Lade Dokument...
  • Wenn die Schulzeit sich dem Ende naht, braucht der Mensch zur Berufswahl Rat. Berufsorientierungstests findet man, auch im Internet, allerhand. Doch sind diese Fragebögen eine ernstzunehmende Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Beruf? Diese kurze Arbeit stellt die Arbeitsweisen von Berufsorientierungstests vor und streicht ihre "Problemzonen" heraus.

Kommentare zu diesem Dokument

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben. Sei der Erste, der dieses Dokument kommentiert

    Textauszug aus diesem Dokument

    Um den perfekten Beruf zu finden, benötigt man entweder eine genaue Vorstellung von dem, was man ist, was man kann, wohin man will oder eben eine gute Beratung. Der erste Schritt zu letzterem ist häufig der Durchlauf eines Berufsorientierungstests. Hinter dieser typisch deutschen Wortkomposition steckt ein ausgefeilter Fragebogen, der, wenn er wahrheitsgetreu und spontan beantwortet wird, erste Vorschläge zur Berufswahl liefert. Dabei werden die Ergebnisse des Fragebogens mit den Anforderungen einer Vielzahl von Berufen verglichen und die so oftmals prozentual dargestellten Eignungschancen in einem Ranking angezeigt. Bei etwas, das einen derartigen Nutzwert darstellt, fragt man sich natürlich, ob diese Sache nicht zu schön ist, um wahr zu sein. Kritiker dieser Hilfe zur Berufswahl stellen, wie zu erwarten war, denn auch Hokuspokus anheim. Dieser Vorwurf, der den Nutzwert von Berufsorientierungstests ungefähr mit dem von Horoskopen gleichsetzt, macht durchaus Sinn. Berufsorientierungstests arbeiten mit den ermittelten Fähigkeiten und Interessen des Nutzers, welche mit den Anforderungen an eben diese in verschiedenen Berufen verglichen werden. Doch wer entscheidet, welche Fähigkeiten und Interessen für einen Beruf entscheidend sind und wie ihre Gewichtung festzulegen ist? Und warum wird die Frage nach dem genauen Abschluss teilweise einfach übergangen? Klar, ein Student der Philosophie wird sich wohl kaum für einen Beruf als Bildhauer entscheiden. Daher ist es angebracht, den Berufsorientierungstest nicht als letzte Entität gelten zu lassen, sondern vor allem noch die persönliche Beratung anzusteuern. Diese wird in Schulen, Universitäten, Arbeitsämtern und teilweise sogar von Krankenkassen angeboten. Denn ein Fragebogen kann noch so gut sein Er wird nie auf wirklich alle Einzelfälle und Kleinigkeiten gefasst sein können. Aller Kritik zum Trotz ist der Berufsorientierungstest dennoch eine gute Adresse, um erste Ideen zu sammeln und vielleicht sogar einen Überblick über die Gedankengänge von Personalmanagern zu erlangen. Werfen wir als nächstes einen Blick auf einige konkrete Fragen und ihre ungefähre Zugehörigkeit. Merkmale: Wertorientierung Im Beruf ist mir wichtiger, 1. dass ich mich persönlich entwickle. 2. dass ich viel verdiene. 1 [...]
    Die bevorzugte Arbeitstätigkeit Theoretisch oder Praktisch und der Arbeitsstil Anwendung oder Schöpfung tendieren. Die speziellen Interessen der eigenen Person werden in der Regel recht offensichtlich abgefragt. In manchen Fällen sollen vom Probanden sogar Punkte an Interessengebiete vergeben werden. Eine recht plumpe Methode der Befragung, die auch unfreiwilligen Betrug geradezu herausfordert. Als drittes Kriterium halten die vom Probanden bevorzugten Tätigkeiten her. Ist er oder sie eher an der Kommunikation mit Menschen interessiert oder liegen die Stärken eher im Bereich von der Entwicklung neuer Lösungsansätze. Fazit Orientierungen zur Berufswahl sind insofern sinnreich,dass es eine Vielzahl von Berufen gibt, mit denen man im alltäglichen Leben nicht gezwungenermaßen in Berührung kommt. Mag man es nun die Schattenseite der Wirtschaft nennen, in einer Bedeutung, die nicht kritisch gemeint ist: Es gibt eine Welt abseits von Feuerwehrmännern, Schriftstellern und Finanzbeamten. Dabei ist es nicht immer leicht, den richtigen Job für die eigene Person zu finden. Ein Berufsorientierungstest bietet immerhin eine erste Ideensammlung, die allerdings unbedingt noch im persönlichen Gespräch mit einem professionellen Berater vertieft werden sollte. Allein anhand eines 30 bis 100seitigen Fragekatalogs kann nicht die gesamte Persönlichkeit erfasst werden. Es bleibt also festzuhalten: 1. Ein Berufsorientierungstest anhand eines Fragebogens ist eher Ideenlieferant als ernstzunehmende Persönlichkeitsbeurteilung. 2. Das persönliche Gespräch mit einem Berufsberater ist zur Vertiefung der Vorschläge nahezu unumgänglich. 3. Ein einigermaßen realistisches Selbstbild ist essentiell für das Finden eines geeigneten Berufs. 4. Eine Karriere im Ausland sollte in einigen Fällen zusätzliche Beachtung finden. Kritische Faktoren von Berufsorientierungstests: 1. Ohne einer großen und aktuellen Berufsdatenbank ist der Test mehr oder weniger wertlos. 2. Die Fachrichtung eines abgeschlossenen Studiums findet meist keine Beachtung. Daraus ergeben sich zum Teil haarsträubende Vorschläge.

    Gesamtes Dokument lesen »