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SEIDENSTRÜMPFE Siebtes Kapitel aus meinem Internet-Roman
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Themen: buch roman bücher heilbronn stuttgart ehe Kategorie: Literatur/Texte/Lyrik
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| Veröffentlicht: | November 2011 |
| Art des Textes: | Roman/Epos |
| Thema: | Roman |
| Lizenz: | Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung |
Textauszug aus diesem Dokument
MIDLIFE CRISIS [Aus Sina und andere Erlebnisse] Der Geist des Mannes ist normalerweise frisch und aktiv. Das kommt nicht von ungefähr, sondern von der männlichen Fähigkeit des reflektierten Denkens. Genetisch bedingt, geht der Mann voller Tatendrang den Dingen auf den Grund. Gegen diesen Reflex kann sich der Mann nicht wehren, denn die Evolution hat es so vorgesehen. Sein aufrechtes Tun ist sein Schicksal. Der Geist der Frauen ist vollkommen anders. Er führt eine Art flatterhaftes Triebleben, bildhaft gesehen wie ein ziellos treibendes Ruderboot auf einem spiegelglatten Bergsee, kurz vor dem Einsetzen des Alpenwinds. Das muss man wissen, um von lustigen und scheinbar sanftmütigen Frauen nicht geblendet zu werden. Aktives, weibliches Verhalten, gepaart mit den üblichen, körperlichen Attributen versucht nur den fehlenden Inhalt zu überdecken, an dem sich der Geist weiterentwickeln könnte, was er aber nicht macht. Zusammenfassend kann man sagen: Bei der Beurteilung einer Frau geht es letztendlich nicht darum wie viele Tassen, sondern wie viele Schuhe sie im Schrank hat. Paul van Cre im Oktober 2010 Seite 2
MIDLIFE CRISIS [Siebtes Kapitel] Seidenstrümpfe und Verpackungsspiele Man muss den Männern zeigen, was sie sehen wollen. Stil ist, wenn unter einem Nerzmantel ein billiges Kleid aus dem SecondHandShop wie ein schweineteurer Designerfummel wirkt. Und wenn es dazu nicht mehr reicht Für eine Frau mit Phantasie ist Haut ist immer eine gute Alternative. Sina Sidonius Du fragst dich, warum ich dir das alles erzähle? Warum ich hier und jetzt mein Herz ausschütte? Ein gestandener Mann, der eine Affäre beginnt, möchte sich mitteilen, erzählen und mit Gleichgesinnten sprechen. In dieser Phase des Lebens ist es eine besondere Form von Freiheitsdrang und der Bestätigungssucht, die den mittelalten Grandseigneur befällt. Entdecker und Eroberer, Seite 3
MIDLIFE CRISIS [Aus Sina und andere Erlebnisse] von Alexander dem Großen bis, also jetzt fällt mir kein Name ein, der mit dem letzten Buchstaben des Alphabets beginnt, haben es getan, und wollten sich nicht verzetteln. Sie wollten immer nur das Eine Ruhm und Anerkennung. Bei mir war es nicht anders. Aus einem einmaligen Seitensprung wurde eine Affäre und durch meine göttliche Sina bekam mein Leben wieder einen Sinn. Für mich war es tiefe und einmalige Leidenschaft. Ich spürte die quälende Liebe mit jeder Faser meines Herzens. Sie war ein Engel und ein Wort von ihr hätte genügt, ja ich gestehe es, ich war bereit es zu tun den Boden abzulecken auf dem sie mit ihren zarten Füßen wandelte. Ich war ihr verfallen und kurz davor, so wie seit Jahrhunderten unzählige Ehemänner auch, in Puschen zum Zigarettenautomat an der Ecke zu schlurfen falls damals welche in der Nähe gewesen wären um dann für immer in der dunklen Nacht zu verschwinden. Zum Glück ahnte sie nicht wie weit ich gehen würde. Sie Seite 4
MIDLIFE CRISIS [Siebtes Kapitel] fand andere Mittel, um mir ihre Liebe zu zeigen. Ich muss auch heute noch zugeben, ich war angenehm überrascht, als mir meine phantasievolle Geliebte wie beiläufig den harmlos klingenden Satz ins Ohr flüsterte: Schatz unauffälligabschätzender Blick von oben nach unten und wieder zurück, dazu ein kaum merkbarer, aber unterschwellig vorwurfsvoller Ton in der Stimme, wir müssen für dich mal wieder ein paar neue Hemden und Sweatshirts kaufen. Was für eine gute Seele sie doch ist ging mir spontan durch den Kopf. Der Gedanke, dass sie nur mein Bestes will, erzeugte ein beruhigendes Hochgefühl. Obwohl, einen kurzen Moment kam mir der intuitive Gedanke: Ob sie mich vielleicht unattraktiv findet? Aber bei ihrem hinreißenden Lächeln und dem verheißungsvollen Blick mit den blitzenden blaugrauen Seite 5
MIDLIFE CRISIS [Aus Sina und andere Erlebnisse] Augen Geilheit pur waren die Zweifel schnell weggeblasen, denn ich war verliebt und arglos und darum anfällig für Versuchungen jeder Art. Mental berührt und auch höchst motiviert, schloss ich aus dem Satz, dass jetzt der Prozess der heimlichen Legalisierung unseres äußerst illegalen Verhältnisses beginnen sollte, wozu ich nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen nicht gänzlich abgeneigt war. Liebling, wenn du meinst, wann ist dein Mann wieder auf Geschäftsreise? Dann können wir ja mal einen Einkaufsbummel machen, war meine neutral klingende, aber doch beschwingt formulierte Einverständniserklärung. Schatz, du bist einfach der Beste war der freudig umhalsfallende Ausruf, ohne dass ich die ganze Tragweite des Satzes sofort und in seiner ganzen Tragweite begriff. Immerhin muss man ja eine aktuelle, oder besser mehrere Vergleichsmöglichkeiten haben, um das Prädikat der Seite 6
MIDLIFE CRISIS [Siebtes Kapitel] Beste zu verleihen. Aber immer nur das Gute im Menschen sehend, machte ich mir über die kleinen Spitzfindigkeiten der Kommunikation keine Gedanken. Frohgemut ging ich, zusätzlich überzeugt von einem tiefen und treuherzigen Blick aus...
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MIDLIFE CRISIS [Siebtes Kapitel] Seidenstrümpfe und Verpackungsspiele Man muss den Männern zeigen, was sie sehen wollen. Stil ist, wenn unter einem Nerzmantel ein billiges Kleid aus dem SecondHandShop wie ein schweineteurer Designerfummel wirkt. Und wenn es dazu nicht mehr reicht Für eine Frau mit Phantasie ist Haut ist immer eine gute Alternative. Sina Sidonius Du fragst dich, warum ich dir das alles erzähle? Warum ich hier und jetzt mein Herz ausschütte? Ein gestandener Mann, der eine Affäre beginnt, möchte sich mitteilen, erzählen und mit Gleichgesinnten sprechen. In dieser Phase des Lebens ist es eine besondere Form von Freiheitsdrang und der Bestätigungssucht, die den mittelalten Grandseigneur befällt. Entdecker und Eroberer, Seite 3
MIDLIFE CRISIS [Aus Sina und andere Erlebnisse] von Alexander dem Großen bis, also jetzt fällt mir kein Name ein, der mit dem letzten Buchstaben des Alphabets beginnt, haben es getan, und wollten sich nicht verzetteln. Sie wollten immer nur das Eine Ruhm und Anerkennung. Bei mir war es nicht anders. Aus einem einmaligen Seitensprung wurde eine Affäre und durch meine göttliche Sina bekam mein Leben wieder einen Sinn. Für mich war es tiefe und einmalige Leidenschaft. Ich spürte die quälende Liebe mit jeder Faser meines Herzens. Sie war ein Engel und ein Wort von ihr hätte genügt, ja ich gestehe es, ich war bereit es zu tun den Boden abzulecken auf dem sie mit ihren zarten Füßen wandelte. Ich war ihr verfallen und kurz davor, so wie seit Jahrhunderten unzählige Ehemänner auch, in Puschen zum Zigarettenautomat an der Ecke zu schlurfen falls damals welche in der Nähe gewesen wären um dann für immer in der dunklen Nacht zu verschwinden. Zum Glück ahnte sie nicht wie weit ich gehen würde. Sie Seite 4
MIDLIFE CRISIS [Siebtes Kapitel] fand andere Mittel, um mir ihre Liebe zu zeigen. Ich muss auch heute noch zugeben, ich war angenehm überrascht, als mir meine phantasievolle Geliebte wie beiläufig den harmlos klingenden Satz ins Ohr flüsterte: Schatz unauffälligabschätzender Blick von oben nach unten und wieder zurück, dazu ein kaum merkbarer, aber unterschwellig vorwurfsvoller Ton in der Stimme, wir müssen für dich mal wieder ein paar neue Hemden und Sweatshirts kaufen. Was für eine gute Seele sie doch ist ging mir spontan durch den Kopf. Der Gedanke, dass sie nur mein Bestes will, erzeugte ein beruhigendes Hochgefühl. Obwohl, einen kurzen Moment kam mir der intuitive Gedanke: Ob sie mich vielleicht unattraktiv findet? Aber bei ihrem hinreißenden Lächeln und dem verheißungsvollen Blick mit den blitzenden blaugrauen Seite 5
MIDLIFE CRISIS [Aus Sina und andere Erlebnisse] Augen Geilheit pur waren die Zweifel schnell weggeblasen, denn ich war verliebt und arglos und darum anfällig für Versuchungen jeder Art. Mental berührt und auch höchst motiviert, schloss ich aus dem Satz, dass jetzt der Prozess der heimlichen Legalisierung unseres äußerst illegalen Verhältnisses beginnen sollte, wozu ich nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen nicht gänzlich abgeneigt war. Liebling, wenn du meinst, wann ist dein Mann wieder auf Geschäftsreise? Dann können wir ja mal einen Einkaufsbummel machen, war meine neutral klingende, aber doch beschwingt formulierte Einverständniserklärung. Schatz, du bist einfach der Beste war der freudig umhalsfallende Ausruf, ohne dass ich die ganze Tragweite des Satzes sofort und in seiner ganzen Tragweite begriff. Immerhin muss man ja eine aktuelle, oder besser mehrere Vergleichsmöglichkeiten haben, um das Prädikat der Seite 6
MIDLIFE CRISIS [Siebtes Kapitel] Beste zu verleihen. Aber immer nur das Gute im Menschen sehend, machte ich mir über die kleinen Spitzfindigkeiten der Kommunikation keine Gedanken. Frohgemut ging ich, zusätzlich überzeugt von einem tiefen und treuherzigen Blick aus...
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