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Textauszug aus diesem Dokument
E in l e i t ung Der Französische Theoretiker Baudrillard hat in den letzen Jahren immer mehr an Popularität gewonnen. Stellt man die sprachliche und gedankliche Komplexität Baudrillards Werk, der Beliebtheit Baudrillard als Referenz bei allem zu nehmen, das in irgendeiner Form Simulation oder Virtualität behandelt, gegenüber, stellt sich die Frage, ob Baudrillard ein Modetheoretiker ist, dessen sprachlich anspruchsvolles Werk als Feigenblatt genutzt wird um eigene inhaltliche Leere zu verbergen. Droht Baudrillard zum Luhmann des 21. Jahrhunderts zu werden? Oft zitiert, doch selten verstanden. Statt Allgemeinplätzen wie Reduktion von Komplexität nun das Verschwinden der Realität? Deshalb wird Baudrillards Theorie der Simulation mit Hilfe eines deskriptiven Schemas analysiert. Ziel ist es dabei die Theorie auf ihren Gehalt und ihre Erklärungskraft hin zu untersuchen. Ein weiteres Vorhaben dieser Arbeit ist, die Vorgehensweise, eine Theorie mit Hilfe eines deskriptiven Schemas zu betrachten, einer Reflexion zu unterziehen. Die Analyse konzentriert sich auf Baudrillards Schriften Der Symbolische Tausch und der Tod sowie Agonie des Realen. Dabei handelt es sich um frühe Werke von Baudrillard. Diese Auswahl geschieht, zum einen, da Baudrillard in diesen beiden Büchern die Grundsteine seiner Theorie der Simulation legt und zum anderen, um das umfangreiche Werk Baudrillards im Rahmen einer Hausarbeit bearbeitbar zu machen. Aufbau der Arbeit Zunächst soll das zur Beschreibung der Theorie Baudrillards verwendete Strukturschema vorgestellt werden. Dieses Schema unterteilt sich in die Punkte Startmechanismen, Strukturen und Prozesse, Folgen und Wirkungen und Ausblick in die Zukunft, entlang welcher anschließend die Beschreibung erfolgt. Dabei wird der historische Bogen vom Theater der Renaissance bis zum Computerbildschirm der heutigen Zeit gespannt. Im Fazit soll die Aussagekraft der Theorie Baudrillard erörtert werden und außerdem soll die Verwendung eines deskriptiven Schemas zur Beschreibung einer Theorie reflektiert werden.
Vo rs te l l ung des S t r uk t u r schemas Zur Beschreibung der Theorie Baudrillards soll ein deskriptives Schema, Strukturschema genannt, verwendet werden. Dieses Schema wurde in der Veranstaltung Soziologische Gegenwartsdiagnosen im Sommersemester 2001 an der Universität Bremen dazu verwendet, aktuelle soziologische Theorien einzuordnen und vergleichbar zu machen. Es ergibt sich hier natürlich die Schwierigkeit, einen im theoretischen Vorgehen so eigenen Theoretiker wie Baudrillard in ein Schema zu pressen, welches ursprünglich dazu gedacht war, Gesellschaftsdiagnosen zu betrachten, die sich mit den klassischen soziologischen Themen der Analyse der Moderne, Rationalisierung und Individualisierung, befassen. In der erwähnten Veranstaltung erwies sich das Schema jedoch als flexibel genug. Auf der Kehrseite führten die notwendigen Modifikationen aber in einigen Fällen dazu, dass das die ursprünglich beabsichtigte Vergleichbarkeit sich nicht immer erzielen ließ. Das Schema beginnt damit die Startmechanismen zu beschreiben, dazu gehört eine Beschreibung der theoretischen und historischen Ausgangspunkte von Baudrillards Theorie, sowie eine Einordnung in die Theorielandschaft. Strukturen und Prozesse zeigt die gesellschaftlichen Veränderungen auf, die sich nach Baudrillards Theorie abzeichnen. In Folgen und Wirkungen sollen die beschriebenen Phänomene dann abstrahiert und theoretisch gedeutet werden. Der Punkt Ausblick in die Zukunft stellt eine Abwandlung, des ursprünglich im Schema vorhandenen Punktes Modernisierungspolitik, dar. Modernisierungspolitik impliziert die Möglichkeit gesellschaftlicher Steuerung, eine solche Möglichkeit gibt es aber in Baudrillards Theorie nicht. Statt dessen soll versucht werden, mit Hilfe von Baudrillard, die sich durch die Netzwerkmedien ergebenden gesellschaftlichen Veränderungen zu deuten.
Sta r tmechan i smen In diesem Abschnitt sollen die Startmechanismen Baudrillards Theorie der Simulation dargestellt werden. Zu Beginn ist es dazu nötig, kurz darzustellen von welchem philosophischem Ausgangspunkt Baudrillard operiert. Darauf folgt der Einstieg in Baudrillards Theorie: Dazu wird es zunächst nötig sein, sich mit einigen zentralen Begriffen aus Baudrillards Theorie auseinander zu setzen. Danach folgt die eigentliche Darstellung der Startmechanismen: Mit Beginn der Renaissance befreien sich die ursprünglich archaischen Zeichen und es beginnt das Simulakrum erster Ordnung: Die Imitation. Ausgangspunkte und Begrif fsklärungen Wollte man versuchen Baudrillard in die klassischen Schubladen Soziologischer Theorie zu stecken, würde die der Wissenssoziologie am besten passen. Grundannahme ist dabei: Das Wissen in der Moderne ist nur noch als multiperspektivisch zu begreifen.
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Vo rs te l l ung des S t r uk t u r schemas Zur Beschreibung der Theorie Baudrillards soll ein deskriptives Schema, Strukturschema genannt, verwendet werden. Dieses Schema wurde in der Veranstaltung Soziologische Gegenwartsdiagnosen im Sommersemester 2001 an der Universität Bremen dazu verwendet, aktuelle soziologische Theorien einzuordnen und vergleichbar zu machen. Es ergibt sich hier natürlich die Schwierigkeit, einen im theoretischen Vorgehen so eigenen Theoretiker wie Baudrillard in ein Schema zu pressen, welches ursprünglich dazu gedacht war, Gesellschaftsdiagnosen zu betrachten, die sich mit den klassischen soziologischen Themen der Analyse der Moderne, Rationalisierung und Individualisierung, befassen. In der erwähnten Veranstaltung erwies sich das Schema jedoch als flexibel genug. Auf der Kehrseite führten die notwendigen Modifikationen aber in einigen Fällen dazu, dass das die ursprünglich beabsichtigte Vergleichbarkeit sich nicht immer erzielen ließ. Das Schema beginnt damit die Startmechanismen zu beschreiben, dazu gehört eine Beschreibung der theoretischen und historischen Ausgangspunkte von Baudrillards Theorie, sowie eine Einordnung in die Theorielandschaft. Strukturen und Prozesse zeigt die gesellschaftlichen Veränderungen auf, die sich nach Baudrillards Theorie abzeichnen. In Folgen und Wirkungen sollen die beschriebenen Phänomene dann abstrahiert und theoretisch gedeutet werden. Der Punkt Ausblick in die Zukunft stellt eine Abwandlung, des ursprünglich im Schema vorhandenen Punktes Modernisierungspolitik, dar. Modernisierungspolitik impliziert die Möglichkeit gesellschaftlicher Steuerung, eine solche Möglichkeit gibt es aber in Baudrillards Theorie nicht. Statt dessen soll versucht werden, mit Hilfe von Baudrillard, die sich durch die Netzwerkmedien ergebenden gesellschaftlichen Veränderungen zu deuten.
Sta r tmechan i smen In diesem Abschnitt sollen die Startmechanismen Baudrillards Theorie der Simulation dargestellt werden. Zu Beginn ist es dazu nötig, kurz darzustellen von welchem philosophischem Ausgangspunkt Baudrillard operiert. Darauf folgt der Einstieg in Baudrillards Theorie: Dazu wird es zunächst nötig sein, sich mit einigen zentralen Begriffen aus Baudrillards Theorie auseinander zu setzen. Danach folgt die eigentliche Darstellung der Startmechanismen: Mit Beginn der Renaissance befreien sich die ursprünglich archaischen Zeichen und es beginnt das Simulakrum erster Ordnung: Die Imitation. Ausgangspunkte und Begrif fsklärungen Wollte man versuchen Baudrillard in die klassischen Schubladen Soziologischer Theorie zu stecken, würde die der Wissenssoziologie am besten passen. Grundannahme ist dabei: Das Wissen in der Moderne ist nur noch als multiperspektivisch zu begreifen.
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