichgültigkeit paart. Warum wir uns nicht verstehen hat einen einfachen Grund. Ich habe mich vergriffen und sie hat mangels minimaler Restintelligenz nichts begriffen. Paul van Cre Seite 7
    [Aus meinem Roman TREUFLEISCH] Rückblende 1950 bis 1960 Paul van Cres Jugendzeit war schön, weil weitgehend frei von rigider elterlicher Überwachungsmentalität, die in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in konservativen Familien üblicherweise praktiziert wurde. Er konnte sich viel in der frischen Luft aufhalten, was einerseits auf nachkriegsbedingte und darum beengte Wohnverhältnisse, andrerseits auf den sorgfältig knallrot geschminkten Mund seiner Mutter Monique zurückzuführen war. Tut mehr mit dem Mund und weniger mit der Hand. Aber merkt euch gut. Nur das Handwerk hat Zukunft. Diesen wertvollen Rat, verbunden mit einem symbolischen aneinander reiben von Daumen und Zeigefinger bekamen Seite 8
    [Erstes Kapitel Goldene Jugendzeit] der kleine Paul und sein Bruder Peter von ihrer Mutter, einer gefragten Expertin für viele Lebenslagen mit auf den Lebensweg. Nicht nur weil sie mehr wusste, als brave schwäbische Hausfrauen in den 50ern wissen konnten, sondern auch wegen ihrer handwerklichen Fähigkeiten wurde Pauls Mutter von den amerikanischen Befreiern aus den umliegenden Kasernen, aber auch von deutschen Arbeitern und sogar von einem regelmäßig an jedem zweiten Sonntag, am Morgen gegen acht Uhr anreisenden Apostel frequentiert, der den kurzen Fußweg vom Sindelfinger Bahnhof zur Bahnhofstraße und danach, nach einem geschlagenen halben Stündchen und mit schwingenden Testikeln zur Kirche, zwecks geharnischter Predigt an seine Schäfchen ging. Mit viel Freude, aber auch sach und fachkundig übte sie mit ihrer mit vielen schmalen Goldbändern und Bettelarmbändern geschmückten Hand Seite 9
    [Aus meinem Roman TREUFLEISCH] ihr Gunstgewerbe aus. Daher kam es, dass die mütterliche Wohnung in der Sindelfinger Bahnhofstrasse, nahe der ehemaligen, Neuapostolischen Kirche gelegen, in Stosszeiten, zum Beispiel beim Schichtwechsel im nahegelegenen Automobilwerk, der sich durch einen lautstarken und weithin hörbaren HubTon angekündigte, oft stark besucht und...
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