Lade Dokument...
  • Dieser Arbeit geht der Frage nach wie sich die Verbreitung von Wissen in einer globalisierten Welt gestaltet. Dabei lässt sich die Betrachtung von zwei Richtungen her vornehmen. In einer akteurszentrierten Perspektive ließe sich der Wissenstransfer als Begleiterscheinung von globalen Wanderungsprozessen darstellen (Immigranten, Austauschstudenten, Reisende). Weitaus stärker, sowohl im Umfang aber auch an Bedeutung, ist der strukturell geprägt Wissenstransfer über Mediensysteme und andere institutionalisierte Austauschsysteme, wie z.B. Expertengruppen. Deshalb liegt der Fokus dieser Arbeit auf der strukturellen Ebene.

Kommentare zu diesem Dokument

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben. Sei der Erste, der dieses Dokument kommentiert

    Textauszug aus diesem Dokument

    Globalisierung wird in der Regel als der weltweite Austausch von Gütern und Dienstleistungen verstanden. Ausgetauscht werden aber nicht nur Güter und Dienstleistungen, sondern es erfolgt auch ein Austausch von gesellschaftlichem Wissen. Die Spannweite reicht dabei vom japanischen Trickfilm, der die Sprache von europäischen Jugendkulturen prägt, bis zum Wirtschaftsmodel, das in Form von Beratern und Gutachten in traditionell wirtschaftsfremde Bereich, wie z.B. den Gesundheitssektor oder sogar zwischenmenschliche Beziehungen, vordringt.
    Auch der Güteraustausch verändert sich. Insbesondere höherwertige Produkte sind nicht länger nur Gebrauchsgegenstände, sondern transportieren im hohen Maße kulturelle Codes und damit ebenfalls Wissen. Ein fast schon idealtypisches Beispiel ist der Sportartikel Hersteller Nike dessen Werbeslogan „You can do it“ nicht so sehr ein Produkt repräsentiert, sondern vielmehr ein Lebensgefühl, das die Leistungs- und Erfolgsfähigkeit des Einzelnen in den Mittelpunkt stellt (vergl. Klein 2001: S. 36 ff ). Fairclough bezeichnet diese wissensaufgeladenen Güter als Semiotisches Material (Fairclough 2001: S. 343). In weit stärkerem Maße gilt diese semiotische Aufladung auch für Dienstleistungen, da sie ohnehin stark wissensbasiert sind.
    Dieser Arbeit geht der Frage nach wie sich die Verbreitung von Wissen in einer globalisierten Welt gestaltet. Dabei lässt sich die Betrachtung von zwei Richtungen her vornehmen. In einer akteurszentrierten Perspektive ließe sich der Wissenstransfer als Begleiterscheinung von globalen Wanderungsprozessen darstellen (Immigranten, Austauschstudenten, Reisende). Weitaus stärker, sowohl im Umfang aber auch an Bedeutung, ist der strukturell geprägt Wissenstransfer über Mediensysteme und andere institutionalisierte Austauschsysteme, wie z.B. Expertengruppen. Deshalb liegt der Fokus dieser Arbeit auf der strukturellen Ebene.
    Gesamtes Dokument lesen »