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  • Unter dem Motto “In Zeiten der 24-Stunden-Kommunikation: Ausnahmefall oder Normalzustand?” findet am 13. Oktober 2011 die K2- Tagung Krisenkommunikation in Düsseldorf statt.
    Alle Informationen zu den Referenten und dem Tagungsprogramm sowie den vertiefenden scm-Workshops am Folgetag finden Sie in der aktuellen Tagungsbroschüre, die hier heruntergeladen werden kann.

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    Textauszug aus diesem Dokument

    Gibt es eigentlich noch den Spezialfall
    Krisenkommunikation? Oder ist
    die Krise nicht inzwischen der Normalzustand
    für Kommunikateure?
    Die Stimmen der PR-Chefs werden zahlreicher,
    die auf Grund des beschleunigten Mediensystems
    ihren Job vor allen Dingen darin
    sehen, ein Feuerchen nach dem anderen
    auszutreten, bevor es sich zu einem Großbrand
    entwickeln und die eigene Organisation
    zu verzehren droht.
    Der Trend zur Skandalisierung in den Massenmedien
    ist auf Grund des verschärften
    Wettbewerbs ungebrochen. Hinzu
    kommt eine Vielzahl neuer digitaler Kanäle,
    die schneller als etablierte Medien arbeiten
    und eine enorme Reichweite entfalten können.
    Foren, Blogs, twitter, soziale Netzwerke
    – das Web 2.0 erhöht
    die Krisenanfälligkeit, die
    nächste facebook-Welle
    ist nur ein paar Klicks entfernt.
    Bislang galt die Maßgabe,
    dass erst der Sprung
    in die etablierten Medien
    tatsächlich den Ausbruch einer Krise bedeutet.
    Die Greenpeace-Kampagne gegen die
    Verwendung von Palmöl in Schokoriegeln
    des Herstellers Nestlé ist jedoch eine Zäsur,
    da hier erstmals ein Unternehmen mittels
    einer orchestrierten Online-Kampagne zu
    einer Verhaltensänderung gezwungen wurde
    – auch weil es die Kontrolle über seine eigene
    Internetseite bei facebook verlor.
    Ähnliche Fälle zeigen, dass Unternehmen
    und Institutionen oft noch nicht wirklich dialogbereit
    mit breiten Bevölkerungsschichten
    sind. Das Anspruchsdenken von Kunden,
    Konsumenten, Anwohnern und Bürgern
    allgemein hat sich durch das Netz aber
    deutlich gewandelt. Der Forderung nach authentischer
    Kommunikation rund um die Uhr
    lässt sich nur durch immense Anstrengungen
    sicherstellen. Zunehmend entdecken Nichtregierungsorganisationen
    diese Schwäche
    von Unternehmen und bauen darauf ihre
    Kampagnen auf.
    Keine Krise ist wie die andere. Führt man
    sich die großen und kleinen Katastrophen
    vor Augen, die in den vergangenen Monaten
    Unternehmen und Organisationen erfasst
    haben, scheint es kaum Gemeinsamkeiten
    zu geben: Finanzmarktkrise, „Drückerkönig“,
    Wikileaks, „Wutbürger“, EHEC, „Goldener
    Windbeutel“, feindliche
    Übernahmen, Sexparties,
    mögliche Atomunfälle, Teldafax.
    Die Fälle zeigen aber
    eins: Es gibt kein Unternehmen
    und keine Organisation,
    die nicht von einer
    Krise erwischt werden könnte. Es sind eben
    nicht nur Konzerne in den sogenannten „High
    Risk“-Bereichen, etwa der Öl-, Chemieoder
    Stromindustrie, die sich entsprechend
    vorbereiten müssen.
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